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Wie werden Unternehmen bewertet?

Viele Wirtschaftsmedien, Börsenhändler und Analysten bedienen sich bei der Anlageentscheidung und -empfehlung verschiedenster Instrumente.

Eines der beliebtesten und am häufigsten eingesetzten Mittel ist die so genannte Fundamentalanalyse, die sowohl operative Ergebniskennzahlen als auch die Bilanzsituation von Unternehmen ins Verhältnis zu den aktuellen Börsenkursen setzt.

Die Einfachheit der Anwendung macht die Fundamentalanalyse dabei besonders beliebt.

Ergänzend dazu trifft man häufig auf die technische Chartanalyse, eine Analyseform, die Vorhersagen der künftigen Aktienkursentwicklungen auf Basis vergangener Kursentwicklungen zu treffen versucht.

Hier spielt also der Gedanke immer wiederkehrender Muster und Ereignisse eine große Rolle.

Wirtschaftswissenschaftler jedoch werten diese Herangehensweise als eine sehr populistische, durch Wirtschaftsmedien verbreitete Methode und sprechen ihr jeglichen Gehalt ab. Auch in Untersuchungen konnte eine Wirkung der technischen Vorhersage nicht ermittelt werden.


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DCF-Modell: Wissenschaftliche Herangehensweise

Man kann aber bei der Ermittlung von Kurszielen auch wissenschaftlich vorgehen und sich des so genannten DCF-Modells (Discounted Cash Flow) bedienen. Übersetzt heißt es: das Modell der abgezinsten Zahlungsströme. Das DCF basiert dabei auf einer der wichtigsten Grundüberlegungen der Wirtschaftswissenschaft:

„Frühes Geld ist besser als spätes Geld.“ Denn das frühe Geld kann beispielsweise zu einem gewissen Zinssatz angelegt werden und ist dann zu einem späteren Zeitpunkt mehr wert.

Daher werden bei diesem Modell künftige Zahlungen abdiskontiert, also um einen Zinssatz, zu dem das Geld arbeiten könnte, verringert, und somit durch den Barwert des Geldes bestimmt.

Die Wahl des Zinssatzes ist dabei entscheidend, denn je höher der Zinssatz ist, zu dem die Cashflows abdiskontiert werden, desto geringer ist der heutige Wert des Geldes. Umgekehrt: Je höher ein Anlagezinssatz für das heutige Geld ausfällt, desto mehr ist das Geld in der Zukunft wert.

Normalerweise wird bei der Bewertung von Unternehmen ein gewichteter Kapitalkostensatz herangezogen.

WACC berücksichtigt das unternehmerische Risiko

Hier werden sowohl der aktuell gültige risikofreie Zins (normalerweise der aktuelle einer Staatsanleihe) als auch ein Risikoaufschlag berücksichtigt, da ja das unternehmerische Risiko miteinbezogen werden muss.

Daher ist der gewichtete Kapitalkostensatz (WACC = Weighted Average Cost of Capital) immer höher als der aktuell gültige risikofreie Zins.

Schließlich gilt es, die Höhe der Zahlungen festzulegen. Wir Analysten ermitteln diese in Zusammenarbeit mit den Unternehmen, die für die kommenden Jahre eigene Unternehmensplanungen formuliert haben.

Nach Überprüfung der Stichhaltigkeit dieser Planungen können wir nun einen konkreten Zahlungsüberschuss der kommenden Perioden ermitteln.

Diese Zahlungsströme werden anschließend mit dem WACC auf den heutigen Unternehmenswert abdiskontiert und verdichtet. Das Kursziel je Aktie ist letztendlich ein Nebenprodukt des Unternehmenswertes, da dieser zur Ermittlung des Kursziels nur noch durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien geteilt werden muss.

Sobald also von Kurszielen die Rede ist, wird meistens ein DCF-Verfahren angewendet.

Auf eine ähnlich wissenschaftliche Weise gehen wir auch in unserer Nebenwertepublikation „Nebenwerte-Aktuell“ vor und konnten in 2009 über alle Empfehlungen hinweg mehr als 68 % erzielen.

2. Januar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Cosmin Filker. Über den Autor

Der Chefredakteur des Newsletters "Nebenwerte aktuell" kann auf eine jahrelange Börsenerfahrung besonders im Nebenwerte-Bereich zurückblicken und durch seine berufliche Erfahrung beim Researchhaus GBC AG von der täglichen Präsenz am Markt profitieren.