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Wer wird Nachfolger von Warren Buffett?

Seit rund 50 Jahren steht nun die Investmentlegende Warren Buffett an der Spitze der wohl erfolgreichsten Investment-Holding Berkshire Hathaway.

Als Buffett im Jahr 1965 die Mehrheit an dem ehemaligen Textilunternehmen übernahm, lag der Anteilswert lediglich bei 19 US-$. Heute gilt die Berkshire Hathaway Aktie (A-Aktie) mit rund 220.000 US-$ als die teuerste Aktie der Welt.

Nicht nur sich selbst, sondern auch seine Investoren und Aktionäre hat Warren Buffett mit einer durchschnittlichen Rendite von über 21 % pro Jahr reich gemacht. Doch das Führungsduo bestehend aus Warren Buffett und Charlie Munger ist in die Jahre gekommen.

Warren Buffett bleibt vorerst an der Spitze

Buffett feiert Ende August seinen 85. Geburtstag, Buffett-Kompagnon Charlie Munger ist bereits 91 Jahre alt. Viele Anleger fragen sich, wer wird wohl die Nachfolge des kongenialen Führungsduos antreten?

Im Rahmen der diesjährigen Hauptversammlung zum 50-jährigen Jubiläum hatten viele Anleger auf ein konkretes Signal gehofft, wer nun Nachfolger der Investmentlegende werden soll.

Doch stattdessen kündigte der Berkshire-Chef weitere Taten an – vorerst wird es keinen Wechsel an der Führungsspitze von Berkshire Hathaway geben. Sowohl in den USA, als auch in Deutschland soll in den nächsten Jahren weiter zugekauft werden, so der Star-Investor.

Buffett-Nachfolger – die Kandidaten

Dennoch dürfte der Nachfolger für Warren Buffett intern bereits feststehen. Als heiße Kandidaten für die Buffett-Nachfolge bei Berkshire gelten die beiden Investment-Manager Greg Abel (52 Jahre) und Ajit Jain (63 Jahre). Abel leitet bei Berkshire die Sparte Energie, Jain ist für den Bereich Versicherungen zuständig.

Für Buffett und Munger ist es wichtig, dass die Kandidaten nicht nur Investmenterfahrung, sondern auch Führungsqualitäten mitbringen. Vor allem gegen Arroganz, Bürokratie und Selbstgefälligkeit wettert Buffett immer wieder in seinem Brief an die Aktionäre.

Fest steht bereits heute: Der Nachfolger bzw. die „richtige Person“ ist nach Buffett-Angaben bereits im Vorstand vertreten. Damit dürfte die Investmentlegende jedoch nicht seinen Sohn Howard Graham Buffett gemeint haben, der seit 1993 als Direktor bei Berkshire Hathaway tätig ist.

Vielmehr soll Howard Buffett Co-Chef ohne operative Befugnisse werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Philosophie und Kultur bei Berkshire weitergeführt werde, so Buffett.

Außenseiterchancen auf den Chefposten werden auch noch dem Investment-Manager Matthew Rose eingeräumt, der das Bahn-Geschäft bei Berkshire Hathaway leitet.

Buffett-Nachfolger tritt in große Fußstapfen

Wer auch immer das Rennen um die Nachfolge von Warren Buffett macht, eines dürfte jetzt schon fest stehen: Der neue Mann an der Spitze von Berkshire Hathaway dürfte es in der Zukunft schwer haben, ähnliche Renditen wie die Investmentlegende zu erwirtschaften, wie Buffett selbst im jährlichen Schreiben an die Aktionäre warnt.

Der Grund: Buffett erwartet insgesamt langsamere Wachstumsraten in den nächsten 50 Jahren. Zudem haben die weltweit niedrigen Zinsen – Stichwort Anlagenotstand – die Bewertung vieler Asset-Klassen (Aktien, Immobilen usw.) nach oben getrieben – keine leichte Aufgabe für den kommenden neuen Mann an der Spitze von Berkshire Hathaway.

3. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands