von Michael Mross

Westerwelle spendabel auf Staatskosten

FDP-Chef Westerwelle ist offenbar spendabler als bisher bekannt.

FDP-Chef Westerwelle ist offenbar spendabler als bisher bekannt.

Westerwelle befördert Gast auf Staatskosten

Der von den Medien stark gescholtene Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat auf seiner Antrittsreise in die Türkei im Januar eine unbekannte Künstlerin aus seinem Wahlkreis in Bonn als Sondergast auf Staatskosten mitgenommen.
 
Laut Freitagausgabe der Financial Times Deutschland wurde Nutren Schlinkert, die türkischstämmige Ehefrau des geschäftsführenden Gesellschafters des Bonner Meinungsforschungsinstituts Dimap, mit auf die Reise mit Westerwelle nach Ankara und Istanbul mitgenommen. Mitgenommen wurde sie dabei als „Sondergast“ und „Künstlerin“.
 
Das Auswärtige Amt konnte der Financial Times Deutschland allerdings nicht beantworten, auf welchem Kunstgebiet sie aktiv ist. Bekannt ist über Nutren Schlinkert, dass sie als stellvertretendes Mitglied auf der FDP-Liste im Kulturausschuss der Stadt Bonn sitzt.

Westerwelle löst Versprechen ein und nimmt Künstlerin mit in die Türkei

Bisher wurde Westerwelle vor allem dafür kritisiert, Spender der FDP in seine Wirtschaftsdelegationen bei Auslandsreisen eingeladen zu haben.
 
Bei der FDP-Sympathisantin Schlinkert soll die Einladung zudem auf ein privates Versprechen zurückgehen. Bei einem Türkei-Besuch 2004 habe Westerwelle ihr versprochen, sie auf seine erste Dienstreise als Außenminister in die Türkei mitzunehmen, hieß es. Das Versprechen löste Westerwelle jetzt auf Kosten des Steuerzahlers ein.

>> lesen Sie mehr zum Thema "Staatsverschuldung"

 
 
Tags: Deutschland