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Wie Devisen von den Profis gehandelt werden

Viele Anleger kennen sich gut damit aus, wie Aktien gehandelt werden. Normalerweise geschieht dies an der Börse, wobei das Verfahren meist klar geregelt ist.

Bei Devisengeschäften stellt sich jedoch komplett anders dar. Hier gibt es keinen Marktplatz, der Nachfrage und Angebot bündelt. Die Handelspartner wickeln ihre Geschäfte in direktem Austausch ab.

Beim Devisenhandel geht es um Geschäfte mit Währungen. Und diese werden meist „Over the Counter“ (OTC)  – zu Deutsch: über die (Laden)-theke – gehandelt. Der Begriff stammt aus US-amerikanischen Zeit der Pioniere. Damals wurden Beteiligungen wie Anteile an Goldminen in den einzig vorhandenen Handelsstätten, den General Stores (Gemischtwarenläden), ge- und verkauft.

Für Privatanleger ist der Devisenhandel ebenfalls von Interesse. Denn auch sie können – wenn sie einen Online-Broker einschalten – rund um die Uhr von Währungsschwankungen profitieren. Und auf diese Weise bares Geld verdienen.

Interbankenmarkt: Geschäfte im Netzwerk

Wenn ein Geldinstitut eine Devisentransaktion durchführen möchte, wird mit anderen Bankhäusern telefoniert. Und dies so lange, bis ein Handelspartner für die entsprechende Transaktion gefunden ist. Wahlweise kann sich der beauftragte Bankangestellte an einen elektronischen Broker wenden. Dieser Broker bündelt wenigsten einen kleinen Teil des globalen Handelsaufkommens.

Dabei ist dieser jedoch nicht direkt mit einer Börse zu vergleichen. In diesem Sinne ist der Interbankenmarkt ein Netzwerk, welches die Marktteilnehmer miteinander verknüpft. Wer wie die meisten Privatanleger nicht Bestandteil des Netzwerkes ist, benötigt unter Umständen einen Broker, wenn er Devisen handeln möchte.

Devisenhandel – 24 Stunden, 7 Tage

Der Handel mit Devisen im Interbankenmarkt unterliegt keinerlei zeitlichen Beschränkungen. Grundsätzlich ist es hierbei möglich, Geschäfte alle 7 Tage die Woche rund um die Uhr abzuwickeln.  Selbst am Wochenende können theoretisch Transaktionen durchgeführt, sollten zwei Handelspartner dazu bereit sein.

Die Schwerpunkte der Aktivitäten in diesem Bereich bewegen sich dabei rund um den Erdball. Dies ist davon abhängig, auf welchem Kontinent die Banken gerade geöffnet sind. An einem Tag eröffnet der Handel in Asien. Danach verlagern sich die meisten Aktivitäten nach Europa, die schließlich in den USA weitergeführt werden.

Der Handel beginnt am Montagmorgen in den asiatischen Ländern wie Japan oder China und endet am Freitagabend in den Vereinigten Staaten. Auch wenn die Handelsvolumen (Liquidität) je nach Uhrzeit schwanken, wird der Handel so gut wie nie unterbrochen.

Die wichtigsten Zentren für den Handel mit Devisen sind London und New York. Dementsprechend fallen die größten Aktivitäten in diesem Bereich mit der Eröffnung der europäischen Börsen (vormittags – MEZ) und dem Start der US-Aktienmärkte (nachmittags – MEZ) zusammen. Viele freie Händler, so genannte FX-Broker, bieten An- und Verkäufe von Devisen für Privatanleger ebenfalls rund um die Uhr an.

Wer als Privatanleger mit Devisen Handel betreiben möchte, kann anders als die Banken in den seltensten Fällen auf ein Netzwerk zurückgreifen. Devisen-Broker stellen in diesem Fall eine gute Alternative dar. Denn auch bei diesen ist der Handel 24 Stunden/7 Tage möglich. Wegen des erhöhten Risikos der schnellen Devisengeschäfte sollten sich jedoch nur erfahrene Anleger näher damit beschäftigen.

1. Januar 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.