MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Wie verschiedene Orderzusätze Ihr Trading optimieren können

Bei Orderzusätzen handelt es sich um eine Ergänzungsvereinbarung zu einer normalen Wertpapierorder, bei der weitere Angaben gemacht und eingehalten werden müssen.

Neben den klassischen Orderarten und deren Beschränkungen können weitere Zusätze mitunter hilfreich sein. Bei vielen Brokern wächst die Zahl der möglichen Orderzusätze regelmäßig. Dabei ergeben sich auch immer neue Spielereien, die jedoch für „normale“ Trader eher hinderlich als förderlich sind.

Orderzusatz Immediate or Cancel – jetzt oder nie

Eine Order mit dem Zusatz IOC (Immediate-or-cancel) bedeutet, dass der Kauf- oder Verkaufauftrag nur unmittelbar (immediate) und dabei so vollständig wie möglich ausgeführt. Der nicht ausgeführte Teil des Gesamtauftrages wird im Anschluss gelöscht (cancel).

Dieser Zusatz ist für Trader geeignet, die eine Ausführung ihres Auftrages auch dann wünschen, wenn nur eine Teilstückzahl zu den Konditionen der Auftragserteilung abgewickelt werden kann. Also etwa wenn statt der gewünschten 1.000 Aktien zu dem gewünschten Preis nur 600 erworben werden können. Die Order der verbleibenden 400 Aktien wird dann gelöscht.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Dies bedeutet in der Praxis: Bei einer Transaktion mit einer hohen Stückzahl, ohne vorherige Eingabe des Zusatzes IOC, kann die Order sehr lange offen stehen bleiben und kommt womöglich gar nicht zur Ausführung, obwohl vielleicht ein Teilumsatz gemacht werden könnte.

Wird der Zusatz IOC angegeben, so kommt es unter Umständen zu einer Teilausführung und man hat zu den vereinbarten Konditionen immerhin eine bestimmte Menge umgesetzt. Der weitere offene Teil der Order wird anschließend gelöscht und man muss über den Restbetrag eine neue Order einstellen.

Fill or Kill – nur vollständige Ausführungen

Ein Gegensatz zu der Orderoption „Immediate or Cancel“ ist der Zusatz FOK (Fill or Kill). Dieser kann nur in Verbindung mit einer Limiteingabe erfolgen. Dabei werden die Wertpapierorders nur ausgeführt, sobald das jeweilige Limit erreicht wurde und zusätzlich der Auftrag vollständig (Fill) ausgeführt wird.

Andernfalls wird die Order sofort gelöscht. Das bedeutet, dass eine Fill or Kill-Order nie gesplittet wird, wie das bei der IOC der Fall ist.  Dieser Zusatz wird bei hohen Handelsvolumina sinnvoll.

Der Zusatz „Fill or Kill“ gilt nur für tagesaktuelle Orders, ein länger laufendes Limit, auch nur bis zum Folgetag, kann mit diesem Zusatz nicht erteilt werden. Da keine Teilausführungen möglich sind, wird er häufig benutzt, um bewusst Teilausführungen zu verhindern.

Zum Beispiel um die mehrfache Berechnung von Mindestpreisen, wie Sie bei vielen Banken für eine Aktien-Order anfallen, zu verhindern. Denn es besteht theoretisch die Gefahr, bei einer Order über 50 Aktien nur zwei Stück zu erhalten und für diese dann aber die Mindestgebühr bezahlt zu haben.

Orderzusätze für Privatanleger eher selten notwendig

Es gibt unterschiedlichste Orderzusätze, die für spezielle Marktsituationen sinnvoll sein können. Die Regel ist dies jedoch nicht. Als Privatanleger kommt man wohl eher selten in die Situation, eine so große Stückzahl an Aktien kaufen oder verkaufen zu wollen, dass diese nicht im Markt vorhanden sind.

Bei Nebenwerten oder exotischen Titeln kann es allerdings schon mal vorkommen, dass auf spezielle Orderzusätze zurückgegriffen werden muss.

20. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.