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Wie die IEX Börse den Handel mit Aktien verändert

Beim Hochfrequenzhandel auf dem Aktienmarkt wurden und werden auch heute noch Milliarden verdient. Dabei nutzen gewiefte Händler den Vorteil, den Hochleistungs-Computer bieten, um durch schnell ausgeführte Transaktionen kleinere Kursdifferenzen auszunutzen. Dabei gilt – wie so oft im Wirtschaftleben – die Menge macht´s.

Der Hochgeschwindigkeitshandel mit Aktien macht sich den Umstand zu Nutze, dass viele Orders von Wertpapieren nicht an einer einzigen Börse abgewickelt werden können. Dabei profitieren manche Broker, die über sehr leistungsstarke Rechner verfügen, von dem kleinen zeitlichen Vorsprung, der sich dadurch generieren lässt. Per Definition möchte die IEX Börse diese zeitlichen Differenzen eliminieren, um gleiche Chancen für Anleger herzustellen.

IEX Börse – per Definition für Chancengleichheit an der Börse

Die IEX wurde im Jahr 2013 gegründet und im August 2016 von der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde SEC zugelassen. Dem Namen nach beutet sie „Investors Exchange“ – Börse der Anleger. Die IEX hat den großen etablierten Aktienmärkten wie der NASDAQ und der NYSE den Kampf angesagt. Schließlich steckten diese nach Meinung ihres Gründers, Brad Katsuyama, mit den Hochfrequenzhändlern unter einer Decke.

Eigentlich müssten sich die wichtigsten Börsen der USA kaum  Sorgen machen. Denn bislang entfallen auf die IEX weniger als 2% des Volumens des amerikanischen Wertpapierhandels. Dennoch hat die noch übermächtige Konkurrenz mit allen Mitteln versucht, die Zulassung der neuen Plattform zu verhindern.


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Die IEX Börse: Unterstützung auf breiter Front

Die IEX wird von großen Pensionskassen, Fondsgesellschaften und unter anderem auch der Investmentbank Goldman Sachs unterstützt. Dagegen wehren sich Hochfrequenzhändler gegen die Kritik und ließen mitteilen, dass sie die Kosten für Anleger deutlich verringert und stets für einen liquiden Handel gesorgt hätten. Dabei ist umstritten, in welcher Größenordnung der Hochfrequenzhandel schädlich ist. Die Differenzen zwischen An- und Verkaufspreisen sei mittlerweile gesunken.

Immerhin wird die junge Börse als Bedrohung gesehen. Denn die NASDAQ plane eine Option für Anleger, die – nach einem ähnlichen Prinzip wie die IEX – mögliche Nachteile wettmachen soll, die aufgrund des Hochfrequenzhandels entstehen können. Fakt ist: Die IEX kann nunmehr stärker als zuvor bei den Transaktionen von Wertpapieren konkurrieren. Und sich darüber hinaus auch um Börsennotierungen bemühen.

Gefahr: Flash Crashs

Die Hochfrequenzhändler gelten als Hauptverursacher des so genannten Flash Crashs vom Mai 2010. Damals schwankte der Markt im Verlauf der europäischen Schuldenkrise extrem und der Dow stürzte innerhalb weniger Minuten um fast 1.000 Punkte ab. Es wird gemutmaßt, dass die Mega-Computer bei starken Marktbewegungen automatisch reagieren und die Abwärtsbewegung beschleunigen können.

Die gerade erst in den USA zugelassene IEX Börse hat dem Hochfrequenzhandel bei Aktien den Kampf angesagt. Inzwischen macht sie den etablierten Börsen in den Vereinigten Staaten Konkurrenz.

3. Januar 2017

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.