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Wie Sie von einer möglichen Zinswende in den USA profitieren

James Bullard, einer der führenden US-Notenbanker, rechnet mit einer deutlich anziehenden Inflation in den USA. Damit deutet sich immer mehr eine Zinswende in der Geldpolitik an.

Bislang flutet die Zentralbank den Markt mit billigem Geld, um den wirtschaftlichen Aufschwung zu fördern. Bei einer weiter steigenden Inflationsrate der USA wird sie die Leitzinsen jedoch anheben, Kredite würden sich dadurch verteuern. Doch was würde das für Sie als Anleger bedeuten?

Inflationsrate in USA erreicht von FED gewünschte Obergrenze

Wenn man von der Inflation in den USA spricht, ist meist die Inflation auf der Grundlage des Verbraucherpreisindex (VPI) gemeint. Der amerikanische VPI gibt eine Preisentwicklung eines Standardpakets an Waren und Dienstleistungen wieder, die amerikanische Haushalte zu Konsumzwecken kaufen.

Inflation bedeutet nun ein Ansteigen der Preise für diese Waren und Dienstleistungen in einem festgelegten Zeitraum. Im Mai 2014 stieg die Inflation in den USA auf 2,1% an.

Damit ist die von vom Federal Reserve System (FED), der Zentralbank der Vereinigten Staaten, angestrebte Inflationsrate von 2% erreicht und ein weiteres Ansteigen der Inflation in den USA macht eine Zinswende in der Geldpolitik wahrscheinlich.

Restriktivere Geldpolitik ließe Zinsen steigen

Wenn die FED die aktuellen Leitzinsen von 0 bis 0,25% erhöhte, deutete sie damit eine einschränkende Geldpolitik an. Diese würde dazu dienen, bei einem robusten Wirtschaftswachstum die damit wachsende Inflationsgefahr einzudämmen.

Bei einer Anhebung der Leitzinsen gäben Kreditinstitute ihre damit verbundenen gestiegenen Kosten an ihre Kunden – Verbraucher und Unternehmen – weiter.

Kreditinstitute könnten sich dann nur noch zu höheren Kosten bei der Zentralbank refinanzieren. Dies würde sich in gestiegenen Kredit- und Guthabenzinsen der Kreditinstitute niederschlagen. Demzufolge könnten auch Sparer mit höheren Zinsen rechnen.

Auswirkungen für Anleger

Mit steigenden Zinsen werden festverzinsliche Wertpapiere für Anleger aber wieder interessant. Diese werden ihr Kapital aus den Aktienmärkten zum Teil abziehen und in Rentenpapiere investieren.

Daraufhin werden die Kurse an den Aktienmärkten voraussichtlich nachgeben, da die Nachfrage nach Aktien zurückgeht. Zudem hätten Anleger mit Rentenpapieren wieder eine sichere Anlagealternative zu Immobilien, deren Preise gerade in Deutschland – zumindest in Ballungszentren – bereits als überhitzt gelten.

Zudem sind Immobilien als Geldanlage wenig liquide, das heißt, ein möglicher Verkauf ist mit viel Aufwand verbunden und kann länger dauern, wenn man einmal kurzfristig Geld braucht.

Zinswende ließe Aktien- und Immobilienmärkte abkühlen

Eine Zinswende aufgrund der steigenden Inflation in den USA ließe festverzinsliche Wertpapiere auf Dauer wieder interessant werden. Außerdem würden sich sowohl die Aktien- als auch die Immobilienmärkte dadurch abkühlen.

Wenn festverzinsliche Wertpapiere wieder interessant sind, können Anleger Investments vornehmen, die sowohl sicher als auch liquide sind bei einer gleichzeitig zufriedenstellenden Rendite. So können sie beispielsweise ihre Reserven wieder sicher anlegen, ohne dass diese von der Inflation aufgezehrt werden.

14. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Dr. Jürgen Nawatzki
Von: Dr. Jürgen Nawatzki. Über den Autor

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre war Dr. Jürgen Nawatzki u. a. als Finanzberater tätig und hat individuelle Lösungen zur Vorsorge, Immobilienfinanzierung und zum Kapitalaufbau für Privatkunden entwickelt. Als Autor möchte er seinen Lesern Informationen und Hintergrundwissen zu Wirtschafts- und Finanzthemen liefern.