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Wie Privatleute per Mausklick zu Geldwäschern werden

Wenn Sie jemand darum bittet, eine Geldüberweisung von Ihrem Konto zu übernehmen und Ihnen das Geld dafür in die Hand gibt, würden Sie das tun?

Seien Sie gerade bei Geldangelegenheiten nicht zu gutgläubig

Angenommen, der Bittsteller begründet sein Anliegen damit, dass er gerade einen Urlaub in Deutschland verbringe, aber dringend das Geld an seine Mutter im Ausland überweisen müsse, da sie sonst ihre Miete nicht zahlen könne.

Hoffentlich lassen Sie sich nicht darauf ein, denn sonst könnten Sie wegen Geldwäsche strafrechtlich verfolgt werden.

Die Gutgläubigkeit vieler Menschen ist groß, und wenn sie auch noch für den kleinen Gefälligkeitsdienst honoriert werden, sinkt die Hemmschwelle sehr schnell.

Wenn das schnelle Geld lockt – Wie sie unabsichtlich zum Geldwäscher werden

Der Kontakt kommt meist wie zufällig zustande, entweder werden Sie direkt angesprochen, oder Sie erhalten eine E-Mail.

Seit neustem gibt es auch direkte Anwerbeversuche per Internet, wo nach Mitarbeitern für Finanztransaktionen gesucht wird.

Die Aufgabe ist einfach: Sie bekommen eine größere Summe Geld auf Ihr Konto überwiesen und sollen dieses abheben und auf ein Auslandskonto einzahlen.

Für diese Dienstleistung beteiligt Sie der Auftraggeber mit sechs bis zehn Prozent an der Summe. Verlockend, nicht wahr? Da gerät man doch schnell in Versuchung.

Auch und gerade bei als legal ausgewiesenen Transfergeschäften im Internet sollten Sie vorsichtig sein.

Was die wenigsten wissen: Bei den Geldern handelt es sich um Privatkontengelder, die von den Betrügern mit Phishing-Mails oder Trojanern geplündert wurden.


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Also mit betrügerisch ausgespähten Zugangsdaten von Bankkonten ahnungsloser Privatleute.

Durch Geldtransfers über mehrere Konten und den Bartransfer wird die Herkunft des Geldes verschleiert. Geldwäsche im klassischen Sinne: Die Herkunft wird als legal ausgegeben.

Sie machen sich schnell strafbar

Selbst wenn ein Finanzagent nicht wissen kann, woher das Geld stammt, macht er sich strafbar.

Das Annehmen und Weiterleiten solcher Gelder per Internet ist kein Kavaliersdelikt. Fließt für den Dienst als Finanzagent eine Provision, so gilt dies rechtlich sogar als gewerbsmäßig durchgeführtes Bankgeschäft und wirkt strafverschärfend.

Denn dafür wäre eine schriftliche Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erforderlich.

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Da es für Polizei und Banken extrem schwer ist, an die Hintermänner solcher Transaktionen heranzukommen, wurde das Geldwäschegesetz verschärft.

Die Banken sind laut Gesetz dazu verpflichtet, ihre Kunden wegen Geldwäsche anzuzeigen.

Dies kann immerhin mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren bestraft werden.

Liegen besonders schwerwiegende Umstände vor, können es sogar zehn Jahre werden. Und hier schützen auch Unwissenheit und Gutgläubigkeit nicht vor Strafe.

Vorsicht auch bei den neuen Methoden der Geldbetrüger

Inzwischen warten die Betrüger mit raffinierten Methoden auf, indem sie Tatsachen schaffen.

Sie überweisen das Geld einfach auf ihnen bekannte Kontoverbindungen, die zum Beispiel auf Rechnungen von Unternehmern, Ärzten und Handwerkern stehen.

Danach wird angerufen, mit der Bitte, einen kleinen Gefälligkeitsdienst zu übernehmen. In einem solchen Fall gilt: Sofort die Polizei und Ihre Bank informieren.

Denn nur so können Sie einer Verdachtsanzeige und damit einer möglichen Strafe entgehen.

Ihr

BKK-Unterschrift-Liemen

Dr. Erhard Liemen,

Chefredakteur von:

„Bankkunden – vertraulich“

„Der Deutsche Wirtschaftsbrief“

7. April 2006

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".