MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Wie wird der Rückkaufswert einer Lebensversicherung berechnet?

Wer eine Lebensversicherung abschließt, will meist für die Zukunft vorsorgen und sich absichern. Kapitalanlagen wie Lebensversicherungen haben in der Regel lange Laufzeiten und verhindern einen flexiblen Zugriff auf das Vermögen.

Problematisch wird es, wenn unvorhergesehene Ereignisse eintreten, wichtige Anschaffungen anstehen und ein hoher Geldbetrag kurzfristig benötigt wird. Für viele Versicherungsnehmer scheint die vorzeitige Beendigung der Lebensversicherung eine gute Möglichkeit zu sein, einen finanziellen Engpass zu überbrücken.

In diesem Fall spricht man von dem Rückkauf der Versicherung. Doch wie kann man von einer Lebensversicherung den Rückkaufswert berechnen und wie hoch ist er?

Was bedeutet der Rückkauf einer Lebensversicherung?

Formal gesehen, bedeutet der Rückkauf einer Versicherung, dass der Versicherer die künftigen Ansprüche, die ein Versicherungsnehmer im Versicherungsfall geltend machen kann, zurückkauft.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


In aller Regel sind es Versicherungsnehmer, die kurzfristig größere Geldbeträge für Investitionen benötigen oder die Beiträge nicht mehr zahlen wollen, die einen Rückkauf in die Wege leiten. Es gibt auf der einen Seite gesetzliche Regelungen, die einen Mindestrückkaufswert garantieren. Darin ist festgelegt, wie der Versicherer die Berechnung zu vollziehen hat.

Auf der anderen Seite gibt es die Vertragsbedingungen, die der Versicherungsnehmer unterzeichnet hat. In dem Vertrag sind die Vereinbarungen zum Rückkaufswert aufgeführt. Der vertraglich vereinbarte Rückkaufswert darf zwar nicht unter dem gesetzlichen Mindestrückkaufswert liegen, kann jedoch von ihm nach oben hin abweichen.

Regelungen zur Berechnung des Rückkaufswertes

Naturgemäß ist der Rückkaufswert ein vieldiskutiertes Thema. Die Versicherungsunternehmen wollen ihre Kosten so gering wie möglich halten, während die Versicherten möglichst hohe Summen erzielen wollen.

Dementsprechend werden immer wieder die Gerichte bemüht und müssen zu diesem Thema entscheiden. Im Juli 2012 hat der Bundesgerichtshof ein Urteil gefällt, in dem es um die Anrechnung von Kosten des Versicherungsunternehmens auf den Rückkaufswert ging.

Der Hintergrund der Anrechnung von Kosten ist, dass Versicherungen bei dem Abschluss einer Lebensversicherung zunächst in Vorkasse gehen. Es fallen Verwaltungsgebühren und Provisionen an. Diese Kosten sollten vielfach in voller oder großer Höhe von dem Rückkaufswert abgezogen werden, auch wenn der Rückkauf schon nach sehr kurzer Vertragsdauer vollzogen werden sollte.

Das hätte für die Versicherten in vielen Fällen bedeutet, dass der Rückkaufswert in keinem Verhältnis zu den bereits gezahlten Beträgen gestanden hätte. Die aktuelle Rechtsprechung stärkt an dieser Stelle die Position der Versicherten und sieht die Zahlung eines gewissen Rückkaufswertes vor.

Was es zu beachten gilt

Bevor man sich entscheidet, einen Rückkauf der Lebensversicherung einzuleiten, sollte man sich überlegen, ob dies sinnvoll ist. Gerade in den ersten Jahren der Laufzeit ist das Verhältnis zwischen gezahlten Beiträgen und dem Rückkaufswert häufig schlecht. Mit zunehmender Laufzeit verbessert sich dieses Verhältnis meistens.

Eine Alternative bieten Unternehmen, die am Sekundärmarkt Lebensversicherungen aufkaufen. Teilweise können hier höhere Summen erzielt werden. Es gilt aber, dass eine pauschale Aussage auf die genaue Höhe des Rückkaufswertes unmöglich ist. Will man von einer Lebensversicherung den Rückkaufswert berechnen, spielen vor allem die jeweiligen Vertragsbedingungen die entscheidende Rolle.

24. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.