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Wie werde ich ein Day-Trader?

Auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase in den späten 90er Jahren konnten Day Trader schnelles Geld mit dem An- und Verkauf von Internet-Aktien machen.

Damals war kein besonders großes Geschick nötig, um erfolgreich zu sein.

Die „gute alte Zeit“ der Dotcom-Blase

In den siebzehn Monaten von Oktober 1998 bis zum März 2000 katapultierte sich der Nasdaq von 1.344 Punkten auf den einmaligen Höchststand von 5.132 Punkten.

Man brauchte nur auf der Welle mitzureiten, um satte Gewinne einzufahren.

Viele der damaligen Anleger erwirtschafteten nochmals solche Summen durch Short-Positionen, als der Index innerhalb von 31 Monaten ungefähr 78% seines Wertes einbüßte.

Im Oktober 2002 war er dann endgültig auf dem Tiefstand von 1.108 Punkten angekommen.

Mit dem endgültigen Platzen dieser Blase versiegte auch der einfache Profit.

Zahlreiche Anleger, die durch gutes Timing und eine gehörige Portion Glück reich geworden waren, stiegen aus dem konventionellen Handel aus und suchten sich andere Bereiche.

Sie entdeckten, dass Day Trading genau wie andere Berufe Ausbildung und Geschick voraussetzt, wenn man damit seinen Lebensunterhalt bestreiten möchte.

Die Grundlagen

Ein reiner Day Trader kauft und verkauft Aktien oder andere Werte und beendet den Handelstag eigentlich völlig ohne offene Positionen.

Werden Positionen über Nacht oder maximal einige Tage gehalten spricht man vom so genannten ‚Swing Trading’.

Mehr dazu „Trading-Methoden: Was genau ist Swing-Trading?“

Die meisten Day Trader nutzen allerdings im Börsenalltag beide Vorgehensweisen, abhängig von der Natur ihrer Investments und ihrem persönlichen Handelsstil.

Day Trading setzt eine schnelle Internetverbindung und eine professionelle Software-Oberfläche voraus.

Theoretisch kann man sich auch seine eigene Nutzeroberfläche zusammenstellen.

Die meisten Anleger nutzen jedoch vorkonfigurierte Softwarepakete ihrer Broker oder von Programmierfirmen, die auf Investmentprogramme spezialisiert sind.

Idealerweise besitzt man zudem einen leistungsstarken Computer, an den mindestens zwei (besser vier bis sechs) Monitore angeschlossen sind.

Die zahlreichen Bildschirme sind nötig, um diverse Charts und Technische Indikatoren im Auge zu behalten.


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Diese liefern nämlich die wichtigen Kauf- bzw. Verkauf-Signale.

Fertig eingerichtete Oberflächen sollten unbedingt auch Nachrichten- und Kursübertragungen in Echtzeit beinhalten.

Das ist besonders wichtig, weil diese Informationen benötigt werden, um Trend-Charts und Zeitfenster für Ihre Trades zu erstellen.

Mehr dazu: „Day Trading: Grundlagen für Einsteiger“

Technische Indikatoren

Um als Day Trader erfolgreich zu sein, genügt es nicht, sich mit Aktien und wirtschaftlichen Grundlagen der Börse auszukennen.

Man muss besonders Technische Analysen verstehen und mit den Instrumenten umgehen können, die es erlauben, Chartmuster, Handelsvolumina und Preisbewegungen auszuwerten.

Zu den verbreiteten Indikatoren gehören: Unterstützungs- und Widerstandslinien, Volatilität, Preisoszillatoren, Bollinger-Bänder und der gleitende Durchschnitt.

Die Kenntnis und korrekte Anwendung dieser Hilfsmittel ist allerdings nur der Anfang einer erfolgreichen Existenz als Day Trader.

Über diese Themen sind bereits hunderte Bücher geschrieben worden und es besteht ein breites Angebot an Schulungskursen und Online-Seminaren.

Letztlich helfen nur jahrelange Übung und Erfahrung indiesem Geschäft dabei, den eigenen gewinnbringenden Stil zu perfektionieren.

Handels-Strategien

Der Börsenhandel macht ein ausreichend großes Kapital unabdingbar.

Die meisten Anleger erwirtschaften ihren Profit entweder durch relativ kleine Preisbewegungen bei liquiden Aktien oder durch Indizes mit mittlerer bis starker Volatilität.

So oder so: um Rendite zu erwirtschaften, braucht man Preisschwankungen.

Eine größere Volatilität bedeutet dabei natürlich ein höheres Risiko, aber auch die Möglichkeit für größere Gewinne.

Die Ermittelung des richtigen Einstiegs- und Ausstiegszeitpunktes ist der Schlüssel zum Erfolg als Day Trader.

Die meisten Anleger entwickeln daher im Laufe der Zeit ihre eigene Strategie, die zu ihnen passt und an die sie sich streng halten.

Manche Trader kaufen und verkaufen lediglich einige wenige Aktien pro Tag, andere handeln mit großen Mengen ihrer Favoriten.

Welchen Weg man wählt, bleibt jedem selbst überlassen.

Der Vorteil an kleineren Aktienmengen ist jedoch, dass man so ohne allzu großes Risiko lernen kann, wie sich die Kurse in verschiedenen Situationen verändern und welche Konditionen welchen Einfluss ausüben.

Die eigene Disziplin

Am besten ist es, sich eine individuelle Vorgehensweise zu überlegen und diese virtuell mithilfe von Demo-Programmen zu testen.

So kann man seine eigene Strategie risikolos verfeinern und herausfinden, was gut und was weniger gut funktioniert.

Erst wenn man mit den fiktiven Ergebnissen zufrieden ist, sollte man echtes Geld investieren.

Erfahrene Anleger wissen genau, auf welche Konfiguration und welche Indikatoren sie achten müssen, bevor sie loslegen.

Sie weichen möglichst selten bis nie von diesen Vorzeichen ab und halten sich streng an ihren Plan – unbeeinflusst von Emotionen.

Nutzen Sie zum Beispiel Stop-Loss-Orders, um im Vorhinein Ausstiegslevel festzulegen.

Sollte sich ein Kurs gravierend in die falsche Richtung bewegen, kann weder Bitten noch Beten etwas daran ändern.

Das rechtzeitige Aussteigen bei einer definierten Verlustrate macht ihr Kapital wieder frei für andere Investitionen.

Geld verdienen als Day Trader

Allgemein wird die tägliche Erfolgsrate von Day Tradern auf 10% geschätzt.

90% aller Anleger haben also am Ende des Tages Geld verloren – wie also kann man auf diese Art seinen Lebensunterhalt bestreiten?

Die Antwort lautet: Professionalität, sorgfältige Recherche, strenge Disziplin und die Fähigkeit, Fehler zugeben zu können.

Man muss in der Lage sein, in Sekundenschnelle rationale Entscheidungen zu treffen.

Diese dürfen nicht emotional beeinflusst sein und basieren oftmals auf unvollständigen oder widersprüchlichen Informationen, die sich zudem permanent verändern.

Alle Statistiken beweisen, dass das wesentlich leichter gesagt als getan ist.

Zusammenfassend kann man also festhalten, dass Day Trading nichts für Menschen mit schwachen Nerven ist.

Es kann aber auch äußerst gewinnbringend sein und – nicht zuletzt – einigen Spaß machen.

10. April 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.