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So nutzen Sie Anleihenrenditen als Risikomaßstab

Niemand steht aktuell weltweit mehr im Focus der Medien als Russland mit seinem Staatschef Wladimir Wladimirowitsch Putin. Inzwischen werden selbst vergessene Begriffe wie „Kalter Krieg“ und gar „ möglicher Dritter Weltkrieg“ bemüht, um die Situation zu beschreiben.

Die politische Unsicherheit wächst und die Auswirkungen der politischen Bemühungen tangieren immer mehr auch die wirtschaftliche Perspektive und das Umfeld in Europa. Genau diesen Zusammenhang können Sie auch an den Kapitalmärkten ablesen. Wichtig: jede Art von Unsicherheit ist am Kapitalmarkt belastend für die meisten Kurse. Dies gilt sowohl für Aktien als auch für Anleihen.

Veränderungen der Anleiherenditen als Risikobarometer

Die Renditen von bestimmten Schuldnern ändern sich manchmal nur sehr wenig, andere steigen oder fallen deutlich. Das heißt konkret: Renditeveränderungen spiegeln das Risiko für jeden Anleger wieder, Geld zu verlieren. Insbesondere sieht man das mit Blick auf gleichlang laufenden Anleihen verschiedener Schuldner.

Dabei gilt: je höher die aktuelle Rendite eines Schuldners, desto höher ist das Risiko für den Anleger im Vergleich zu Schuldnern mit niedrigerer Rendite. Vor allem gegenläufige Entwicklungen bei verschiedenen Schuldnern deuten auf (starke) Veränderungen der jeweiligen „Sicherheitslage“ für Ihr (investiertes) Geld hin.

Das sind die Auswirkungen für Sie als investierter Anleger, wenn Renditen „ihrer“ Anleihen steigen oder fallen Sind Sie „investiert“, dann haben Sie als Anleger die jeweilige Rendite am Tag Ihres Geschäftes „gekauft“.


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Steigt in der folgenden Zeit die Rendite, dann fällt der Kurs ihrer Anleihe, Sie verlieren Geld. Umgekehrt gewinnen Sie bei fallenden Renditen. Bis ca. Mitte 2008 waren die Renditen von Deutschland und Griechenland (hier ein Beispiel der jeweiligen 10 Jahres-Renditen) vergleichbar hoch.

Anschließend trat eine Spaltung ein, die in der Spitze der Griechenlandkrise ihren Höhepunkt fand. Das vorläufige Ende ist bekannt: Inhaber von Griechenlandanleihen verloren sehr viel Geld.

Anschließend beruhigte sich die Situation. Wer Mitte 2012 sein Geld in 10-jährige Griechenlandanleihen anlegte, (zu Renditen von damals fast 30 Prozent) hat sein Geld aktuell auf Grund des dramatischen Renditerückganges für Griechische Staatsanleihen ungefähr verfünffacht.

Renditen für russische Anleihen steigen signifikant

Seit Ende 2013 steigen nun die Renditen russischer Anleihen, zunächst unscheinbar, inzwischen aber immer schneller. Vor kurzem sprangen sie sogar über die der vergleichbaren Anleihen Griechenlands. Diese Steigerung liegt alleine in der aktuellen politischen Situation Russlands begründet.

rendite

Die Renditen anderer Länder änderten sich wenig im gleichen Zeitraum. Einzige Ausnahme ist die Türkei, die aber ebenfalls seit Frühjahr letzten Jahres mit negativen Schlagzeilen in den öffentlichen Blickpunkt gerückt ist.

So hoch sind die aktuellen Renditen für 10 jährige Anleihen der risikoreichsten Länder in Europa

LandWertpapierkennnummer bzw. ISIN
Türkei: 9,6 %TRT270923T11
Ukraine: 10,2 %XS0917605841
Russland: 9,6 %RU000A0JU4L3
Griechenland: 6,4 %GR0128011682
Ungarn: 5,6 %HU0000402748
Portugal: 3,7 %PTOTEQOE0015

Zum Vergleich:

Land Wertpapierkennnummer bzw. ISIN
Deutschland: 1,5 %DE0001102333

Stand: 28.04.2014

Tendenz: grundsätzlich stabil seitwärts, nur bei Russland und der Türkei in den vergangenen Zeit stark steigend.

Unser Rat für risikobereite Anleger

Eine Investition in russische Staatsanleihen ist zum heutigen Zeitpunkt sehr risikoreich. Gerade wurde die Bewertung von Russland von den Ratingagenturen herabgesetzt.

Die Kreditwürdigkeit liegt nun nur eine Stelle über „Ramschniveau“.

Falls die politische Lage sich nicht entspannt, drohen weitere deutliche Kursverluste. Sollte sich allerdings eine dauerhafte Beruhigung abzeichnen, locken wahrscheinlich große Gewinne.

9. Juni 2014

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Stefan Waldmann
Von: Stefan Waldmann. Über den Autor

Stefan Waldmann arbeitet nach Bankausbildung und Studium der Volkswirtschaft und Sozialpsychologie seit über 20 Jahren im Kapitalmarktbereich einer großen deutschen Bank.