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Kapitalanlagen: Wie viele Optionsscheine, um Aktien abzusichern?

Optionsscheine verbriefen das Recht, innerhalb oder nach Ablauf einer festen Frist zu einem vorher festgelegten Basispreis Wertpapiere zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option).

Sie wirken für Anleger also wie eine Versicherung gegen den Kursverfall.

Absicherung durch Optionsscheine kostet Geld

 Anleger müssen also genau überlegen, wie viele Optionen sie brauchen, um ihre Wertpapiere gegen Verluste zu schützen.

Dafür können Sie zwischen zwei Vorgehensweisen wählen.

Statisches Hedging – Sicherheit zur Ende der Optionslaufzeit

Bei der sogenannten statischen Absicherung berechnet der Anleger nur ein einziges Mal zu Beginn der Laufzeit der Option die Anzahl der notwendigen Put-Optionen.

Die Faustformel dafür lautet: Kaufen Sie gerade genug Puts, um die Papiere zum Kaufpreis (Basiswert) verkaufen zu können.


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Für die Berechnung benötigen Sie das Bezugsverhältnis der Optionen. Ist es z.B. 100 : 1, so benötigen Sie 1000 Optionen für 10 Anlagepapiere.

Dabei passt der Investor seine Hedging-Position, also das Sicherungsgeschäft, aber nicht an eventuelle Kursveränderungen an.

Der Investor kann so nur Kursabstürze am Ende der Laufzeit ausgleichen.

Mehr dazu: Optionsschein – Hebelberechnung zeigt Chancen und Risiken

Delta-Hedging – Sicherheit zu jeder Zeit

Anders ist das bei der dynamischen Absicherung, auch Delta-Hedging genannt. Damit können Sie als Investor auch Kursschwankungen vor Ende der Laufzeit neutralisieren.

Das sogenannte Delta gibt dabei an, wie der Wert des  Optionsschein sich verändert, wenn der Aktienkurs steigt oder fällt.

Es hängt vom Kaufpreis der Option ab sowie von Größen wie der Schwankungsbreite und –häufigkeit des Aktienkurses, der Höhe der erwarteten Dividendenzahlungen, der Restlaufzeit der Option und dem allgemeinen Zinsniveau.

Beispiel: dynamische Absicherung einer Aktie mit Put-Optionen

Bei Put-Optionen liegt die Kennzahl logischerweise zwischen 0 und -1. Sie sind ja umso mehr wert, je tiefer der Kurs der Aktie fällt, je stärker sie also gegen Verluste schützen.

Beträgt das Delta beispielsweise -0,5, dann bedeutet das, dass bei einem Kursverfall um 100 Einheiten die erworbenen Optionen 50 dieser verlorenen Punkte wieder ausgleichen.

Will der Investor nun einen kompletten Verlustausgleich sicherstellen, muss er folglich die Anzahl seiner Optionen verdoppeln.

Jedes Mal, wenn sich der Aktienkurs verändert, verändert sich auch das Delta.

Deswegen muss der Investor seine Hedging-Position auch ständig anpassen – zumindest, wenn er immer komplett gegen Kursverluste abgesichert sein will.

13. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Fehr
Von: Michael Fehr. Über den Autor

Michael Fehr wirkt seit fast zwei Jahrzehnten am internationalen Finanzplatz Frankfurt, ist ausgewiesener Finanz- und Wirtschaftsjournalist: Er arbeitete unter anderem für die Deutsche Börse AG, das ARD-Börsenstudio und die Financial Times Deutschland.