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Wichtige Information rund ums Kindergeld

Das Kindergeld, also das Geld, das für die Kinder innerhalb einer Familie ausgezahlt wird, gilt als eine Sozialleistung. Durch die Zahlung soll ein Nachteilsausgleich zwischen den unterschiedlichen Familientypen sowie gegenüber den Kindern geschaffen werden.

Weiterhin wird eine wirtschaftliche Stabilität und die damit verbundene Reduzierungen eines Armutsrisikos angestrebt, sowie die Unterstützung von Familien mit einem weiteren bestehenden Kinderwunsch.

Der Anspruch auf Kindergeld besteht ab der Geburt und endet mit dem vollendeten 18. Lebensjahr. Die Frage nach dem Anspruch auf Kindergeld bei Volljährigkeit stellt sich dementsprechend vor allem für Eltern mit Kindern, die älter als 18 Jahre sind. Das Kindergeld wird auf einen entsprechenden Kindergeldantrag, der bei der Familienkasse zu stellen ist, monatlich gezahlt.

Wenn das Kind nach dem 18. Lebensjahr eine Ausbildung und/oder ein Studium beginnt, kann bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres ein Antrag auf Kindergeld gestellt werden. Beispielsweise werden auch Praktika, die als einer Ausbildung ähnlichen Maßnahme angesehen werden, anerkannt. Dies gilt jedoch nur, wenn diese Maßnahme dem angestrebten Beruf zuträglich ist.

Seit 2012 keine Einkommensüberprüfung mehr

Die aufwändige Einkommensüberprüfung bei volljährigen Kindern unter 25 Jahren für Kindergeld und Kinderfreibeträge, entfällt seit dem Jahr 2012. Dadurch bleiben den Eltern beim Kindergeldantrag und bei der Einkommensteuererklärung für das Kindergeld aufwendige Nachweise erspart.


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Auch wenn das Kind während seiner ersten Berufsausbildung oder seines Erststudiums hinzuverdient, bekommen Eltern eine weitere volle Kindergeld Auszahlung. Schließt sich noch eine zweite Ausbildung an, treten allerdings Einschränkungen in Kraft.

Ist dies der Fall, wird nur noch Kindergeld gezahlt, wenn das Kind nicht mehr als zwanzig Wochenstunden regelmäßig arbeitet. Außerdem gilt diese Regelung nur bis zum 25. Geburtstag.

Die wichtigste Frage: Wie hoch ist das Kindergeld?

Bei der Auszahlung des Kindergeldes ist die Staffelung der Kindergeld Höhe nach der Anzahl der Kinder seit je her ein prägendes Element. In Deutschland werden für das erste und zweite Kind je 184 Euro gezahlt, für das dritte Kind 190 Euro. Für jedes weitere Kind werden 215 Euro ausgezahlt.

Das bedeutet also, dass insbesondere für Familien mit mehreren Kindern die Zahlung des Kindergeldes einen wichtigen Faktor bei der Bewältigung jeglicher finanzieller Verbindlichkeiten aufweist.

Monatsanfang oder -ende: Auszahlungstermine beim Kindergeld

Das Kindergeld wird während des jeweiligen Monats ausgezahlt, für welchen auch ein Anspruch besteht. Die genauen Auszahlungstermine für die monatliche Überweisung des Kindergeldes durch die Familienkassen werden durch die jeweilige Kindergeldnummer bestimmt.

Für den Zeitpunkt der Auszahlung ist die letzte Ziffer der Kindergeldnummer ausschlaggebend. Für die Kindergeldnummern mit den Endziffern 0 und 1 beginnen die Überweisungen am Anfang des Monats. Umgekehrt gilt für die Endziffern 8 und 9, dass die Auszahlungen am Monatsende stattfinden.

Regelung bei getrennt lebenden Eltern: Kindergeld auch ohne Sorgerecht

Der Bundesfinanzhof musste sich zuletzt mit einer Rechtsstreitigkeit auseinandersetzen, wie sie nach einer Trennung oftmals alltäglich ist: Welches Elternteil hat Anspruch auf Kindergeld? Im vorliegenden Fall hatte die Mutter das Sorgerecht, das 15-jährige Kind zog jedoch zu seinem Vater.

Erst nach einem Zeitraum von drei Monaten zog der Teenager wieder zurück zu seiner Mutter. Für diese drei Monate erhielt die Mutter kein Kindergeld von der Familienkasse, was zur Klage führte.

Der Bundesfinanzhof entschied jedoch, dass das Verhalten der Familienkasse absolut korrekt gewesen ist, da das Kind innerhalb dieses Zeitraums nicht bei der Mutter lebte und deshalb nach Paragraf 64 Abs. 2 Satz 1 EstG  vom Vater in dessen Haushalt aufgenommen wurde.

Außerdem sei nicht absehbar gewesen, dass der Teenager wieder zu seiner Mutter und somit in den sorgeberechtigten Haushalt zurückkehrt. Der Mutter stand deshalb kein Kindergeld zu, wobei der Bundesfinanzhof darauf hinwies, dass der Kindergeldanspruch unabhängig vom Sorgerecht ist.

14. Juni 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.