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Wie hoch ist der Wert Ihrer Fonds-Investition?

Über die Beliebtheit von Investmentfonds gibt es unter deutschen Anlegern verschiedene Ansichten. Während vor allem institutionelle Investoren kaum Berührungsängste kennen, tut sich ein Teil der Privatanleger manchmal etwas schwer mit dieser Anlageform.

Das kann mit schlechten Erfahrungen oder aber auch mit der mangelnden Kenntnis über diese Finanzprodukte zusammenhängen. An einer schlechten Transparenz kann es eher nicht liegen. Unter diesem Aspekt ist der Nettoinventarwert eines Fonds besonders wichtig.

Der Nettoinventarwert eines Fonds: erster Schritt zum Verständnis

Der Nettoinventarwert (NAV oder net asset value) ist die Basis sowohl für den Ausgabe- wie für den Rücknahmepreis eines Fonds. Von der jeweiligen Depotbank wird er wie folgt berechnet:

derzeitige Kurse für alle im Fonds befindlichen Wertpapiere

+ die Gesamtsumme der Barreserve

– die Kosten des Fonds


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= Nettoinventarwert

Der Nettoinventarwert wird danach durch die Zahl der aller ausgegebenen Fondsanteile geteilt. In der Regel steht nun bereits der Rücknahmepreis des Fonds fest. Allerdings ist bei eventuell anfallenden Rücknahmegebühren Vorsicht geboten.

Auch heute noch muss bei vielen Investmentfonds beim Ausgabepreis der Ausgabeaufschlag berücksichtigt werden. Der Ausgabepreis berechnet sich wie folgt:

Nettoinventarwert

+ Ausgabeaufschlag

= Ausgabepreis

Ein Beispiel: Der Nettoinventarwert (bzw. Rücknahmepreis) betragen 300 €, der Ausgabeaufschlag beträgt 5,0 %. Somit ergibt sich ein Ausgabepreis von 315 €.

Der Nettoinventarwert – Besonderheiten und Ausnahmen

Für 99 % aller Investmentfonds gilt: Der Nettoinventarwert ist eine reine Bewertung der Vermögensbestände des Fonds. Anhängig von der Erwartung in die zukünftige Entwicklung des Finanzprodukts gibt es in seltenen Fällen geringe Auf – oder Abschläge auf den Wert.

Daneben wird bei einer ebenfalls geringen Anzahl von Fonds eine Rücknahmegebühr erhoben, die aber in jedem Fall vom potenziellen Anleger kritisch betrachtet werden sollte. Denn sie kann keineswegs als üblich bezeichnet werden.

Einige Fondsgesellschaften erheben anstelle der durchaus unüblichen Rücknahmegebühr oft eine so genannte performance fee (eine erfolgsabhängige Vergütung). Auch diese sollte von Anlegern nur dann hingenommen werden, wenn sie sich im Hinblick auf Konkurrenzprodukte nicht als nachteilig erweist.

Bei den meisten Investmentfonds wie Aktien- oder Anleihefonds entspricht der Nettoinventarwert dem tatsächlichen Marktwert, was sich durch seine tägliche Berechnung erklärt. Ausnahmen zu diesem Sachverhalt gibt es eigentlich nur bei manchen Immobilienfonds, da der Wert der einzelnen Bestandteile oft nur geschätzt werden kann.

Bei geschlossenen Immobilienfonds kann es vorkommen, dass der Nettoinventarwert weit über dem eigentlichen Marktwert liegt. Dies liegt daran, dass der Marktwert hierbei nur über ihren Wert am so genannten Zweitmarkt ermittelt werden kann. Auf andere Art und Weise können die Anteile bei geschlossenen Fonds vor Vertragsende auch gar nicht zurückgenommen werden.

10. Dezember 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.