MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Wie hoch wird Ihre Rente ausfallen?

Umso älter man wird, umso interessanter wird es, wie hoch das Einkommen wohl einmal sein wird, wenn das Arbeitsleben beendet wird. Kein Wunder, für 30-jährige sind oft andere Dinge wichtiger. Trotzdem, irgendwann kommt diese Frage auf sie zu.

Bei der Berechnung der eigenen Rente kommt es auf die so genannten Rentenpunkte und den Rentenwert an. Fakt ist: Wer es versäumt, rechtzeitig genügend viele Rentenpunkte zu sammeln, erlebt eine böse Überraschung.

Rentenpunkte sammeln und auf Grundlage dessen das Altersruhegeld berechnen

Wer in der Zeit seiner Beschäftigung Rentenpunkte gesammelt hat, kann auf deren Grundlage die Höhe seiner Ruhegeldbezüge errechnen.

Für jedes Jahr, das ein Beschäftigter komplett gearbeitet hat, bekommt er von den gesetzlichen Rentenversicherungsträgern einen Rentenpunkt gutgeschrieben. Je mehr Rentenpunkte man sammelt, je üppiger fällt die Altersrente eines Tages aus.

Man einen vollen Rentenpunkt immer dann, wenn man in einem Jahr so viel verdient hat, wie ein Durchschnittsverdiener in Deutschland. Dabei handelt es sich um den Mittelwert der Verdienste alle Einzahlenden der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland.

Beispiel: Für 2007 gab es einen Rentenpunkt für ein jährliches Durchschnittseinkommen von 29.951, €, für 2010 von 31.444 €, für 2012 von 32.446 € und für 2015 von 2.917 € monatlich oder 34.999 € jährlich.

Wenn man in einem Jahr beispielsweise nur die Hälfte des Durchschnittseinkommens verdient, dann erhält man auch nur einen halben Rentenpunkt. Ist das Einkommen höher, so erhält man für dieses Jahr entsprechend mehr Rentenpunkte. Das bedeutet: Umso höher der Verdienst im Arbeitsleben ist, umso mehr Altersruhegeld gibt es später einmal.

Weitere Möglichkeiten Rentenpunkte zu sammeln

Extrapunkte, die ebenfalls für die Rente in Betracht kommen, gibt es in erster Linie für Zeiten für die Kindererziehung. Rentenberechtigte erhalten für ab dem 1.2.1992 geborene Kinder 3 Entgeltpunkte gutgeschrieben. Für Geburtenjahrgänge, die vor diesem Termin liegen, gibt es 1 Punkt.

Darüber hinaus werden die Rentenbeiträge eines Erziehenden zwischen dem 3. und dem 10. Lebensjahr des Kindes höher bewertet. Und wer mehr als 1 Kind hat, kann auf weitere Zuschläge hoffen.

Auch für Pflegedienste gibt es zusätzliche Rentenpunkte. Wer einen Angehörigen 14 Stunden pro Woche oder mehr pflegt, der in eine der 3 gesetzlichen Pflegestufen eingeordnet ist, für den zahlt die Pflegeversicherung diese Zeit Beiträge in die Rentenkasse ein.

Auch für Adoptiv- oder Pflegekinder können Rentenpunkte beantragt werden. Weitere Punkte gibt es für Ausbildungszeiten und Wehr- bzw. Zivildienst.

Beispiel für eine Rentenberechnung

Ein 65-jähriger Arbeitnehmer aus den alten Bundesländern hat über 45 Jahre hinweg das Durchschnittseinkommen verdient. Damit hat er 45 Rentenpunkte erworben.

Hieraus ergibt sich folgende Rechnung: 45 (Rentenpunkte) x 28,61 € (aktueller Renten-Wert) = 1.287,45 €. Demnach hätte dieser Rentner einen Anspruch auf 1287,45,- € monatliche Rente (brutto).

14. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.