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Wie bestimme ich den Abzinsungsfaktor: Anleitung

Es ist allgemein bekannt, dass geliehenes beziehungswiese fest angelegtes Geld Zinsen produziert.

Mit dem sogenannten Abzinsungsfaktor kann dies für zukünftige (Rück-)Zahlungen berechnet und bewertet werden.

Abzinsungsfaktor: Fest angelegtes Kapital erzeugt Zinsen

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Ein Anleger möchte in der mittelfristigen Zukunft ein schönes Eigenheim bauen. Er weiß, dass er dafür eine gewisse Menge Geld zur Seite legen muss, sagen wir 200.000 €.

Da auch die Ausführung selbst einige Zeit in Anspruch nimmt, plant der Anleger den Baubeginn in spätestens 5 Jahren.

Mehr zum Thema: Wie bestimme ich den Abzinsungsfaktor einer Geldanlage?

Die Frage ist also: Wie viel Geld muss heute bereits angelegt werden, um in 5 Jahren die benötigten 200.000 € für das Haus zur Verfügung zu haben.

Dabei muss berücksichtigt werden, dass angelegtes Kapital dem Zinseszinseffekt unterliegt.


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Das bedeutet, dass das Geld Zinsen erwirtschaftet und die Gesamtsumme wächst. Durch diese Vergrößerung des Kapitals generiert es wiederum mehr Zinsen und so weiter.

In dem oben beschriebenen Fall kennt der Anleger jedoch nur die Endsumme, die angespart werden soll. Um den heutigen Anlagewert – den sogenannten Barwert – zu ermitteln, muss das Kapital abgezinst werden. Hier kommt der Abzinsungsfaktor ins Spiel.

Wie bestimme ich den Abzinsungsfaktor?

Den Abzinsungsfaktor zu bestimmen ist leider nicht ganz so leicht, wie es sich anhört.

Die verwendete Formel hängt zunächst davon ab, ob es sich um eine einmalige Zahlung handelt, oder ob die Endsumme in mehreren kleinen Schritten erreicht werden soll.

Grundsätzlich liegt der Abzinsungsfaktor immer zwischen 0 und 1. Je nach Länge der geplanten Laufzeit ändert sich die mathematische Art der Funktion.

Bei kurzen Laufzeiten (bis zu einem Jahr) wird eine lineare Funktion verwendet, bei Laufzeiten über einem Jahr wird die exponentielle Methode eingesetzt.

Mehr zum Thema: Abzinsungsfaktor berechnen

Privatanleger tun also gut daran, den Abzinsungsfaktor von einem Finanzfachmann ermitteln zu lassen, zum Beispiel vom persönlichen Bankberater.

Der Abzinsungsfaktor in der Wirtschaft

Der Abzinsungsfaktor spielt aber nicht nur im privaten häuslichen Rahmen eine Rolle. Auch große Unternehmen verwenden den Abzinsungsfaktor, um die Rentabilität von Investitionen miteinander vergleichen zu können.

Denn: Während der Nutzungsdauer einer Investition wird es zu verschiedenen Ein- und Auszahlungen von wahrscheinlich größeren Summen kommen.

Der Einfluss von Zinssätzen auf aktuelle und zukünftige Zahlungsflüsse ist jedoch unterschiedlich hoch. Aus diesem Grund sind sie nicht ohne Weiteres miteinander vergleichbar.

Durch die Bestimmung des Abzinsungsfaktors wird diese Vergleichbarkeit gewährleistet, denn damit können alle Zahlungen auf den momentanen Zeitpunkt abgezinst werden.

Das Ergebnis dieser Rechnung ist wiederum der Barwert, der auch als Gegenwartswert bezeichnet wird. Je größer der Barwert nach der Abzinsung ausfällt, umso lohnender ist das Investment eines Unternehmens.

Der Abzinsungsfaktor hilft also Investoren dabei, die Rentabilität eines bestimmten Projektes zu bewerten.

10. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.