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Wie viel dürfen Rentner dazuverdienen?

Wer sein Leben lang gearbeitet hat und dann ins Rentenalter kommt, dem fällt es oft schwer, den Motor von 100 auf 0 zu bremsen. Bei nicht wenigen fällt auch die gesetzliche Pensionsleistung zu gering zum Leben aus – Grund für viele Rentner, auch im Pensionsalter dazuverdienen zu wollen.

Grundsätzlich ist eine Nebenerwerbstätigkeit möglich, wenngleich dabei ein paar Dinge beachtet werden sollten.

Als Rentner dazuverdienen: Was zu beachten ist

Abhängig von der Art des Rentenbezugs gelten einige Einschränkungen bezüglich der Verdiensthöhe und der Arbeitszeit. Zu unterscheiden ist zum einen, ob der Anspruchnehmer gesetzlich oder privat rentenversichert ist.

Bei den meisten privaten Rentenversicherungen ist ein Nebenerwerb jederzeit möglich und dem Versicherten steht ein Anspruch auf Pension ab dem vertraglich festgelegten Alter ohne Einschränkung zu. Dabei macht es keinen Unterschied, ob dieser vor oder nach dem Rentenalter erwerbstätig ist. Anders sieht es da bei den gesetzlich  rentenversicherten Dazuverdienern aus.

Mit Erreichen des gesetzlichen Renteneintrittsalters darf der Pensionär jeden Nebenjob annehmen, ohne dass die zusätzlichen Einnahmen mit seinem Anspruch verrechnet werden. Dies liegt darin begründet, dass die staatliche Rente keine Sozialleistung, sondern einen Rechtsanspruch darstellt,der durch regelmäßige Beitragszahlungen erworben wurde.

Dieser Rechtsanspruch ist jedoch an eine gesetzlich festgelegte Altersgrenze gebunden, die im Verlauf der letzten Jahre auf nunmehr 67 Jahre erhöht wurde. Das bedeutet: Rentenversicherte, die vor Erreichen dieser Grenze in Ruhestand gehen und die staatlichen Rentenleistungen in Anspruch nehmen, dürfen eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten.

Frührentner: 450 € als Limit

Das Einkommen von Frührentnern darf in der Regel 450 € pro Monat nicht überschreiten. Pro Kalenderjahr kann dieses Limit jedoch in maximal zwei Monaten um bis zu 450 € überschritten werden. Alles, was darüber hinausgeht, wird auf das Altersgeld angerechnet.

Wer also mehr als 450 € verdient, muss dies der Rentenversicherung melden. Dann bekommt der Pensionär nicht mehr die volle Rente, sondern je nach Nebenverdienst lediglich eine Teilrente. Diese Teilrenten sind pauschal unterteilt zu ein Drittel, der Hälfte und zwei Drittel. Übersteigt der Hinzuverdienst also das Limit um nur 1 € pro Monat, wird die Vollrente um mindestens ein Drittel gekürzt!

Erhält der Rentner zu seiner Rente jedoch zusätzliche Zahlungen, etwa Hartz IV-Leistungen, wird der Verdienst des Nebenjobs dieser Aufstockung angerechnet und diese mitunter gekürzt.

Auch Rentner zahlen Steuern

Die Nebeneinkünfte, die Rentner dazuverdienen, müssen versteuert werden – es sei denn, die Steuer wird (wie bei vielen 450 €-Jobs) bereits pauschal abgerechnet.

Andernfalls müssen Altersrentner von ihrem Nebenverdienst Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung abführen. Anteile für die Arbeitslosen- oder Rentenversicherung gehen jedoch nicht davon ab – es ist also nicht möglich, seine Bezüge als Rentner nebenbei weiter aufzustocken.

19. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.