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Wertpapiere: Festverzinslich – welche es gibt und wann sie es sind

Willkommen zurück zu unserer Wissensreihe “Wertpapiere”. Diesmal geht es um die Besonderheiten festverzinslicher Wertpapiere.

Risikoarme Wertpapiere: festverzinslich

Wie wir im Artikel Wertpapiere handeln – so wird’s gemacht bereits besprochen haben, eignen sich Wertpapiere prinzipiell als Anlageoption für verschiedene Anlegertypen. Für Einsteiger sind dabei besonders festverzinsliche Wertpapiere interessant.

Diese können nämlich mit nur wenig Vorerfahrung gehandelt werden und sind teilweise recht risikoarm. Hier bleibt nun zu klären, wann genau Wertpapiere festverzinslich sind.

Wertpapiere: festverzinslich = Anleihen & Co.

Staaten und (große) Unternehmen können Anleihen herausgeben, die der Investor dann zu bestimmten festgelegten Preisen erwerben kann. Auf diese Weise leiht sich ein Land oder eine FirmaKapital von den Anlegern.

Aus Sicht des Schuldners ist dieses Kapital „Fremdkapital“, und es wird auch so in der Bilanz gebucht. Dagegen sind ausgegebene Aktien Eigenkapital eines Unternehmens. Auf der anderen Seite wird der Anleger durch den Kauf dieser Wertpapiere zum Gläubiger: Er hat Anspruch auf Zinsen und die Rückzahlung der „geliehenen“ Summe.

Anders als bei Aktien ist der Anleihen-Besitzer nur eine externe Kapitalquelle und besitzt keine Teilnehmerschaft an der Firma oder der jeweiligen Institution.


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Die Vorteile von festverzinslichen Wertpapieren sind allerdings enorm: So lassen die regelmäßigen Zinszahlungen des Unternehmens oder des Staates eine genaue Planung zu.

Man kann also genau kalkulieren, wann einem ein gewisser Betrag zusteht. Zudem weisen einige festverzinsliche Wertpapiere (insbesondere Bundesanleihen) eine hohe Sicherheit auf. Hierzu gehört neben den Zinsen vor allem die festgeschriebene Laufzeit, welche dem Anleger einen vertraglich definierten Rückzahlungsmodus verspricht.

Unterschiede bei den festverzinslichen Wertpapieren

Für den sicherheitsorientierten Anleger an der Börse relevant sind Bundesanleihen und Bundesobligationen. Unter Bundesanleihen werden die langfristigen, börsengehandelten Schuldverschreibungen der Bundesrepublik Deutschland (des „Bundes“) mit einer ursprünglichen Laufzeit von 10 bis teilweise 30 Jahren verstanden.

Bundesobligationen sind die mittelfristige Variante mit Laufzeiten von ursprünglich durchschnittlich 5 Jahren und decken den kurzen Laufzeitbereich ab.

Daneben geben ebenfalls die Bundesländer, aber auch alle anderen Staaten Anleihen aus. Diese Anleihen sind in der Regel mit einem festen Nominalzins ausgestattet, die Ausgabepreise sind grundsätzlich variabel, liegen aber normalerweise um die 100%.

Daneben begeben auch Unternehmen weltweit Anleihen, um sich Geld zu beschaffen. Dabei sind grundsätzlich beliebige Laufzeiten möglich.

Wichtig: Wegen des „Zeitablaufes“ der Anleihen können Sie an der Börse praktisch jederzeit Anleihen mit einer beliebigen Restlaufzeit erwerben. Niemand ist „gezwungen“, eine Anleihe nur bei der Ausgabe erwerben zu können. Alle börsennotierten Anleihen können täglich beliebig zum jeweiligen Börsenkurs ge- und auch verkauft werden.

Währungsanleihen hingegen sind festverzinsliche Wertpapiere, die in einer ausländischen Währung ausgegeben werden. Sie weisen zusätzlich ein Wechselkursänderungsrisiko, auf.

Für Anleger sind Währungsanleihen hauptsächlich dann interessant, wenn sie im Vergleich zum Gesamtmarkt eine höhere Rendite aufweisen oder wenn auf Währungskursgewinne spekuliert werden kann. Aber Achtung: das Währungs(änderungs)risiko kann sehr groß sein.

Bei Wandelanleihen, auch als “Convertible Bonds” bezeichnet, handelt es sich um festverzinsliche Anleihen, die von Aktiengesellschaften begeben werden. Sie verbriefen neben der festen Verzinsung das Recht, während einer gewissen Frist die Anleihe in einem festgelegten Verhältnis und zu einem bestimmten Preis in Aktien der ausgebenden Gesellschaft umzutauschen.

Der Kurs einer Wandelanleihe wird zu weiten Teilen von der Kursentwicklung der entsprechenden Aktie beeinflusst. Anleger profitieren also unter Umständen von steigenden Aktienkursen, während Kursverluste durch den Rückzahlungsanspruch am Ende der Laufzeit und durch die Zinszahlungen begrenzt sein können.

Die Zinssätze von Wandelanleihen können allerdings unter denen für gewöhnliche Unternehmensanleihen liegen.

Achten Sie bei Wandelanleihen vor dem Kauf auf jeden Fall genau auf die jeweiligen Anleihebedingungen. Oft sind diese Wandelanleihen hochkomplexe und schwer zu bewertende Finanzprodukte, die nur mit äußerster Vorsicht zu behandeln sind.

21. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.