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Wie entsteht der Erdölpreis?

Für viele Verbraucher bedeuten die Ölpreise immer wieder ein großes Ärgernis.

Wenn der Heizöltank immer leerer wird und der Winter sich ankündigt heißt es, den richtigen Zeitpunkt für eine Öl-Bestellung abzupassen.

Auch an der Tankstelle ist man stets mit den Auswirkungen des Erdölpreises konfrontiert.

Dabei erschließt es sich nicht immer offensichtlich, weshalb die Preise schon wieder gestiegen oder überraschend gesunken sind.

Wie kommt es zu den Schwankungen des Preises und wie entsteht der Erdölpreis überhaupt?

Der Handel an den Ölbörsen

Erdöl variiert stark in der chemischen Zusammensetzung, der Energiedichte und letzten Endes in der Qualität. Deshalb gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Ölsorten.

Wenn von dem Ölpreis die Rede ist, ist meist eine der Referenzsorten gemeint. Dies ist beispielsweise für Europa die Sorte Brent, für Nordamerika die Sorte WTI.


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Zwar werden die unterschiedlichen Ölsorten zum Teil ohne Börsenbeteiligung gehandelt, der Preis richtet sich dennoch in der Regel nach den Preisen, die an den Ölbörsen festgestellt werden.

Als wichtige Börsen sind hier NYMEX (New York) und ICE Futures (London) zu nennen.

Der Ölpreis resultiert aus Angebot und Nachfrage. Dabei spielen jedoch viele verschiedene Faktoren eine Rolle.

Die Angebotsmenge und ihr Einfluss auf den Ölpreis

Das Angebot von Öl ist abhängig von den Fördermengen der einzelnen Förderstaaten. Einige der wichtigsten Staaten haben sich in der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) zusammengeschlossen.

Der Anteil der OPEC-Staaten an der weltweiten Ölfördermenge liegt bei etwa 40%, der Anteil an den weltweiten Erdölreserven liegt bei geschätzten 75%.

Dementsprechend einflussreich sind diese Staaten. Durch eine Erhöhung oder Verringerung der Fördermenge können sie direkten Einfluss auf den Ölpreis nehmen.

Da die weltweiten Ölreserven begrenzt sind, spielt auch die Sorge vor einer Verknappung eine bedeutende Rolle bei der Preisentwicklung.

Hier kann die Erschließung oder Entdeckung neuer Ölfelder zu einer Preissenkung führen. Andererseits wirken sich die begrenzten Vorräte generell jedoch preissteigernd aus.

Wirtschaftswachstum und politische Lage als Faktoren

Ein wichtiger Faktor bei der Bildung des Ölpreises ist die Nachfrage von Industrieländern und den sogenannten Schwellenländern, also Entwicklungsländern mit hohen Wachstumsraten.

Zum einen verbraucht eine wachsende Wirtschaft immer mehr Öl. Zum anderen steigt aber auch die Nachfrage der Bevölkerung immer weiter an, da sich beispielsweise immer mehr Menschen Autos leisten können.

Es gibt aber auch saisonale Ereignisse, die die Nachfrage beeinflussen. So ist der Ölverbrauch im Herbst besonders hoch, da dann viele Menschen ihren Heizölvorrat auffüllen.

Nicht zuletzt können auch politische Unruhen Einfluss auf den Ölpreis haben. Dabei kann es sich um tatsächliche Unruhen handeln oder auch um Unruhen, die sich anbahnen bzw. erwartet werden.

Handelt es sich um Unruhen in einem wichtigen Ölförderstaat, wird an den Märkten befürchtet, dass es zu Einbrüchen bei der Fördermenge kommen kann.

Hierbei spielt es häufig keine Rolle, ob es tatsächlich zu einem Förderengpass kommt oder nicht. Allein die Befürchtung und Erwartung reicht aus, um den Erdölpreis zu steigern.

13. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.