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Wie edle Tropfen, Oldtimer und Co das Depot diversifizieren

  • Aufgrund von Niedrigzinsen sind viele auf der Suche nach Anlagealternativen.
  • Oldtimer, edle Tropfen und Kunst sind mögliche alternative Geldanlagen.
  • Gold und Immobilien sind eine Form Absicherung.

Bedingt durch die Nullzins-Politik der Notenbanken werfen Tagesgeld- und Festgeldkonten schon länger keine attraktiven Zinsen ab. Viele Anleger wenden sich daher zunehmend alternativen Geldanlagen zu.

Dabei geht es nicht nur um Aktien, Fonds oder ETFs, die vielen Anlegern aufgrund des Verlustrisikos immer noch als riskant erscheinen, sondern vielmehr auch um andere Sachwerte wie Oldtimer, Whiskys, Weine oder Kunstgegenstände, die im Laufe der Zeit an Wert gewinnen.

Als alternative Geldanlagen werden auch Gold, Immobilien und Solaranlagen gesehen, wobei vor allem die beiden letzteren Investments gut kombinierbar sind.

Oldtimer: Autos als Geldanlage

Oldtimer erfreuen sich zunehmender Beliebtheit als Wertanlage, lassen sich hierdurch nach Expertenschätzungen noch Renditen von 8 bis 9% pro Jahr erzielen. Doch auch hier ist Fachkenntnis gefragt und nicht jeder hat genügend Platz, um viele Fahrzeuge unterzubringen.

Zudem sind die Folgekosten (Wartungs- und Reparaturkosten) bei Oldtimern zu beachten, die sich schnell auf mehrere tausend Euro im Jahr summieren und damit die Rendite empfindlich schmälern können.

Whiskys und Weine – edle Tropfen als Kapitalanlage

Immer mehr Anleger entdecken auch Whiskys und Weine als Kapitalanlage. Der Grund: Die Preise für bestimmte Whisky- und Weinsorten sind in den letzten Jahren stark gestiegen.

Der Großteil des Weinhandels läuft über große Auktionshäuser wie Christie’s und Sotheby’s. Bei Weinen ist vor allem der Bordeaux begehrt. Auch die hohe Nachfrage nach erstklassigen Tropfen wie dem Pétrus und Châ­teau Mouton-Rothschild hat die Preise für diese Weine binnen weniger Jahre um bis zu 100% steigen lassen.

Anleger müssen wissen, dass beim Kauf von Qualitätsweinen über Auktionshäuser ein Aufgeld von mindestens 10% zum Zuschlagpreis anfällt. Dazu kommen in der Regel Lotgebühr, Umsatzsteuer sowie Fracht- und Transportversicherungskosten.

Auch bei Whiskys macht die Qualität den Preis. Bekannte Whiskymarken wie Macallan, Ardbeg, Bowmore und Springbank sind bei Sammlern begehrt – die Exklusivität erhöht auch hier den Preis.

Kunstmarkt gilt als schwierig

Bei Antiquitäten und Kunstgegenstände ist Fachkenntnis gefragt. Zwar wurde im Jahr 2012 Edvard Munchs „Der Schrei“ für eine Rekordsumme von umgerechnet 91 Mio. € im Auktionshaus Sotheby’s verkauft, doch der Kunstmarkt gilt als schwierig.

So lassen sich mit Kunstinvestments aus der Nachkriegszeit und der Gegenwart durchschnittliche Renditen von 8 bis 9% pro Jahr erzielen, doch der Kunstmarkt gilt als unkalkulierbar.

Die Risiken bei Kunstinvestments liegen insbesondere darin, die „Echtheit“ der Stücke nachzuweisen und zu erkennen. Eine 100%ige Sicherheit, dass man keine Fälschung ersteigert hat, gibt es nämlich nicht. Kleinanleger, die nur wenig über den Markt wissen, sollten in jedem Fall einen Berater hinzuziehen.

Gold als Depotbeimischung geeignet

Ausgelöst durch die Finanz- und Schuldenkrise hat Gold in letzten 15 Jahren wieder an Bedeutung gewonnen. Für Anleger, die ihr Vermögen absichern wollen, ist physisches Gold (Barren, Münzen) durchaus eine interessante Alternative.

Allerdings sollten Anleger maximal nur 15% ihres Vermögens in das gelbe Edelmetall investieren, denn Gold hat einen großen Nachteil: Es erwirtschaftet keine Zinsen und Dividenden, eine sichere Verwahrung kostet zudem Geld.

Eigengenutzte Immobile als Altersvorsorge

Bei der Commerzbank rechnet man damit, dass die Preise für Neubauten in Großstädten in den nächsten Jahren um 3 bis 5% steigen werden. Allerdings ist auch das „Betongold“ nicht gänzlich risikofrei. Schnell können Neben- und Instandhaltungskosten die Rendite schmälern.

Die eigengenutzte Immobile macht am meisten Sinn, können Anleger so im Alter mietfrei wohnen und den Lebensabend genießen. Wenn bereits eine Immobilie vorhanden ist, kann sich auch eine Investition in eine Solaranlage lohnen, denn auch hier sind nach wie vor Renditen von 6 bis 7% möglich – Voraussetzung man hat das richtige Dach (Südost-Ausrichtung).

Fazit: Alternative Geldanlagen machen durchaus Sinn, wenn das Kapital wohlüberlegt investiert wird. So können Anleger ihre Kapitalanlagebasis weiter diversifizieren und so das Risiko minimieren. Für viele Empfehlenswert ist die selbstgenutzte Immobilie, denn diese trägt maßgeblich zum Schutz vor Altersarmut bei.

20. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands