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Wertpapierhandel zeitlich begrenzen – die GTD Order

Wenn private Anleger Wertpapiere kaufen oder verkaufen möchten, sollten sie nicht auf das Setzen von zeitlichen Beschränkungen verzichten. Dabei sind Limits beim Handel mit Wertpapieren ohnehin gang und gäbe. Sie werden auch als Orderzusätze oder als Handelsoptionen bezeichnet.

Die am weitesten verbreiteten Einschränkungen werden hinsichtlich des Preises z.B. einer Aktie getroffen. Hierdurch wird gewährleistet, dass Anleger ihre Wertpapiere nicht zu für sie ungünstigen Konditionen kaufen oder verkaufen. Dafür können unvorhersehbar auftretende Kursschwankungen die Ursache sein.

Den zeitlichem Limits wie beispielsweise der GTD – „Good till Date“ – Order kommt aber auch eine hohe Bedeutung zu. Mit einer GTD Order können Investoren festlegen, dass ein beabsichtigter Handel eines Wertpapiers innerhalb eines bestimmten Zeitraums erfolgen muss. Hierdurch können  die Nachteile einer ungünstigen Kursentwicklung vermieden werden.


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Wie sich die GTD Order beim Handel auswirkt

An der Börse werden die Preise von Wertpapieren durch die Nachfrage und das Angebot bestimmt. Dadurch entsteht ein unablässiges Auf und Ab. Investoren können sich durch Limits davor schützen, dass sie ein Wertpapier entweder zu teuer kaufen oder zu günstig verkaufen. Mithilfe der verschiedenen Limits können auch Privatanleger sicher stellen, dass der Handel eines Papiers nach ihren Vorstellungen von statten geht.

Bei einer GTD Order handelt es sich um eine zeitliche Begrenzung der Handelsdauer. Wenn nichts anderes festgelegt wird, wenden die meisten Geldinstitute die GFD – „Good for Day“ Order an. Diese bezieht sich nur auf den Kalendertag, an dem die Handelsorder eingereicht wird. Die GTD Order bezieht sich auf 2 oder mehr Kalendertage – so viele wie vom Anleger gewünscht.

Ein praktisches Beispiel für eine GTD Order

Ein Anleger möchte sich von einer Position von 50 Siemens-Aktien trennen. Nachdem er sich über den Kursverlaufs informiert hat, entscheidet er, die Titel zu mindestens 90 € zu verkaufen. Dementsprechend fällt der Auftrag für seine Bank aus, etwa für die folgenden 3 Tage. Geschieht dies ohne zeitliches Limit, gilt die Order bis Monatsende. Hierdurch können verschiedene ungünstige Konstellationen entstehen.

Möglich ist, dass der Kurs der Siemens-Aktie in den Tagen nach der Order-Erteilung einen negativen Trend ausbildet. Bei einem Limit bis Monatsende kommt der Investor nun überhaupt nicht mehr zum Zug. Seine Handlungsfähigkeit ist blockiert, er kann über einen längeren Zeitraum nicht auf die neue Situation reagieren.

Erreicht die Siemens-Aktie innerhalb des vorgegebenen zeitlichen Rahmens das gewünschte Preisniveau von 90 €, kommt ein entsprechender Handel zustande. Der Anleger gewinnt die gewünschte Flexibilität. Er kann sich nun neuen, möglicherweise erfolgversprechenderen Investments widmen.

Zeitliche begrenzte Order empfehlenswert

Auch für private Investoren ist es ratsam, beim Handel mit Wertpapieren nicht auf zeitliche Limits zu verzichten. Auf diese Weise erhalten sie sich die Möglichkeit, auf unerwartete Entwicklungen am Aktienmarkt zu reagieren.

Wenn ein Kauf oder Verkauf aufgrund des Limits einmal verfällt, können Anleger dies leicht verschmerzen. Die Kursentwicklung an der Börse geht in den nächsten Tagen weiter und auch Privatanleger können neue Order einreichen oder sich dafür entscheiden, die entsprechende Aktie doch nicht zu handeln.

1. November 2014

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.