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Wie hat sich der Goldpreis historisch entwickelt?

Gold gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Geldanlagen. Das liegt vor allem daran, dass es als krisensicher und langfristig lohnend gilt. Als Kleinanleger sollte man jedoch beachten, dass sich Gold als kurzfristiges Investment nicht immer lohnt. Die Goldpreisentwicklung konnte seit der Jahrtausendwende zwar immer wieder Rekorde verzeichnen, doch ein Blick in die Vergangenheit zeichnet teilweise ein anderes Bild.

Die Gründe für das Auf und Ab bei der Goldpreisentwicklung sind vielfältig. Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die den Goldpreis beeinflussen und nach oben oder unten treiben können. Kennt man als Anleger die dahinterstehenden Mechanismen und die historischen Entwicklungen, so hat man eine gute Basis für ein erfolgreiches Investment geschaffen.

Historische Goldpreisentwicklung – 1970 bis 2001

1972 musste für eine Feinunze Gold zum ersten Mal seit über 100 Jahren wieder mehr als 50 US-$ gezahlt werden. Im weiteren Verlauf dieses Jahrzehnts setzte eine wahre Rally ein. 1973 wurde bereits die 100-US-$-Marke geknackt, 1979 die Marke von 500 US-$. Im Januar 1980 kostete die Feinunze bis zu 873 US-$ – dieser Höchststand wurde erst viele Jahre später wieder erreicht.


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Statt den starken Aufwärtstrend fortzusetzen, sank der Goldpreis bis Mitte 1982 auf rund 290 US-$. Unter anderem lag diese Entwicklung an einer erstarkenden US-Wirtschaft und an der Tatsache, dass die zuvor starke Inflation in den USA sich abschwächte. Anleger wichen also nicht mehr auf das krisensichere Edelmetall aus. Einen Tiefstand erreichte der Goldpreis 1999, als er bei rund 252 US-$ pro Feinunze lag.

Goldpreis von 2001 bis 2013

Seit dem Jahr 2001 wurde ein langanhaltender Anstieg des Goldpreises verzeichnet. Gründe hierfür sind beispielsweise die Nachfrage aus der Industrie und ein schwacher Dollar-Kurs. 2008 wurde erstmals die Marke von 1.000 US-$ geknackt, was aber noch lange nicht das Ende des Aufwärtstrends bedeutete.

Die Finanzkrise ab 2007 und die Staatsschuldenkrise im Euroraum ab 2009 verunsicherten viele Anleger. Vermehrt wurde Geld aus Wertpapieren abgezogen und in das vermeintlich krisensichere Gold investiert. Diese Nachfrage hatte zur Folge, dass eine Feinunze Gold im April 2011 erstmals mehr als 1.500 US-$ kostete. Das Allzeithoch von rund 1920 US-$ wurde im September 2011 erreicht.

Goldpreisentwicklung ab 2013

Der Höchststand von 2011 konnte bislang (Anfang 2014) nicht wieder erreicht werden. Im Gegenteil: Der Goldpreis gab kräftig nach und rutschte im April 2013 unter die Marke von 1.500 US-$. Die Gründe hierfür setzen sich erneut aus verschiedenen Aspekten zusammen.

Zum einen wurde erwartet, dass die USA ihre lockere Geldpolitik beenden würden. Viele Profi-Anleger zogen Geld aus Goldfonds ab und Banken senkten die Prognosen für das Edelmetall. Eine erwartete Erholung der US-Wirtschaft sorgte ebenfalls dafür, dass der Goldpreis weiter sank. Ein Blick auf die Aktienmärkte zeigt außerdem, wohin das viele Geld nun floss.

Viele Anleger, die zu spät auf den Gold-Zug aufsprangen, verloren in dieser Phase viel Geld. Die Experten sind sich uneinig, wohin die Reise in den kommenden Jahren geht. Klar wurde aber spätestens seit 2013: Als kurzfristige Geldanlage kann Gold durchaus riskant sein.

13. Januar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.