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Wie Sie an der Börse von Insider-Wissen profitieren können

Kaufen oder nicht kaufen? Das ist aktuell die Frage. Die Aktienmärkte haben sich in den vergangenen rund 16 Monaten prächtig entwickelt. Seit Juli 2012 ist der DAX von 6.000 auf bis zu 9.200 Punkte gestiegen. Herzlichen Glückwunsch, wenn Sie mit dabei waren!

Zu der Entscheidung, Aktien zu kaufen oder auch nur zu halten, gehörte in den vergangenen Jahren Mut, da wir in einer Welt voller Krisen leben. Aber auf 2 Punkte habe ich hier im „Einsteiger-Depot“ immer wieder hingewiesen:

1) Aktien waren und sind zum Teil noch immer fundamental günstig.

2) Angesichts der Null-Zins-Politik der Notenbanken fehlen die Anlage-Alternativen. Wer sein Geld quasi ohne Verzinsung in Staatsanleihen investiert oder auf Bankkonten liegen lässt, wird langsam aber sicher von der Inflation enteignet. Die Durchschnitts-Dividende der DAXWerte lag in diesem Jahr bei über 3% und schlägt damit fast jedes Zinsangebot. Kursgewinne sind der Extra-Bonus.

Die Überraschung: Aktienkurse größtenteils noch weit vom Allzeithoch entfernt

Die Argumente, die für Aktien sprechen, liegen auf der Hand, aber dennoch sind Privatanleger, Vermögensverwalter und Versicherungen kaum am Aktienmarkt vertreten. Die Begründung: Wer kauft schon Aktien, wenn sie Rekordkurse und ein Allzeithoch erreicht haben?

Was dabei übersehen wird: Der DAX hat zwar 2013 ein neues Allzeithoch erreicht, aber die Aktienkurse liegen zum Teil noch weit unter dem Kursniveau von 2000 oder 2007. Aber wie konnte der DAX dann 2013 ein neues Allzeithoch erreichen? Die Antwort: Der DAX ist ein Performance-Index und vereint die Aktienkurse der 30 DAX-Werte und (!) die gezahlten Dividenden.

Und in der Tat waren es die üppigen Dividenden-Ausschüttungen, die den DAX auf ein neues Rekordhoch getrieben haben. Wenn Sie die Aktienkurse betrachten, fällt die Bilanz anders aus. Der DAX-Kursindex, der die Kurse der 30 DAX-Werte anzeigt, notiert bei rund 4.800 Punkten. 2007 notierte der Kursindex bei über 5.000 Punkten, im Jahr 2000 sogar bei gut 6.000 Punkten.


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Obwohl die deutschen Unternehmen in den vergangenen Jahren Rekorde bei Umsatz und Gewinn erreicht haben und üppige Dividenden zahlen, fehlen noch etwa 1.200 DAX-Punkte bis zu einem Kurs-Rekord. Diese Betrachtungsweise zeigt, dass von einer „Überhitzung“ der Kurse noch keine Rede sein kann.

Investieren Sie wie die Unternehmens-Insider

In solchen Marktphasen wie der aktuellen gibt es eine gute Orientierung: Achten Sie darauf, wie die Unternehmens-Insider, die Personen aus dem Vorstand und Aufsichtsrat, agieren. Wenn ein Manager, der die Geschäftsentwicklung aus erster Hand kennt, jetzt noch in großem Stil Aktien des eigenen Unternehmens kauft, ist das oft ein Zeichen dafür, dass die mittel- und langfristigen Perspektiven gut sind.

Dann wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch der Aktienkurs steigen. Die Insider-Käufe geben Ihnen sogar 2 wertvolle Informationen:

1) Welche Aktien sollte man sich genauer ansehen?

2) Bis zu welchen Kursen kaufen die Insider?

Wie auch Sie von Insider-Informationen profitieren können

„Insidergeschäfte“ hinterlassen bei vielen Anlegern eine gewisse Skepsis. Doch das ist in vielen Fällen unbegründet. Ein Insider ist eine Person, die über kurserhebliche Informationen eines Unternehmens verfügt, bevor diese der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden. Zu diesen Personen gehören zum Beispiel Personen, die in größerem Stil am Kapital des Unternehmens beteiligt sind, oder Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder.

