MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Wie kann der Verlustvortrag bei der Einkommensteuer eingerechnet werden?

Die Einkommensteuer ist ein Thema, mit dem ein Großteil der deutschen Bevölkerung sich jedes Jahr wieder auseinandersetzen muss. Der Staat braucht Geld, um zu funktionieren, hierfür erhebt er Steuern auf das Einkommen seiner Bürger. Doch gibt es gibt auch Grenzen für die Erhebung der Einkommensteuer.

Ist das Einkommen einer Person so gering, dass die Zahlung der Einkommensteuer seine Existenz gefährden würde, schützt ihn der Grundfreibetrag. Dieser Freibetrag ist auch auf höhere Einkommen anzurechnen, je nach Einkommenshöhe mit einer unterschiedlichen Berechnungsgrundlage. Was ist aber, wenn keine positiven Einkünfte, sondern Verluste erzielt werden?

Durch den Verlustvortrag bei der Einkommensteuer zukünftige Gewinne geringer belasten

Dass ein Geschäftsjahr nicht mit Gewinn, also einem positiven Einkommen, abgeschlossen wird, ist nicht schön, kann aber vorkommen. In diesem Fall lassen sich die Verluste in der nächsten Abrechnungsperiode, in der wieder Gewinne erzielt werden, verrechnen. So kann die Belastung durch die Einkommensteuer zum Teil erheblich gemindert werden.

Beim Verlustvortrag in der Einkommensteuer kann realer wie auch buchhalterischer Verlust angerechnet werden

Nicht nur, wenn tatsächliche Verluste in einem Geschäftsjahr geschrieben werden, können diese durch den Verlustvortrag in das nächste Jahr übernommen werden. Bei der Einkommensteuer können auch buchhalterisch entstandene Verluste, wie etwa durch hohe Abschreibungen, zu einem negativen Ergebnis führen. Auch diese Verluste können durch den Verlustvortrag in der Einkommenssteuer des nächsten erfolgreichen Geschäftsjahres geltend gemacht werden.

Den Verlustvortrag bei der Einkommensteuer-Erklärung im Folgejahr angeben

Sind die Verluste so hoch, dass sie im laufenden Jahr nicht völlig verrechnet werden, erteilt das Finanzamt einen Verlustfeststellungsbescheid. Die so festgestellten Verluste können durch Angabe in der nächsten Einkommensteuer-Erklärung durch ein Kreuz auf Seite 1 beim Punkt „Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages“ und Ausfüllen der entsprechenden Anlage geltend gemacht werden.

Der Verlustvortrag erfolgt zusammen mit der regulären Einkommensteuer-Erklärung. Es gelten dieselben Fristen und Anforderungen wie bei der Abgabe einer Einkommensteuer-Erklärung ohne Verlustvortrag.

Verlustvortrag bei Einkommensteuer besteht bis zum Ausgleich fort

Nun kann es sein, dass auch im nächsten Jahr die erzielten Gewinne nicht ausreichen, um den Verlustvortrag des Vorjahres komplett anrechnen zu lassen. In diesem Fall kann der Verlustvortrag in das nächste Geschäftsjahr weiter übernommen werden.

Allerdings kann der Verlustvortrag nicht seitens des Steuerzahlers auf einen bestimmten Betrag begrenzt werden. Er wird – soweit möglich – immer in voller Höhe mit dem Einkommen verrechnet.

Bei sehr hohen Verlustvorträgen von über 1 Mio. € erfolgt der Verlustvortrag nur bis zu 60% des übersteigenden Gesamtbetrages der Einkünfte.

Verlustvortrag bei Einkommensteuer: Verlieren Sie nicht Ihre Verluste

Es gibt viele Gründe, die dazu führen können, dass ein Jahr mit Verlusten abgeschlossen wird. Bei kleinen Unternehmen und Einzelpersonen können schon sehr hohe Werbungs- oder Fahrtkosten zu einem solchen Ergebnis führen. Lassen Sie sich Ihre Verluste nicht entgehen. Der Verlustvortrag bei der Einkommensteuer bietet die Möglichkeit, die steuerliche Belastung zukünftiger Gewinne durch ihre entstandenen Verluste zu mindern.

5. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.