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Wie Privatanleger von der Wirtschaft in Lateinamerika profitieren

Lateinamerkas wirtschaftliche Entwicklung ist vor allem für Privatanleger interessant, besonders wegen dem abwechselnden Auf und Ab einiger Länder. Grundsätzlich steigt die Wirtschaftsleistung der Region südlich der USA. Aber natürlich sollten Investoren jedes Land genau betrachten, bevor sie investieren. So hatte das Schwellenland Brasilien in der Vergangenheit viele gute Jahre, aber auch unter einigen Rückschlägen zu leiden. Einen Nachbarn traf es deutlich drastischer: Argentinien musste vor kurzem erneut die Staatspleite verkünden.

Solche Unterschiede sind ganz normal und ein einheitliches Bild in puncto Wirtschaft zu zeichnen, ist für einen ganzen Kontinent nicht unbedingt einfach. Schließlich zählen unter anderem auch die Karibischen Inseln genauso zu Lateinamerika und dessen wirtschaftlicher Entwicklung. Deshalb sind die Möglichkeiten für Privatanleger sehr vielfältig. Wer gekonnt die kritischen Länder umschifft, kann sich über solide Investitionsgewinne freuen.

Bevölkerungsentwicklung in Lateinamerika

Wer sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung in Lateinamerika beschäftigt, kommt nicht umhin einen Blick auf die Einwohnerzahlen zu werfen. Immerhin ist dies eine der wenigen Werte, die in Lateinamerika konstant wachsen. Zum Vergleich: Im Jahr 1850 wohnten gerade einmal 30 Millionen Menschen auf dem Gebiet. 100 Jahre später, also 1950, waren es bereits 167 Millionen. Die aktuellsten Zahlen stammen von 2012 und geben die Einwohnerzahl in Lateinamerika mit 599 Millionen Menschen an.

Hinsichtlich der Wirtschaftsentwicklung in Südamerika gibt es unterschiedliche Prognosen. Bei der Bevölkerungsentwicklung sind sich aber alle einig: Das Wachstum wird weitergehen. Die Prognose von der UN für 2050 liegt bei 782 Millionen Menschen in Lateinamerika.

Armut in Lateinamerika geht zurück

Entscheidend für eine stärker werdende Wirtschaft sind viele Arbeiter – aber auch viele Arbeitsplätze. Die Menschen bekommen die Chance am wirtschaftlichen Erfolg zu partizipieren. So ist in den vergangenen Jahr die Armut in Lateinamerika immer weiter gesunken und auf dem tiefsten Stand seit 20 Jahren.

Was einerseits positiv klingt, ist für viele Einwohner aber trotzdem wenig hilfreich. Obwohl viele Arbeitsplätze geschaffen werden, leben immer noch mehr als 170 Millionen Lateinamerikaner in Armut. Das sind über 30 % der Bevölkerung.

Natürlich geht auch im Süden der USA die Schwere zwischen arm und reich auseinander. Das Ganze findet aber auf einem deutlich niedrigeren Einkommensniveau statt. Und genauso gibt es auch hier je nach Land Unterschiede.

So gibt es in Uruguay, Chile und Argentinien die geringste Armut mit jeweils rund 11 %. Dagegen fallen in Honduras 65 % und in Nicaragua 62 % der Bevölkerung in diese Kategorie. Es ist schwer, eine positive wirtschaftliche Entwicklung zu zeigen, wenn gleichzeitig mehr als die Hälfte der Menschen in Armut leben. Paraguay mit 56 % Armut ist ebenfalls kein Land, das vor Stärke strotzt.

Lateinamerika für Privatanleger

Wer in Lateinamerika investieren möchte, muss den Finger am Puls des Kontinents haben. Die unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen der einzelnen Länder bieten viele Chancen, aber eben auch Gefahren. Als eines der vielversprechendsten Schwellenländer ist Brasilien sicher für Anleger spannend. Jedoch gilt es auch hier auf den richtigen Einstieg zu achten. Die zahlreichen Rohstoffvorkommen können die Brasilianer langfristig unterstützen.

Ganz anders war die Situation in Argentinien. Auch hier konnten Spekulanten Geld verdienen, allerdings mussten sie auf fallende Kurse setzen. Die Staatspleite haben letztlich Hedgefonds verursacht, die einmal mehr gezeigt haben, wie mächtig derartige Anlageverwalter sein können.

Die Möglichkeiten für Anleger sind in Lateinamerika sind genauso vielfältig wie der Kontinent. So gibt es Investments in Bäume in Panama, eine erzwungene Insolvenz in Argentinien, florierende Ölquellen und Erze im Bergbau in Brasilien und natürlich auch noch die jeweiligen Währungen der Länder, auf die spekuliert werden kann. Vor lauter spannender Möglichkeiten gilt aber auch in Lateinamerika die Börsenregel für Anleger: Nur in das investieren, womit Sie sich auskennen und was Sie verstanden haben.

Für Privatanleger ist der einfachste Weg in Indizes oder große Unternehmen aus Lateinamerika zu investieren, um an der Entwicklung zu partizipieren. So kann beispielsweise auf den brasilianischen Index Bovespa spekuliert werden oder direkt auf den Ölriesen Petrobas.

26. September 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.