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Wie sich Personengesellschaft und Einzelunternehmen unterscheiden

Personengesellschaft und Einzelunternehmen stellen 2 unterschiedliche Rechtsformen dar. Eine Personengesellschaft muss immer aus mindestens 2 Personen bestehen. Diese haben sich zu einer Gesellschaft zusammengeschlossen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Bei einem Einzelunternehmen handelt es sich tatsächlich jeweils nur um eine einzelne Person.

Einzelunternehmen

Wie bei einer Personengesellschaft handelt es sich beim Einzelunternehmen auch um eine selbstständige Tätigkeit – allerdings eben nur von einer einzelnen Person. Es gibt viele Varianten von Einzelunternehmen, wobei die häufigsten Gewerbetreibende, Landwirte und Freiberufler sind. Selbst wenn mal als Einzelunternehmen Arbeiter anstellt, ändert das nichts an der Rechtsform.

Oft handelt es sich bei Einzelunternehmen auch um eingetragene Kaufleute. Die Abkürzungen dafür lauten e.K., e. Kfm. (bzw. e. Kffr. für eingetragene Kauffrau). Der Großteil der Unternehmen (etwa 70%) in Deutschland sind Einzelunternehmen. Somit ist die Masse zwar selbstständig, aber arbeitet für sich alleine. Die Statistik sagt jedoch nichts darüber aus, wie viele dieser Einzelunternehmen Angestellte beschäftigen.

Personengesellschaft

Hierbei handelt es sich um einen Zusammenschluss von mindestens 2 Personen. Die Personengesellschaft an sich ist zwar keine juristische Person, kann aber dennoch Rechte und Pflichten haben. Die üblichen Personengesellschaften sind:

  •  Offene Handelsgesellschaft (OHG)
  • Kommanditgesellschaft (KG)
  • Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
  • Partnerschaftsgesellschaft (für freie Berufe)
  • Stille Gesellschaft
  • Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung (EWIV)
  • Partenreederei

Die ersten beiden sind Personenhandelsgesellschaften. Eine GbR braucht beispielsweise kein Handelsgewerbe. Für den Betrieb einer OHG ist das wiederum Pflicht.

Haftung von Personengesellschaft und Einzelunternehmen

Sowohl Einzelunternehmen als auch Personengesellschaften haften mit dem gesamten Vermögen von Privatpersonen. Bei beiden Rechtsformen ist der Geschäftsführer identisch mit dem Inhaber. Bei der Personengesellschaft ist der Inhaber der Gesellschafter.

Ein Einzelunternehmen kann mit einem einfachen Gewerbeschein eröffnet werden und muss den Namen des Einzelunternehmers zwingend beinhalten. Einzelunternehmen werden auch gerne als Kleinunternehmen bezeichnet und bestehen aus einer einzigen Person.

Die Personengesellschaft besteht aus mindestens zwei Personen, die beide solidarisch haftbar sind. Die Personengesellschaft entspringt dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Gläubiger können Ansprüche sowohl an die Personengesellschaft als auch an jeden einzelnen Gesellschafter geltend machen.

Dagegen haften zum Vergleich Kapitalgesellschaften nur mit dem Vermögen der Gesellschaft. Geschäftsführer und Inhaber der Kapitalgesellschaft müssen auch nicht identisch sein.

Personengesellschaft und Einzelunternehmen

Personengesellschaft und Einzelunternehmen gibt es nicht als Rechtsform, jedoch können sich mehrere Einzelunternehmen zu einer Personengesellschaft zusammenschließen.

Für die Gründung einer solchen Personengesellschaft muss jeder Einzelunternehmer einen gemeinsamen Gesellschaftsvertrag aufsetzen und unterschreiben. Alle Erträge aus der Personengesellschaft müssen jeweils als Einkommen der Inhaber der Personengesellschaft versteuert werden.

17. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.