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Wie die Einlagensicherung Sparer vor der Pleite bewahren

Es scheint das perfekte Horrorszenario: Nach der Pleite der Hausbank ist das mühsam Ersparte einfach futsch – und als Kunde schauen Sie in die Röhre. Das darf nicht passieren und – um es vorwegzunehmen – es passiert auch nicht.

Dafür stehen die verschiedenen Instrumente der Einlagensicherung der Banken, die von der EU und den nationalen Regierungen vorgeschrieben sind. Eines dieser Instrumente sind die so genannten Einlagensicherungsfonds, deren Art in Deutschland von der jeweiligen Form der Bank abhängig ist.

In Deutschland ist die Einlagensicherung abhängig von der Form der Bank. Neben privaten Banken wie der Deutschen Bank oder der Commerzbank gibt es öffentliche Banken wie die DKB Bank, Sparkassen und genossenschaftliche Volksbanken. Jede dieser Gruppen verfügt über ein eigenes Einlagensicherungssystem.

Wie Einlagensicherungsfonds bei Privatbanken die Spareinlagen ihrer Kunden schützen

Grundsätzlich sind Sparguthaben wie Tages- oder Festgelder einer Bank durch eine EU-Richtlinie gegen die Insolvenz der jeweiligen Bank geschützt. Diese Absicherung bezieht sich auf 100.000 € pro Kunde und Institut – bei Eheleuten erhöht sich der Schutz auf 200.000 €.


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Privatbanken unterliegen hierzulande in der Regel der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB). Die Schutzmaßnahme finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, die verwaltet werden als so genanntes unselbständiges Sondervermögen des Bundes.

Da dies jedoch unter Umständen nicht ausreicht, sind viele private Banken ebenfalls noch Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des BdB (Bundesverbandes deutscher Banken).

Auf diese Weise sind pro Kunde Spareinlagen oberhalb der gesetzlichen Einlagensicherung bis maximal 20 % des Eigenkapitals der entsprechenden Bank abgedeckt. Bis 2025 wird diese Grenze allerdings schrittweise auf 8,75 % verringert. Im Schadensfall besteht im Gegensatz zur gesetzlichen Einlagensicherung keinerlei rechtlicher Anspruch auf eine Entschädigung.

Einlagensicherungsfonds bei anderen Bankformen

Zusätzlich zu ihrer eigenen gesetzlichen Einlagensicherung (durch die Entschädigungseinrichtung des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands GmbH) sind viele öffentliche Banken Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB).

Nach eigenen Angaben erfolgen Leistungen des Einlagensicherungsfonds e. V. auf freiwilliger Grundlage nach der Leistungsfähigkeit des Fonds. Auch beim VÖB-Fonds besteht wie bei den privaten Banken kein Rechtsanspruch auf Leistungen in einem Schadensfall.

Landesbanken, Landesbausparkassen, Sparkassen und Genossenschaftsbanken gehören nicht den gesetzlichen Entschädigungseinrichtungen an. Stattdessen stützen sie sich nach dem Motto „alle für einen“. Diese Vorgehensweise wird als Institutssicherung bezeichnet. Theoretisch sind die Einlagen der Kunden dadurch in unbegrenzter Höhe abgesichert.

Deutsche Sparer müssen seit Mitte 2015 im Schadensfall keine Anträge mehr stellen. Sie werden automatische benachrichtigt. Die Frist, in der die Entschädigung erfolgen muss, beträgt 20 Tage.

Zusammenfassung: Neben der gesetzlichen Einlagensicherung existieren in der EU für private und öffentliche Banken unterschiedliche Formen von Einlagensicherungsfonds. Diese bieten einen zusätzlichen Schutz der Sparguthaben der Kunden vor der möglichen Insolvenz des jeweiligen Geldinstituts.

27. September 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.