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Wie viel Steuern eine GbR einplanen muss

Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) ist die mit Abstand beliebteste Gesellschaftsform für Existenzgründer, die sich in einem Unternehmen zusammenschließen.

Das Gründen einer GbR bedarf keine großen Formalien und kann sogar mündlich verabredet werden. Ihr Wesen ist die Strukturierung von Personengesellschaften.

Die Verdienste, die in einer GbR erzielt werden, sind in den Einkommensteuererklärungen der beteiligten Gesellschafter anzugeben. Auf die Umsätze der GbR sind die entsprechenden Zahlungen an das Finanzamt abzuführen. Handelt die GbR im gewerblichen Sinne, wird auch die Gewerbesteuer fällig.

Wie viel Steuern: GbR und persönliches Einkommen

Wie viel Steuern eine GbR auf das Einkommen zahlt, hängt von den Verdienstverhältnissen der beteiligten Personen ab. Denn die GbR als Rechtsform kann nicht zur Einkommensteuer veranlagt werden.

Es ist durchaus möglich, dass ein Gesellschafter mit dem Spitzensteuersatz veranlagt wird, während ein anderer nur den Eintritts-Steuersatz zahlt.

So wie die Gewinne aus der GbR anteilig in die persönliche Einkommensteuererklärung übernommen werden müssen, wird auch mit den Verlusten verfahren. Da die GbR keine Unternehmenssteuer zahlt, gehen alle Einnahmen und Ausgaben in die Steuererklärungen der Gesellschafter ein. Verluste aus der GbR-Tätigkeit können so den Gewinn aus anderen Tätigkeiten mindern.

Wie viel Steuern bei der GbR – Die Frage der persönlichen Haftung

Der Gesellschafter einer GbR haftet mit seinem privaten Vermögen. Darin ist auch das Vermögen des Lebenspartners eines GbR-Gesellschafters mit eingeschlossen. Es gibt allerdings Wege, diese Haftung zu begrenzen.

Bei Steuerschulden oder Steuerstraftaten wird die Haftungsfrage auch gegenüber dem Finanzamt akut. Die GbR ist ein Konstrukt, das erhebliche Haftungsrisiken für die Gesellschafter birgt.

Wie viel Steuern bei der GbR? – Steuervorteile

Steuervorteile ergeben sich nicht automatisch aus der Tätigkeit einer GbR. Wohl aber kann die GbR als vermögensverwaltende Gesellschaft mit Immobilien Steuern sparen. Voraussetzung ist, dass keine eigene gewerbliche Nutzung der Immobilie stattfindet.

Ein Gebäude im Besitz einer GbR wird als anteiliges Vermögen der Gesellschafter gesehen. Der Verkauf nach 10 Jahren kann steuerfrei erfolgen. Bei eigener privater Nutzung nach Ablauf der gewerblichen Vermietungszeit spart der entsprechende Gesellschafter die Versteuerung seines Entnahmegewinns.

Wie viel Steuern bei der GbR? – Die Familien-GbR

Am besten kommen die Steuervorteile bei Immobilien zum Tragen, wenn es sich um eine GbR-Gründung innerhalb der Familie handelt. Da jede natürliche Person eine GbR gründen kann, können auch Kinder Gesellschafter einer GbR sein.

Sie unterliegen dann zur Abgabe wirksamer Willenserklärung einem gesetzlichen Vertreter – was in der Familien-GbR natürlich kein Problem ist. Die Mieteinnahmen aus einem Gebäude können dann auf mehrere Personen aufgeteilt werden. Damit lassen sich der Gewinn der Eltern und die daraus resultierenden Steuern erheblich senken.

19. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.