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WhatsApp vs. Twitter – wo liegen bessere Chancen für Aktionäre?

Facebook sorgte Anfang 2014 für Aufsehen, als das weltgrößte soziale Netzwerk die Übernahme des Start-ups WhatsApp für 19 Mrd. US-$ ankündigte. Von vielen Finanzexperten wurde der Zukauf damals als zu teuer gebrandmarkt.

Inzwischen hat sich die Aufregung um den Milliardenzukauf gelegt, die Facebook-Aktie notiert auf einem Rekordhoch. Grund genug, auf die Zukunft der beiden Social Network Aktien zu blicken.

WhatsApp vs. Twitter – die Unterschiede im Geschäftsmodell

WhatsApp gilt als die führende mobile Nachrichten-Plattform mit mehr als 600 Mio. registrierten Nutzern weltweit. Die App, die für alle führenden Plattformen (iOS, Android, BlackBerry, Windows Phone) heruntergeladen werden kann, dient vor allem zum Austausch von Text-, Foto- und Video-Nachrichten.

WhatsApp kann ein Jahr lang kostenlos genutzt werden, danach fällt eine jährliche Gebühr in Höhe von 0,99 US-$ bzw. 0,89 € an. Bislang ist WhatsApp werbefrei, was nach Aussagen von WhatsApp-Mitgründer Jan Koum auch künftig so bleiben soll.


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Twitter hingegen versteht sich mit mehr als 280 Mio. aktiven Nutzern pro Monat als die führende Kurznachrichten-Plattform im Internet. Nutzer können auf der Microblogging-Plattform Nachrichten mit einer Länge von 140 Zeichen abgeben.

Vor allem Prominente, Medien-Profis, aber auch immer mehr Unternehmen nutzen Twitter als Sprachrohr. Im Gegensatz zu WhatsApp finanziert sich Twitter bislang hauptsächlich durch Online-Werbeeinnahmen.

WhatsApp noch defizitär, Twitter auf dem Weg in die Gewinnzone

WhatsApp setzte im ersten Halbjahr 2014 knapp 16 Mio. US-$ um und musste dabei einen Nettoverlust von 232,5 Mio. US-$ ausweisen.

Allerdings waren dabei Aufwendungen in Höhe von 206,5 Mio. US-$ auf Aktien-Kompensationskosten zurückzuführen. Der Mutterkonzern Facebook ist hingegen bereits hochprofitabel und dürfte in 2014 mehr als 12 Mrd. US-$ umsetzen.

Twitter hat zwar in den letzten Quartalen noch Verluste geschrieben, ausgenommen außergewöhnlicher Sonderbelastungen ist Twitter jedoch schon heute profitabel. In 2014 dürfte Twitter voraussichtlich rund 1,4 Mrd. US-$ umsetzen und einen leichten Gewinn ausweisen.

Wie kann Facebook WhatsApp monetarisieren?

Beim Vergleich von WhatsApp und Twitter steht vor allem die Frage im Raum, wie Facebook mit WhatsApp Geld verdienen will? Eins ist klar: Werbung ist dafür nicht der richtige Weg, so Facebook-Chef Mark Zuckerberg.

Branchenbeobachter glauben, dass Facebook eine sichere Messaging-Funktion für Firmenkunden anbieten wird, ähnlich wie es das Soziale Netzwerk bereits für Unternehmen (Facebook for Business) getan hat.

Möglich wäre auch, dass Facebook die jährliche Gebühr anhebt. Steigt der Preis für das Jahresabo von 1,0 auf 2,0 US-$, könnte Facebook mit Einnahmen von 2,0 Mrd. US-Dollar jährlich rechnen, wenn WhatsApp das anvisierte Nutzerziel von einer Milliarde erreicht. Auch der Verkauf digitaler Sticker und eine mobile Zahlungsfunktion könnten Wege sein, um WhatsApp zu monetarisieren.

Facebook-Aktie derzeit mit besseren Chancen im Bereich Soziale Netzwerke

Im direkten Vergleich zwischen WhatsApp und Twitter hat die Facebook-Tochter die Nase vorn. Die Monetarisierungsmöglichkeiten von WhatsApp scheinen vielfältig und noch lange nicht ausgereizt.

Zudem ist das Wachstum sowohl bei WhatsApp, als auch bei Facebook ungebrochen – dies dürfte sich langfristig auch für Anleger auszahlen. Zwar bietet auch Twitter große Chancen, will das Unternehmen zum weltgrößten Echtzeit-Informationsnetz aufsteigen, doch dürften die Risiken bei Twitter derzeit höher sein als bei Facebook.

10. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands