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So lange darf eine Überweisung maximal dauern

Die Überweisung, egal ob beleghaft oder elektronisch, ist in Deutschland eines der häufigsten Zahlungsmittel und dauert meist ein bis zwei Tage. Die Frage, wie lange eine Überweisung maximal dauern darf, wird dennoch häufiger gestellt.

Die Dauer dieser Form des Zahlungsverkehrs wird seit 2012 EU-weit deutlich kundenfreundlicher geregelt. Bei Überweisungen in Euro gilt seitdem für gewöhnlich eine Dauer von einem Bankgeschäftstag, bei Aufträgen zwischen verschiedenen Währungen hingegen maximal vier Geschäftstage.

Wird die Überweisung nicht elektronisch, sondern auf Papierform eingereicht, verlängern sich diese Fristen um jeweils einen Tag.

Überweisung: Wie lange es innerhalb einer Bank dauert

Deutlich kürzer wird der Zeitraum, wenn eine Überweisung zwischen zwei Konten einer einzelnen Bank durchgeführt werden soll. Bei einem Zahlungsverkehr innerhalb eines Kreditinstitutes gelten seit 2009 sehr strikte Regeln. Hier muss die Überweisung direkt nach Eingang des Auftrags durchgeführt werden.

Ausgenommen von diesen Fristen sind Aufträge, die am Wochenende, Feiertagen (einschließlich Heiligabend und Silvester) oder außerhalb der Geschäftszeiten eingehen. Diese werden erst am folgenden Werktag bearbeitet.

Fristbeginn meist vertraglich geregelt

Die Überweisungsfristen werden im Überweisungsgesetz (ÜG) und im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. Sie sind außerdem in den geschäftsinternen Bedingungen zum Überweisungsverkehr aufgeführt.


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Im Normalfall beginnt die Frist zum Zeitpunkt, an dem der Name des Begünstigten, seine Kontonummer, sein Kreditinstitut und alle weiteren zur Ausführung der Überweisung benötigten Angaben dem überweisenden Kreditinstitut vorliegen.

Einige Banken können diese Frist in ihren Geschäftsbedingungen jedoch auch an zeitliche Rahmenbedingungen geknüpft haben. Ist dieser Zeitraum – beispielsweise die Öffnungszeiten des Bankschalters – bereits verstrichen, verschiebt sich der Fristbeginn auf den folgenden Bankgeschäftstag.

Bankgeschäftstag ist ungleich Werktag

Ein Bankgeschäftstag ist dabei nicht mit dem Begriff „Werktag“ gleichzusetzen. Während ein Werktag auch den Samstag mit einschließt, beinhalten die Geschäftstage der Bank nur den Zeitraum von Montag bis Freitag.

Eine Überweisung, die am Freitag in Papierform bei der Bank eingeht, wird also meist erst am Montag gebucht – sofern ein ausreichendes Guthaben vorhanden bzw. ein ausreichender Kredit eingeräumt worden ist.

Überweisung: Wenn es mal wieder dauert

Doch nicht immer geht eine Überweisung reibungslos vonstatten. Viele Onlinehändler hören von ihren Kunden, das Geld sei schon vor mehreren Tagen überwiesen worden. Nicht immer steckt hier eine Ausrede dahinter.

Ein Beispiel: Peter Müller bestellt beim Onlineversand Kaffee&Co. eine neue Kaffeemaschine. Er überweist das Geld direkt am Bestelltag, welches beim Händler jedoch auch nach mehreren Tagen nicht auf den Kontoauszügen angezeigt wird.

Als Überweisender sollte Herr Müller sich nun schnellstmöglich an seine Bank wenden. Entweder ist seine Überweisung aus verschiedenen Gründen nicht bei seiner Bank angekommen und muss erneut abgegeben werden. Ist dies der Fall, kann die Angelegenheit meist schnell geklärt werden.

Herr Müller sollte jedoch in jedem Fall nachforschen, ab welchem Punkt der Überweisungsauftrag „verlorenging“ und ob nicht vielleicht ein Sicherheitsleck beim Online-Banking dafür verantwortlich sein könnte.

Alternativ kann es bei der Überweisung zu einem Fehler durch eine falsche Eingabe der Kontodaten von Kaffee&Co. gekommen sein, was sowohl Herrn Müller als auch der Bank passiert sein könnte. In einem solchen Fall kann die Bank das Geld zurückbuchen. Lag der Fehler jedoch bei Herrn Müller, werden hierfür unter Umständen hohe Gebühren fällig.

Sollte die Bank hingegen ohne schwerwiegenden Grund die vorgeschriebenen Fristen nicht eingehalten haben, muss sie den Geldbetrag für die Dauer der Verzögerung verzinsen und die Differenz dem Kunden gutschreiben. Der Zinssatz liegt hierbei fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz.

Vor- und Nachteile der schnellen Überweisung

Während die Überweisungen in der Vergangenheit also schon mal bis zu einer Woche in Anspruch nehmen konnten, zeigt sich die Neuregelung deutlich kundenorientierter. So können Kunden nun sicher sein, dass die Zahlung bei einer Bestellung im Internet bereits am Folgetag beim Verkäufer eingeht.

Einen Nachteil dieser Änderung gibt es jedoch laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: Falls es wegen falscher Kontoangaben zu einer Fehlzahlung kommt, kann diese künftig aufgrund der kurzen Fristen oft nicht mehr ohne weiteren Aufwand widerrufen werden.

13. Juni 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.