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Wie Sie Ihr Renten-Konto auf den neuesten Stand bringen

Heutzutage ist völlig normal, wenn ein PC von Zeit zu Zeit für irgendein Programm ein Update verlangt. Denn nur so kann gewährleistet bleiben, dass der Anwender auf dem neuesten Stand bleibt. Nicht anders verhält es sich bei der Rente.

Um etwaige Lücken in der Versicherungsbiografie eines Versicherten aufzuspüren, ist die so genannte Kontenklärung bei der Rente unabdingbar. Denn nur so kann beispielsweise bei einem Antrag auf eine Rente wegen Erwerbsminderung die Höhe der Leistung ohne lange Wartezeiten festgestellt werden.

Kontenklärung bei der Rente – fehlende Zeiten im Versicherungsverlauf aufspüren

Alle Mitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten, wenn sie das 43. Lebensjahr erreicht haben, auto­matisch den entsprechenden Versicherungs­verlauf zuge­schickt. Darin teilt die Rentenversicherung seinen Mitgliedern mit, welche Zeiten ihnen angerechnet werden.

Anhand dieses Dokuments kann jeder Rentenberechtigte prüfen, ob dort all seine Versicherungszeiten erfasst sind oder ob es möglicherweise Lücken gibt. Abgesehen vom automatischen Versicherungsverlauf kann dieser auch jeder­zeit bei der Renten­versicherung angefordert werden.

Besonderes Augenmerk sollte man dabei richten auf

  • Schul­zeiten ab dem 17. Lebens­jahr
  • die komplette Berufsausbildung
  • Arbeitslosigkeit
  • längere Krankheit mit Krankengeldbezug
  • Zeiten der Kindererziehung.

Antrag auf Kontenklärung stellen – so geht´s

Wer sich bei seinem Versicherungsverlauf unsicher ist oder Fehler und Lücken erkannt hat, sollte als nächsten Schritt bei der gesetzlichen Rentenversicherung einen Antrag auf Kontenklärung stellen. Ein Formular dafür kann entweder schriftlich oder telefonisch unter der kostenlosen Telefonnummer   0800/10004800 angefordert werden.

Darüber hinaus kann dieser Antrag auch bei der Deutschen Rentenversicherung als pdf oder für jüngere Jahrgänge ab 1979 hier heruntergeladen werden. Ferner ist es auch möglich einen entsprechenden Antrag auf www.deutsche-rentenversicherung.de unter dem Such­begriff Kontenklärung online auszufüllen und abzuschicken.

Was bei einem Antrag auf Kontenklärung der Rente noch zu beachten ist

Wer den Antrag bei seiner zuständigen Rentenversicherung einreicht, sollte beglaubigte Kopien der fehlenden Nach­weise über die Versicherungs­zeiten beifügen. Dies sind beispielsweise Belege wie Schulzeugnisse, Ausbildungsnachweise oder Geburtsurkunden von Kindern.

Auch wenn keine Nachweise mehr zu beschaffen sind oder diese nur in nicht beglaubigter Form vorliegen, kann dennoch ein Antrag auf Kontenklärung gestellt werden. In diesem Fall recherchiert die Rentenversicherung auf eigene Faust, da sie gesetzlich dazu verpflichtet ist, damit die Versicherten ihren vollen Rentenanspruch erhalten.

Dann kann der Antrag auf Kontenklärung wie erwähnt online oder postalisch abgeschickt werden. Versicherte können diesen aber auch persönlich bei einer Rentenberatungsstelle abgeben. Im letzteren Fall braucht man dort statt der beglaubigten Nachweise nur die Originaldokumente vorzulegen.

In jedem Fall sollte der Antrag auf Kontenklärung rechtzeitig gestellt werden. Die Gewährung der Leistung kann auf diese Weise beschleunigt und unnötige Wartezeiten vermieden werden.

8. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.