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Wer kann Leerverkäufe machen – ein Überblick

Um Leerverkäufe zu tätigen, ist lediglich ein Depot bei einem Broker oder einer Bank erforderlich.

Zudem muss der Leerverkäufer jedoch im Besitz der Termingeschäftsfähigkeit sein.

Leerverkäufer benötigen eine Termingeschäftsfähigkeit

Neulinge und Nicht-Kaufleute, die erstmals Leerverkäufe machen wollen, können durch Anfrage bei der Bank die Termingeschäftsfähigkeit erlangen.

Manche Finanzinstitute verlangen neben der Termingeschäftsfähigkeit noch eine Sonder-Vereinbarung in Bezug auf Leerverkäufe, um sich gegen spätere Vorwürfe der Falschberatung und Haftung abzusichern.

In der Regel muss diese Termingeschäftsfähigkeit alle zwei Jahre aktualisiert werden. Ausgewiesene Kaufleute besitzen automatisch eine Termingeschäftstätigkeit.

Zudem sollte der Leerverkäufer im Besitz eines Verrechnungskontos (Margin-Konto) sein. Auf diesem muss der Anleger üblicherweise mindestens 50% des aktuellen Kurswertes der verkauften Papiere als Sicherheit hinterlegen.

Leerverkäufe sind mit hohen Risiken verbunden

Der Grund für das Prozedere der Banken: Leerverkäufe sind mit hohen Risiken verbunden.

Der Verkäufer verkauft Aktien, die zunächst nicht in seinem Besitz sind. Der Leerverkäufer muss sich später mit der gleichen Stückzahl der Aktien, der er verkauft hat, eindecken.


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Der Leerverkäufer spekuliert dabei auf fallende Kurse, um die Papiere später zu einem günstigeren Kurs zurückkaufen zu können.

Bei einem herkömmlichen Aktiengeschäft kann der Aktienkurs maximal auf 0 sinken. Der Anleger erleidet dabei zwar einen Totalverlust, das Risiko ist damit aber begrenzt.

Anders bei einem Leerverkauf. Der Aktienkurs kann theoretisch ins Unendliche steigen, das Verlustrisiko ist damit sehr viel höher als beim traditionellen Aktiengeschäft.

Mehr dazu: Leerverkäufe – auch für Privatanleger interessant?

Leerverkäufe machen nicht unbedingt reich

Dass sich durch Leerverkäufe sehr schnell enorme Verluste anhäufen können, verdeutlicht ein Beispiel:

Der Anleger Max Muster hat auf einen Kurseinbruch der Apple-Aktie spekuliert. Er hat beispielsweise 100 Apple-Aktien zu 300 US-Dollar das Stück (Wert: 30.000 US-Dollar) leerverkauft.

Später muss er die Papiere zu deutlich höheren Kursen kaufen, da der Apple-Aktienkurs zwischenzeitlich stark gestiegen ist.

In unserem Beispiel kauft er die verkauften Apple-Aktien vorsorglich zu 550 US-Dollar zurück, um weitere Verluste zu begrenzen.

Unter dem Strich bliebe allein aus dem Leerverkauf ein Verlust von 25.000 Euro. Zuzüglich kommen hier noch eventuell Leihgebühren, die zu entrichten sind.

Darüber hinaus muss der Leerverkäufer auch sämtliche Auszahlungen (z.B. Dividenden) während der Zeit des Leerverkaufs an den eigentlichen Eigentümer nachzahlen.

Mehr dazu: Leerverkäufe und wie sie funktionieren – Ein Beispiel

Leerverkäufer sollten Lieferfristen und Sicherheitsmarge beachten

Aus dem Leerverkauf ergeben sich noch weitere Pflichten für den Verkäufer. So sollte er die Lieferfristen für die Wertpapiere beachten.

In Deutschland muss der Leerverkäufer die verkauften Papiere binnen 2 Tagen liefern (Erfüllungsfrist). In den USA gilt eine Lieferfrist von 3 Tagen.

Die leerverkauften Papiere leiht sich der Leerverkäufer in der Regel bei einem Verleiher. Dies kann eine Bank oder ein Fonds sein und er entrichtet hierfür eine entsprechende Leihgebühr.

Fazit: Leerverkäufe sind nichts für schwache Nerven und auch nicht für Anleger geeignet, die an langfristigem Vermögensaufbau interessiert sind. Leerverkäufe sind eher für risikoorientierte Anleger und Profis interessant.

Mehr zum Thema: Leerverkaufskriterien: Auf einen Blick

19. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands