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Wie Sie aus Durchschnittslinien Kaufsignale ableiten können

Die Ermittlung von Trendkanälen, deren obere und untere Begrenzungslinien durch die Hoch- und Tiefpunkte eines Charts verlaufen, ist eine Möglichkeit, günstige Kauf- und Verkaufssignale zu ermitteln.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, die kurzfristigen Ausschläge eines Charts nach oben oder unten durch die Berechnung so genannter gleitender Durchschnitte (GDL) zu glätten und sie mit der jeweiligen Kursentwicklung in Beziehung zu bringen.

Wie Sie Trends an einem Chart erkennen

Die am häufigsten verwendeten Durchschnittslinien sind die 38-Tage-, die 100-Tage- und die 200-Tage-Linie. Dabei wird die Summe aus den letzten 200, 100 oder 38 Kassaoder Schlusskursen gebildet und durch die jeweilige Anzahl der Kurse geteilt.

Die auf diese Weise erhaltenen Werte werden dann im Chart eingezeichnet. Dadurch wird bei der 200-Tage-Linie ein Langfristtrend erkennbar, bei dem jegliche kurzfristigen Schwankungen ausgeglichen sind.

Für eine Ableitung von Kauf- und Verkaufssignalen ergibt sich daraus aber auch ein Nachteil gegenüber der auf den vorhergehenden Seiten vorgestellten Dow-Methode:

Denn eine Trendveränderung macht sich erst sehr spät im Kurvenverlauf bemerkbar, wenn der Zeitraum zu groß gewählt wird. Deshalb sollten Sie zur Identifizierung einer Trendveränderung lieber die 100-Tage-Linie bevorzugen, wo sich Veränderungen sehr viel schneller zeigen.

Als Transaktionsannahme gilt: Ein Aufwärtstrend ist so lange intakt, wie die Kurse einer Aktie oder der Punktestand eines Börsenindexes oberhalb dieser Linie notieren. Wird die Linie dagegen in einer Abwärtsbewegung von oben nach unten durchbrochen, entsteht ein Verkaufssignal, das auf einen weiteren Kursrückgang schließen lässt.


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Umgekehrt gilt: Ein Abwärtstrend ist so lange intakt, wie die Aktie oder der Börsenindex unterhalb der Durchschnittslinie notiert. Wird die Durchschnittslinie von unten nach oben durchbrochen, müssen Sie dies als Kaufsignal werten.

Wie Sie Widerstands- und Unterstützungszonen richtig deuten

Als Widerstandslinie/-zone bezeichnet man ein Kursniveau oberhalb der jeweils aktuellen Notierung, auf dem in der Vergangenheit ein erheblicher Umsatz konzentriert war.

Da auf diesem Niveau eine große Anzahl von Aktien ihren Besitzer gewechselt hat, die die spätere Kursbewegung nach unten mitmachen mussten, besteht in dieser Region genügend Angebot, um einen weiteren Anstieg zum Halten zu bringen oder zu erschweren.

Viele auf diesem Niveau früher eingestiegene und vom späteren Kursverlauf enttäuschte Anleger sind bereit, auf dieser Höhe zu verkaufen, um wenigstens ihren „Einstandspreis“ zurückzuerhalten.

Andere Anleger sind der Meinung, dass auf dieser Ebene der Kurs vorerst ausgereizt sei. Häufig fallen die Kurse dann zunächst wieder zurück, ehe ein weiterer Anlauf genommen und die Widerstandszone später durchbrochen wird.

Gelingt es einer Aktie oder einem Börsenindex, Widerstände zu durchbrechen, ist dies ein starkes Kaufsignal. Die alte Widerstandslinie gilt dann als Unterstützungslinie für den darüber hinausgeschossenen Kurs.

Umgekehrt verhält es sich beim Durchbrechen einer Unterstützungslinie. In diesem Fall müssen Sie die ehemalige Unterstützungszone als Widerstandszone verstehen.

Checkliste: Mit diesen Regeln der Chartanalyse optimieren Sie Ihren Anlageerfolg

  • Da eine größere Anzahl von Börsenteilnehmern auf bestimmte charttechnische Signale reagiert, sollten Sie diese Reaktionen bei Ihren Transaktionen berücksichtigen. Deswegen müssen Sie Kauf- und Verkaufsentscheidungen in aller Regel nicht treffen, ohne zuvor einen Blick auf den Chart des entsprechenden Werts geworfen zu haben.
  • Nutzen Sie die Chartanalyse als Ergänzung zur fundamentalen Analyse einer Aktie oder eines Gesamtmarktes vor allem dazu, um günstige Ein- und Ausstiegszeitpunkte sowie Übertreibungen an der Börse nach oben oder unten ausfindig zu machen.
  • Setzen Sie eher auf die Analyse von Trends, Widerstandsund Unterstützungslinien als zu sehr auf die Deutung bestimmter Chartformationen, die sehr anfällig für Fehldeutungen sind.
  • Studieren Sie vor jedem Kauf einer Aktie deren Chart, und stellen Sie den langfristigen Trend (Primärtrend) der Kursentwicklung fest. Wenn Sie einen Trendkanal erkennen, prüfen Sie, in welchem Bereich (oben, Mitte, unten) sich der aktuelle Kurs der Aktie im Augenblick bewegt.Entscheiden Sie dann, ob es ratsam ist, mit dem Einstieg noch zuzuwarten. Entsprechend sollten Sie beim Verkauf einer Aktie vorgehen.
  • Achten Sie bei Ihren Anlageentscheidungen besonders auf die beschriebenen Unterstützungs- und Trendlinien. Verkaufen Sie bei einer Trendumkehr nach unten eher früher als später. Steigen Sie – umgekehrt – bei einem Ausbruch aus dem Trendkanal nach oben eher später als zu früh ein.
  • Wenn ein Aktienkurs sich weit von der 200- oder 100Tage-Linie entfernt, signalisiert dies eine Übertreibung. Es dauert dann meistens nicht sehr lange, bis eine (vielleicht sogar kräftige) Reaktion folgt, die Sie für günstige Kauf- oder Verkaufskurse nutzen sollten.

4. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.