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Wie Sie die Steuerfalle bei Fondsinvestments vermeiden

Fondsanleger kennen das: Wenn Sie ihre Anteile verkaufen, zwackt die deutsche Depotbank die Abgeltungssteuer direkt ab und leitet diese an das Finanzamt weiter. Das ist genauso ärgerlich wie unvermeidlich aber doch mit wenig eigener Arbeit verbunden.

Dennoch gibt es bei den Fonds Steuern eine Ausnahme, die von ihren Anlegern besondere Aufmerksamkeit und eigene Initiative erfordert. Vor allem Investoren von thesaurierenden Auslandsfonds sollten aufpassen.

Fonds Steuern: Der Fiskus ist immer dabei

Die deutsche Abgeltungssteuer in dieser Form besteht seit 2009 und spülte den Finanzbehörden 2013 rund 8,7 Mrd. € in die Kassen. Sie wird fällig für sämtliche Kapitalerträge und in der Regel von den Geldinstituten unmittelbar an den Fiskus abgeführt.

Die Höhe der Abgeltungsteuer ist relativ leicht erklärt: Sie setzt sich zusammen aus pauschal 25 % Steuern auf Kursgewinne, Dividenden und Zinsen zuzüglich Solidaritätszuschlag und falls zutreffend Kirchensteuer. Da die Abgeltungssteuer für alle Kapitalerträge gilt, muss sie natürlich auch für die Erträge von Investmentfonds gezahlt werden.


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Steuern bei Fonds – Achtung bei Sonderfällen

Fondsanleger von thesaurierenden Auslandsfonds müssen gegenüber dem Finanzamt besonders vorsichtig sein. Sie sollten lieber 2 Mal hinsehen, wenn sie ihre Steuererklärungen angeben. Selbst dann, wenn sie ihre Finanzprodukte bei einer inländischen Bank verwahren lassen.

Denn normalerweise müssen sie diese in der Anlage KAP der Steuerklärung angeben. Schließlich können ausländische Fondsgesellschaften nicht dazu verpflichtet werden, als Handlanger der deutschen Finanzbehörden tätig zu werden und Abgeltungsteuer abzuführen.

Daher ist die Mehrarbeit bei thesaurierenden Auslandsfonds, deren Erträge ja nicht jährlich ausgeschüttet werden, in aller Regel erforderlich die einbehaltenen Erträge in der Anlage KAP alljährlich in ihrer Steuererklärung selbst anzugeben.

Vorsicht: Beim Verkauf der Fondsanteile führt die depotführende Bank die Abgeltungssteuer auf den gesamten Gewinn ab. Damit bei thesaurierenden Auslandsfonds keine doppelte Besteuerung droht, müssen sich Anleger dieses Geld über die Steuererklärung zurückholen.

Ausnahmen bei den Sonderfällen der Fondsbesteuerung

Nach dem Bundesverband Investmentfonds (BVI) ist die Erklärung der Gewinne bei thesaurierenden Auslandsfonds nicht erforderlich, wenn die Kapitalerträge deutlich unter dem Sparer-Pauschbetrag von 801 € bei Ledigen und 1.602 € bei Verheirateten liegen oder die Veranlagung betreffenden Einkommensgrenzen nicht überschritten werden.

Laut BVI liegt eine weitere Ausnahme vor, wenn Verluste aus anderen Kapitalanlagen angefallen sind und diese verrechnet werden dürfen. Wenn also insgesamt keine steuerpflichtigen Gewinne oder Erträge im Veranlagungsjahr erzielt wurden.

Aber auch für Anleger, die Gewinne ihrer thesaurierenden Auslandsfonds versteuern müssen, gibt es hier noch einen wichtigen Hinweis. So gut wie alle Fondsgesellschaften stellen sämtliche Steuerdaten zu ihren Fonds für geplagte Investoren auf ihrer Website zur Verfügung.

18. Januar 2016

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.