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Wie Zertifikate-Muster in der Praxis gehandelt werden

Immer nur Aktien zu handeln, kann als Anleger auf Dauer langweilig werden. Wer etwas mehr Spannung in sein Depot bringen möchte und eventuell auch kurzfristiger handeln will, für den gibt es Zertifikate. Wie ein Zertifikate-Muster aussieht und aufgebaut ist, lässt sich am besten anhand von Beispielen erklären.

Als erstes gibt es immer einen Basiswert. Das kann eine Aktie sein, aber auch ein Index, ein Rohstoff oder sogar ein Währungspaar. Dem Spekulanten eröffnet sich damit ein großer Markt. Der Basiswert entspricht dem eigentlichen Kurs, auf den der Investor eine Wette abschließen möchte.

Nachdem der Anleger sich für diesen Basiswert entschieden hat, muss er noch wissen, ob er auf fallende oder steigende Kurse wetten möchte. Mit diesen zwei Informationsbausteinen kann er sich dann bereits auf die Suche nach einem passenden Zertifikate-Muster machen.

Wichtige Daten von Zertifikaten

Mit einem Zertifikat ist man direkt an der Wertentwicklung von Finanzprodukten beteiligt. Dafür sucht der Investor also nur den Basiswert und die Information, ob er auf fallende oder steigende Kurse setzen möchte. Gibt er dies in eine Suchmaske ein, erscheinen oftmals mehrere Hundert Derivate zur Auswahl.


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Wichtig ist deshalb vor allem der Hebel, also das Risiko, das der Anleger eingehen möchte. Es hängt auch immer vom Kurswert ab, wann Zertifikate-Muster wertlos verfallen. Ein Call-Derivat auf den DAX darf beispielsweise nur bis zu einem bestimmten Punkt fallen, bevor man sein Investment komplett verliert.

Spekulanten sollten sich also vorher im Klaren darüber sein, bis wohin der Basiswert fallen darf, ohne dass sich ihre bullische Meinung ändert. In der Regel werden einstellige Hebel empfohlen. Ein Hebel von 5 bis 10 lässt einen nachts auch noch ruhig schlafen und kann gewisse marktübliche Schwankungen leicht wegstecken.

Beispiel Derivat

Schauen wir uns dazu ein Beispiel eines DAX Call-Derivats an. Das bedeutet, der Anleger möchte an steigenden DAX-Kurse partizipieren. Da aktuell der DAX kurz vor der magischen 10.000er-Marke steht, gehen die meisten Marktteilnehmer davon aus, dass diese Zahl auf jeden Fall geknackt werden wird.

Dem möchte der Investor sich anschließen. Er geht online auf eine Suchmaske für Derivate. Dort wählt er den Basiswert DAX und dazu die Richtung long bzw. Call. Als Hebel sucht er sich den Bereich zwischen 5 und 6 aus. Schon ist die Suche erheblich eingeschränkt – und dennoch gibt es zahlreiche Zertifikate-Muster zur Auswahl.

Die Laufzeit ist ein weiterer wichtiger Punkt, wenn es um die Wahl des richtigen Derivates geht. Allzu kurz sollte es nicht laufen, denn das erhöht nur das Risiko, dass der Wert nicht rechtzeitig den gewünschten Kurs erreicht. Oft werden deshalb 6 Monate oder gleich endlos laufende Optionsscheine empfohlen.

Hat der Anleger auch diesen Bereich bei der Suche nach Zertifikate-Mustern eingegrenzt, so stehen ihm nur noch wenige Derivate zur Auswahl. In unserem Fall können wir zum Beispiel ein DAX-Derivat mit einem Hebel von 5,32 nehmen, das als Knockout-Schwelle 8.000 DAX-Punkte hat. Solange der DAX also über 8.000 Punkte taxiert, hat das Zertifikat einen Wert – erst darunter verfällt es wertlos.

Zertifikate-Muster

In der Regel haben Derivate des DAX ein Bezugsverhältnis von 1:100. Das bedeutet, wenn der DAX sich um 100 Punkte ändert, ist das Zertifikat um 1 € gestiegen oder gefallen. Der oben genannte Schein beträgt somit rund 18,30 € bei einem DAX-Stand von rund 9.730 Punkten.

Das liegt daran, dass die Knockout-Schwelle bei 8.000 Punkten liegt, der DAX befindet sich 1.730 Punkte darüber. Multipliziert man diesen Betrag durch das Bezugsverhältnis, erhält man 17,30. Dass der Schein 18,30 € kostet, liegt an der Gebühr, die man als Spekulant dem Herausgeber des Derivats zahlt. Dies ist je nach Emittent unterschiedlich.

Zurück zu unserem Beispiel. Würde der DAX um 1.000 Punkte fallen, würde das Derivat 10 € weniger kosten. Umgekehrt, wenn die 10.000 Punkte im DAX als Ziel gelten, fehlen noch 270 Punkte. Das sind 2,70 € Gewinn pro Optionsschein bzw. 14,75% (2,70 € / 18,30 €).

Der Investor hätte also in vermutlich recht kurzer Zeit knapp 15% Gewinn erwirtschaftet. Das wäre mit einer reinen Spekulation auf DAX-Aktien nicht möglich gewesen. Deshalb können Zertifikate-Muster für Anleger durchaus interessant sein.

19. Januar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.