MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Werden Anleger mit dem Global Pension Plan ausgenutzt?

Aus 35 $ werden innerhalb weniger Monate 55.000 $ – ein Traum für Anleger und angeblich mit dem Global Pension Plan verwirklichbar. Wer das geglaubt hat und darauf reingefallen ist, musste dies teuer bezahlen.

Damit Anleger sich dieses Lehrgeld sparen können, ist es wichtig zu erkennen, was an diesem Schneeballsystem nicht stimmen kann.

Schneeballsysteme, also Geschäfte, bei denen Mitglieder eine Aufnahmegebühr zahlen müssen und immer neue Mitglieder werben sollen, sind verboten. Man spricht dann von einem Schneeballsystem, wenn keine Leistung bzw. kein Produkt dahintersteckt.

Viele Anleger haben das Prinzip verstanden und fallen nicht mehr darauf rein. Dennoch gibt es immer wieder neue Tricks, mit denen leichtgläubige Investoren angelockt werden.

Grundsätzlich gilt auch hier: Wenn etwas zu gut klingt, wird es wohl nicht wahr sein. Ein Beispiel dafür ist der Global Pension Plan.

Hier wurden Anlegern versprochen, dass sie mit einem Einsatz vom 35 $ mindestens 55.000 $ ausgezahlt bekommen. Wer dazu noch neue Mitglieder wirbt, bekommt weitere 2.000 $ als Bonus ausbezahlt.

Auch wenn der Global Pension Plan inzwischen schon in der Versenkung verschwunden ist, heißt es nicht, dass dieses „Geschäftsmodell“ nicht bald wieder eine Renaissance erlebt – in welcher Form auch immer. Für Investoren ist es deshalb wichtig, die Struktur eines Schneeballsystems zu durchschauen, damit sie gewarnt sind.

Konzept des Global Pension Plans

Wer die 30 € Startgebühr zahlte, war berechtigt, sogenannte Versicherungspolicen zu verkaufen – musste dies aber nicht unbedingt. Die Policen wurden dabei lediglich dazu gebraucht, um das zugrunde liegende Schneeballsystem mit einer scheinbaren Gegenleistung zu verschleiern.

Das Versprechen lautete: Sobald 100.000 Mitgliederanträge abgeschlossen wurden, bekommen die Anleger ihr Geld. Die Rechnung kann jedoch allein deshalb schon nicht aufgehen, weil der Global Pension Plan bei 100.000 Mitgliedern gerade einmal 3,5 Mio. $ eingenommen hätte. Sollten tatsächlich alle Anleger mindestens 55.000 $ erhalten, müssten mehr als 5,5 Mrd. $ zur Verfügung stehen.

Weil das System nur dadurch aufrechterhalten bleibt, dass Mitglieder weitere Mitglieder werben, die wiederum einzahlen, handelt es sich um ein Schneeballsystem.

Offizielle Warnung

Die österreichische Finanzmarkt Aufsicht FMA hat bereits im Oktober 2007 den Global Pension Plan auf die Warnliste für Betrug gesetzt. Dennoch kursiert die Methode immer wieder.

Nach dem ersten Untergang des Global Pension Plans kam das System 2009 wieder auf den Markt – sogar unter demselben Namen. Die dazugehörige Internetadresse wird inzwischen zum Verkauf angeboten, und sämtliche Inhalte darauf wurden gelöscht.

Anleger, die dabei Geld verloren haben, berichten in zahlreichen Foren darüber, wo das Thema noch heute heiß diskutiert wird. Auch wenn immer wieder Kommentare zu lesen sind, dass ausgezahlt wurde – einen Beweis dafür haben diese Nutzer bisher noch nicht erbracht.

Global Pension Plan

Anleger sollten also bei diesen Angeboten lieber zweimal hinschauen, bevor sie die Kreditkarte zücken. Eine Firma, die 35 $ als Beitrittsgebühr verlangt, um wenige Monate später an jedes Mitglied 55.000 $ auszuzahlen – das kann nicht mit rechten Dingen zugehen!

Die Betroffenen warten noch immer auf ihr Geld. Zitat aus einem Forum: „Langsam haben wir die Schnauze voll!!! Deadline hier, Deadline dort, wie lange soll das noch so weiter gehen? WIR WOLLEN GELD SEHEN!“ Da dieses System offensichtlich Erfolg hatte, wird es aber bestimmt nicht zum letzten Mal angeboten werden.

Klar, das Risiko ist gering und falls es ja doch stimmen sollte, hat der Anleger das große Los gezogen. Im Gegensatz dazu hat er beim Lotto mit 35 $ Einsatz aber tatsächlich die Chance, Geld zu bekommen. Wer als Investor den Global Pension Plan angeboten bekommt oder eine ähnliche Masche erkennt, sollte einen großen Bogen darum machen und sein Geld lieber woanders investieren.

15. Februar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.