MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Wie die technische Analyse das Börsengeschehen erklärt

Wie kann ich schnell auf die Börsenentwicklung reagieren? Woran erkenne ich, ob ich Gewinne besser sichere, weil eine Trendumkehr bevorsteht? Wo gibt es Handelssignale? Die technische Analyse gibt Auskunft, gleich ob es um Aktien oder andere Basiswerte geht.

Technische Analyse: Prognose durch Rechenmodelle

Der Vorteil der technischen Analyse erklärt sich vor allem mit der nüchternen und emotionsfreien Vorgehensweise, die auf mathematischen Modellen beruht. Sie bilden das Vorgehen sowie die Stimmung an der Börse ab und erlauben anhand von grafischen Darstellungen einen Blick auf die bevorstehende Entwicklung.

Die technische Analyse ist das Gegenstück zur Fundamentalanalyse. Hier spielen Unternehmensinformationen und Kennzahlen keine Rolle. Gewinne, Renditen oder KGV bleiben außen vor. Die sind zwar wichtig, ersetzen aber nicht den Blick auf das Marktgeschehen.

Exakter als Fundamentalanalyse

Die Fundamentalanalyse kann mitunter zu Schlüssen führen, die von der Realität überholt werden. Ist etwa eine Aktie anhand der Kennzahlen überteuert, liegt es nahe, dass ein Aufwärtstrend am Ende ist. Doch was, wenn sich die Psychologie am Markt nicht danach richtet und der Aufwärtstrend weitergeht?

Hier kann die technische Analyse vor teuren Fehlern bewahren. Der Grund liegt in ihrer Prognosefähigkeit. Die beruht auf der Erkenntnis, dass sich in spezifischen Situationen bestimmte Verhaltensmuster häufig wiederholen.

Der historische Verlauf dient dabei als Basis. Die aktuelle Marktsituation wird mit verschiedenen grafischen Mustern dargestellt. Die Rechenmodelle interpretieren das Geschehen und geben Hinweis auf den kommenden Verlauf. Der Anleger sieht, wie er sich verhalten soll – Halten, Kaufen, Verkaufen…


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Die Aussagekraft ist unterschiedlich hoch und hängt vom jeweiligen Betrachtungsschwerpunkt sowie den eingesetzten Mitteln aus dem großen Spektrum der technischen Analyse ab.

Die Technische Chartanalyse mag umstritten sein. Allerdings gibt es immer mehr unwiderlegbare Charts, die eindeutig zeigen, wie gut Trendlinien funktionieren können. Wissenschaftlich bewiesen ist die Technische Chartanalyse aber noch nicht.

So funktioniert Chartanalyse

Sie teilt sich grob in zwei große Bereiche: Chartanalyse und Technische Indikatoren. Bei der Chartanalyse kommen verschiedene Chartanalyse-Tools zum Einsatz. Sie helfen Anlegern, den Überblick zu behalten, geben Orientierung und Kauf- bzw. Verkaufsignale. Anleger können entsprechend taktieren.

Will man beispielsweise erkennen, ob ein Aufwärtstrend vorliegt, so kann man etwa einen einfachen Balkenchart mit dem Kursverlauf einer Aktie nehmen und die Tiefpunkte über eine Linie miteinander verbinden.

An ihr erkennt man eine Trendlinie und unter Umständen den Punkt an dem der Trend sich umzukehren scheint. Um Fehler durch voreiliges Verkaufen zu vermeiden, können zusätzlich Stoppmarken gesetzt werden. Neben Trendlinien sorgen auch Unterstützungs- oder Widerstandslinien für Aufschluss.

Die verschiedenen Möglichkeiten, je nach Betrachtung, verschiedene Punkte zu markieren und zu verbinden, ergeben Chartmuster bzw. -formationen. Sie sind zahlreich und umfassen etwa Keilformationen, Schulter-Kopf-Schulter, Rechteck, Dreiecke, Wimpel oder Flaggen. Alle haben eine eigene Aussagekraft.

Kerzencharts sind unter Tradern besonders verbreitet. Candlestick-Charts unterscheiden sich von den Balken-Charts durch die Körper. Teils sind sie gefüllt, teils leer – negative Tage, positive Tage. Es gibt auch Kerzen ohne Körper: der Markt ist unentschlossen. Bei den Candlesticks geht es zudem um die Konstellation verschiedener Kerzen zueinander.

Abhängig davon, welche Bereiche sich überlappen oder berühren, entstehen Formationen mit verschiedenen Namen und Aussagen. Bei einer Dark-Cloud-Cover-Formation z.B. muss ein Anleger mit baldiger Trendumkehr rechnen. Wesentlich ist zwischen Trendbestätigungs- und Trendumkehrsignalen zu unterscheiden.

Überprüfung durch Technische Indikatoren

Die Erkenntnisse durch die Chartanalyse lassen sich durch technische Indikatoren überprüfen. Sie zeigen Kauf- und Verkaufsignale an. Abhängig vom Ansatz berechnen sie sich nach verschiedenen Schwerpunkten:

Gleitende Durchschnittslinie, Momentum, Trendbestätigung oder Relative Stärke. Zu den bekannten Indikatoren zählen etwa der Coppock-Indikator, der Chande-Momentum-Oscillator oder der Aroon-Indikator.

Fazit: In Sachen Erfahrung und Sicherheit

Die technische Analyse und vor allem die Chartanalyse ist für Anleger geeignet, die mit kurzfristigen, taktischen Entscheidungen Gewinne machen wollen. Wer sie für sich entdeckt, muss aber mit einer längeren Einarbeitungszeit rechnen.

Ein Mindestmaß an Erfahrung ist die Voraussetzung um eine befriedigende Erfolgsquote zu erzielen. Das Risikomanagement darf dabei nie außer Acht gelassen werden. Zudem sollte man sich nicht auf nur ein einziges Tool verlassen. Erfolgreiche Trader tun dies, orientieren sich aber meist an einigen wenigen, einfachen Mustern.

Letztlich ist die Technische Chartanalyse eine persönliche Sicht der Kurse und so kann es gut möglich sein, dass verschiedene Analysten zu unterschiedlichen Ergebnissen bei demselben Chart kommen. Als Privatanleger zieht man also am besten seine eigenen Schlüsse, bevor man blind der Technischen Chartanalyse anderer Marktteilnehmer folgt.

5. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.