Insider-Informationen sind nach dem Wertpapierhandelsgesetz alle konkreten Informationen, die noch nicht veröffentlicht worden sind und die bei Veröffentlichung dazu führen können, den Börsenoder Marktpreis des Unternehmens zu beeinflussen. Hier einige konkrete Beispiele: Übernahmeangebote, Großaufträge, unerwartete Gewinnsteigerungen oder -einbrüche oder Insolvenzanträge.

Es muss klar zwischen verbotenen und legalen Insidergeschäften unterschieden werden. Zu den verbotenen Insidergeschäften gehören die Transaktionen von Insidern, die vor Veröffentlichung der Informationen mit Finanzinstrumenten (Aktien, Derivaten etc.) handeln, um bei der Veröffentlichung der Nachricht Profit aus der Kursbewegung zu schlagen.

Dieser Insiderhandel wird mit Freiheitsstrafen oder Geldstrafen geahndet. Einige Negativ-Beispiele gab es zuletzt in der amerikanischen Hedgefonds-Branche. Dort haben Fondsmanager geheime Informationen aus Unternehmen erhalten und diese erfolgreich für Geschäfte auf steigende oder fallende Kurse genutzt.

Die Börsenaufsicht kontrolliert

Um illegalen Insidergeschäften entgegenzuwirken, werden in Deutschland alle Börsengeschäfte von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mittels speziellen EDV-Programmen überwacht. Auffällige Kursbewegungen oder ungewöhnlich hohe Umsätze eines Finanzinstruments (z. B. Aktien) werden so entdeckt und nachverfolgt.

Wenn also zum Beispiel eine Gewinnwarnung erfolgt, der Aktienkurs einbricht und kurz vorher große Short-Positionen aufgebaut wurden, wird die Börsenaufsicht das untersuchen. Erfolgt ein Übernahmeangebot und der Aktienkurs schießt wie eine Rakete nach oben, wird ebenfalls untersucht, ob sich vorab Investoren mit diesen Aktien eingedeckt haben und welche Informationsquellen die Investoren genutzt haben.

Es existieren klare rechtliche Regeln

Börsennotierte Unternehmen sind dazu verpflichtet, über eine sogenannte Ad-hoc-Mitteilung zeitnah wichtige Informationen zu veröffentlichen. Seit dem 1. Juli 2002 besteht die gesetzliche Pflicht, Geschäfte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern börsennotierter Unternehmen und deren Familienangehörigen in Wertpapieren der eigenen Gesellschaft unverzüglich mitzuteilen.

Diese Mitteilung ist dann seitens der Gesellschaft unverzüglich zu veröffentlichen und wird als „Directors’ Dealings“ bezeichnet. Diese erlaubten Insiderkäufe und -verkäufe können Sie im Internet unter der Adresse www.bafin.de verfolgen.

Insider-Verkäufe müssen kein schlechtes Zeichen sein

Beachten Sie: Es muss nicht automatisch ein schlechtes Zeichen sein, wenn es bei einem Unternehmen mehr Verkäufe als Käufe gibt, da oft aufgrund von Mitarbeiterbeteiligungen oder Bonuszahlungen Aktien verteilt werden. Es ist völlig normal, wenn ein Manager irgendwann die als Gehaltsbestandteil erhaltenen Aktien (oder Aktienoptionen) an der Börse versilbert und in Geld umtauscht (verkauft).

Fazit: Neben Insider-Daten auch Fundamental-Check notwendig

Auch Sie können den Insider-Handel über die genannte Adresse verfolgen und davon profitieren. Sie sollten allerdings darauf achten, dass diese Daten nicht ein alleiniges Kauf- oder Verkaufsargument darstellen. Prüfen Sie stets auch die fundamentalen Daten vor einem Kauf oder Verkauf!

21. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.