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Wertpapiere und Co: Finanzinstrumente einfach erklärt

Wertpapiere, Derivate, Schuldscheine – all diese fallen unter den Oberbegriff der Finanzinstrumente. Einfach erklärt verlieren diese Begriffe schnell ihren Schrecken.

Welche Produkte genau unter den Oberbegriff fallen, wird im zweiten Paragraphen des deutschen Wertpapierhandelsgesetzes festgelegt. Dieses teilt die Instrumente in fünf verschiedene Kategorien ein.

Finanzinstrumente einfach erklärt: Wertpapiere

Die erste und mit Abstand größte Kategorie stellt sich aus Wertpapieren aller Art zusammen. Die wohl bekannteste Form von Wertpapieren ist eine Aktie.

Eine Aktie stellt einen bestimmten Anteil am Grundkapital eines Unternehmens dar. Gemeinsam mit dem Anteil an einem Unternehmen erwirbt der Aktionär bestimmte Rechte und Pflichten, die er erfüllen muss. Außerdem bekommt er ein Wertpapier, welches den Anteil an der Gesellschaft schriftlich festlegt.

Diese Aktien können an einer Wertpapierbörse oder außerbörslich gehandelt – oder einfach behalten – werden.

Mehr zum Thema: Alles, was Einsteiger zum Aktienhandel wissen müssen

Unter die Kategorie der Wertpapiere fallen außerdem Schuldverschreibungen. Bei diesen wird schriftlich festgelegt, zu welchen Konditionen der Anleger Geld verleiht. Beispiele hierfür wären die Festlegung von Laufzeit und Zinskonditionen.

Zu Ende der Laufzeit wird der Nennwert in voller Summe zurück geschrieben.

Optionen und Investmentfonds

Als weitere Wertpapiere gelten Optionen (also das Recht, nach Ablauf einer Laufzeit zu einem vorher festgelegten Preis einen Handel auszuführen) und offene Investmentfonds.

Bei letzterem Produkt sammelt eine Investmentgesellschaft das Geld der Anleger, bündelt es in einem Fonds und investiert es in einem oder mehreren Anlagebereichen.

Finanzinstrumente einfach erklärt: Geldmarktinstrumente

In die zweite Kategorie der Finanzinstrumente fallen hingegen Geldmarktinstrumente, die nicht als Wertpapiere ausgegeben werden, aber dennoch gehandelt werden. Hierunter fallen beispielsweise Schuldscheine.

In dieser Urkunde wird die Verpflichtung des Schuldners schriftlich fixiert. Ein Beispiel hierfür wäre ein Darlehensvertrag, der zwischen einer Bank und einem Kunden geschlossen wird.

Bei Termingeschäften in die Zukunft sehen

Die dritte Unterkategorie beinhaltet Termingeschäfte, die im Wertpapierhandelsgesetz als Derivate bezeichnet werden.

Diese bezeichnen Spekulationen auf den weiteren Kursverlauf eines Wertpapiers oder Produktes.

Mehr zum Thema: Eine Definition von Derivaten

Als einfach erklärtes Beispiel: Der aktuelle Kurs der Aktie der Käfer AG notiert bei 4,50€. Der Käufer schließt ein Termingeschäft ab, das ihn eine Woche später zum Kauf der Aktie für 4,55€ verpflichtet.

Er spekuliert dabei darauf, dass der Kurs der Aktie – beispielsweise durch die Bekanntgabe guter Quartalszahlen – auf mehr als 4,60€ ansteigen wird. Die dadurch gewonnene Spanne von mehr als 0,05€ könnte er in diesem Fall als Gewinn verbuchen.

Diese Termingeschäfte sind oftmals sehr risikoreich, bieten dafür aber auch die Chance auf vergleichsweise hohe Renditen.

Die Sonderkategorien 4 und 5

Als Finanzinstrumente gelten hingegen auch die Rechte auf die Zeichnung eines Wertpapieres.

Unter die fünfte Kategorie fallen hingegen alle sonstigen Instrumente, die an einem organisierten Markt (wie einer Börse) in Deutschland und der EU zugelassen werden.

Einsteiger in die Finanzmärkte sollten sich zunächst mit dem Handel mit Wertpapieren beschäftigen. Erst wenn sie hier zu einigem Wissen gekommen sind, sollten sie sich an weiteren Kategorien mit höherem Risiko versuchen.

3. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.