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Wie die EZB deutsche Sparer enteignet

Jetzt ist es passiert: der erste Top-Manager aus Deutschland hat die Niedrigzins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) jetzt auch offiziell als finanzielle Repression bezeichnet.

Der Top-Manager, von dem ich spreche, ist der Allianz-Vorstands-Chef Oliver Bäte.

Bäte über die Niedrigzins-Politik der EZB

Er attackierte die Niedrigzins-Politik der EZB gegenüber dem Nachrichten-Magazin „Spiegel“ wie folgt:

„Was die EZB betreibt, ist finanzielle Repression.“ Die Notenbank halte die Zinsen unangemessen niedrig – auch auf Kosten von Lebensversicherungs-Kunden.

Das Ziel, dass die Geschäftsbanken so ihre Kredit-Vergabe ausweiten könnten, sei nicht erreicht worden.

Dennoch erwarten wir, dass die Zinsen noch 8 bis 10 Jahre auf diesem ultraniedrigen Niveau bleiben„, schätzt Bäte.

„Das schadet uns, unseren Kunden und der ganzen Volkswirtschaft.“


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Somit kritisierte Bäte nicht nur die aktuelle Zins-Politik der EZB, sondern räumte auch ein, dass die Zinsen noch auf Sicht mehrerer Jahre niedrig bleiben werden.

Was aber meint er genau mit „finanzieller Repression“ und warum werden deutsche Sparer, und damit vielleicht auch Sie, von der EZB enteignet? Diesen beiden Fragen gehe ich jetzt für Sie nach.

Finanzielle Repression: Die sanfte Art der Enteignung

Die sogenannte „finanzielle Repression“ ist eine sanfte Art der Enteignung. Dabei werden Staatsschulden weginflationiert. Regierungen und Notenbanken müssen dafür an 2 Stellschrauben drehen:

Zum einen müssen die Zinsen unter die Inflationsrate gedrückt werden. Diesen Trend können Sie seit Ausbruch der Krise beobachten.

In den USA liegt der Leitzins nach einer ersten Erhöhung im Dezember 2015 in der Bandbreite von 0,25 bis 0,5%. In der Eurozone liegt der Zins seit September 2014 bei 0,05%.

Zum anderen müssen die Regierungen dafür sorgen, dass die großen Investoren in der Zins-Falle gefangen bleiben.

Reformen wie Basel III und Solvency II sorgen dafür, dass Versicherungen und Banken große Teile des Anlagekapitals trotz der Null-Zins-Politik in Staatsanleihen investieren (müssen).

Liegt das Zins-Niveau über mehrere Jahre unterhalb der Inflationsrate, sinkt ebenfalls die Schulden-Quote.

Das sind die Folgen für Sparer

Wie drastisch die Folgen für Sparer sein können, hat bereits vor längerer Zeit Thomas Mayer, Ex-Chef-Volkswirt der Deutschen Bank vorgerechnet:

Bei einem Zinssatz von 0% und einer Inflation von 3% pro Jahr erleiden Sparer nach 20 Jahren einen Kaufkraft-Verlust von über 50%.

Das bedeutet: Das Geld liegt noch auf dem Konto, aber Sie als Sparer können dafür viel weniger Waren und Dienstleistungen erwerben als heute.

Was also tun?

Daher lautet meine Empfehlung: Meiden Sie Sparformen, die Renditen unterhalb der Inflationsrate abwerfen. Sie haben als Privatanleger die Wahlfreiheit.

„Langweilige“ und pflegeleichte Dividenden-Werte bieten Ihnen dank der hohen Ausschüttungen und relativ geringen Kursschwankungen einen Ausweg aus der finanziellen Repression.

Sie können in diesem Zusammenhang beispielsweise auf US-Konzerne wie Procter & Gamble, 3M oder Coca-Cola setzen.

Aber auch in Deutschland kommen einige Werte infrage. Dazu zählen u. a. die beiden DAX-Konzerne Fresenius und Linde.

18. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.