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Wie viel Rentner zur Pflegeversicherung beitragen müssen

Früher war vieles einfacher: Mit dem Beginn des Ruhestands brauchten Rentnerinnen und Rentner keine Beiträge zur Kranken- oder Pflegeversicherung mehr zu leisten. Diese Zeiten sind vorüber. Heutzutage werden auch Bezieher von Altersruhegeld kräftig zur Kasse gebeten. Wie viel dies im Einzelfall ist, hängt vom Einkommen des Einzelnen ab.

Was versteht man unter der Pflegeversicherung?

1995 wurde in Deutschland die so genannte Pflegeversicherung eingeführt. Diese Pflichtversicherung dient der Absicherung des Risikos, pflegebedürftig zu werden. Formal betrachtet ist sie ein eigenständiger Bereich der Sozialversicherung. Darüber hinaus gibt es entsprechende Bestimmungen für privat Krankenversicherte.

Hintergrund für die Einführung der Pflegeversicherung war die Entwicklung, dass ab Mitte des vorigen Jahrhunderts die Anzahl der Pflegebedürftigen wie auch die Dauer des Pflegebedarfs stark zugenommen hatte. Was vorher von der Krankenversicherung noch mit übernommen werden konnte, wurde jetzt ausgelagert. Seit dem 01.01.2015 beträgt der Beitragssatz zur gesetzlichen Pflegeversicherung 2,35 % des Einkommens. Kinderlose Versicherungspflichtige zahlen 0,25 % mehr, also 2,60 %. Auch Rentner werden in gleichem Maße – also i.d.R. mit 2,35 % – belastet.

Unterhalb von 141,75 € Einkommen pro Monat zahlen Rentner keinerlei Beiträge zur Pflegeversicherung. Umgekehrt gilt auch für Rentner die Beitragsbemessungsgrenze von 4.125,00 € monatlich. Dies bedeutet, wenn er durch Bezüge aus der gesetzlichen und privaten Altersvorsorge, aus anderen Einkünften wie Mieten, Zinsen, Dividenden oder Löhnen insgesamt auf mehr kommt, muss er dafür keine Pflegeversicherungsbeiträge zahlen.


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Besonderheiten bei privat Versicherten

Während die Beitragshöhen bei den gesetzlich Pflegeversicherten klar geregelt sind, kommt es bei privat Versicherten auf die Zugehörigkeit zum jeweiligen Versicherungsunternehmen an. Hier gelten darüber hinaus altersabhängige Beiträge, wobei die Leistungen der privaten Pflegeversicherung mindestens gleichwertig der gesetzlichen sein müssen.

Da die Pflegeversicherung nur einen Teil der anfallenden Kosten abdeckt, bieten eine Reihe von Versicherungsgesellschaften private Zusatzversicherungen an. Hinweis: Eine Pflegezusatzversicherung kann eventuelle Finanzierungslücken schließen. Es werden verschiedene Varianten dieser Zusatzversicherungen angeboten:

Pflegekostenversicherung

Bei der Pflegekostenversicherung werden die Kosten, die von der gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung nicht übernommen werden, je nach Tarif ganz oder teilweise getragen.

Pflegrentenversicherung

Hierbei wird abhängig von der Einzahlung eine Pflegerente bezahlt, die wie bei der Pflegeversicherung nach den Pflegstufen gestaffelt ist. Wenn die Pflegebedürftigkeit bis zu einem bestimmten Alter nicht eintritt, werden die Rentenzahlungen ab dann erbracht.

Pflegetagegeldversicherung

Wenn die Bedürftigkeit nachgewiesen werden kann, wird vom Versicherer eine feste Summe für jeden Pflegetag gezahlt. Die Leistungen sind nicht von den tatsächlich anfallenden Kosten der Pflege. Auch Rentner müssen Beiträge zur Pflegeversicherung leisten. Und obwohl diese zum 01.01.2015 nochmals erhöht wurden, hinken die Leistungen oft dem wirklichen Bedarf eines Pflegebedürftigen hinterher. Um etwaige Versorgungslücken zu schließen und um Hilfe zu erhalten, wenn man sie wirklich braucht, lohnt es sich rechtzeitig über eine mögliche Pflegezusatzversicherung nachzudenken.

31. Januar 2016

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.