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Wie viel Eigenkapital ist beim Hauskauf ratsam?

Eigenkapital ist die Grundlage eines jeden Hauskaufs. Je höher die Eigenmittel sind, umso geringer sind die finanziellen Belastungen und die Risiken, die sich aus dem Bauvorhaben ergeben.

Wenn man solide finanzieren will, sollte man 10% bis 20% der Gesamtkosten angespart haben. Jede Finanzierung wird von Kreditgebern unterschiedlich bewertet, d.h., dass nicht jeder automatisch einen gleich hohen Kredit bekommt – daher ist jede Finanzierung als Einzelfall anzusehen. Allgemein kann man festhalten: Je risikoreicher ein Bauvorhaben ist, desto mehr Eigenkapital ist erforderlich.

Im Einzelfall sind auch 115% des Kaufpreises finanzierbar. Voraussetzung ist dabei ein gutes monatliches Einkommen. Zum Eigenkapital gehören Barmittel (Guthaben, Girokonten), Sparguthaben, Termingelder, Bausparguthaben, der Wert eines vorhandenen Grundstücks, Wertpapiervermögen, wie Aktien oder Investmentfonds und sonstiges Eigenkapital.


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Beim Hauskauf sollte also grundsätzlich nicht mehr finanziert werden als der Kaufpreis. Die Nebenkosten, die mit dem Erwerb verbunden sind, sollten die Anleger in jedem Fall aus eigener Kraft aufbringen können.

Null Eigenkapital beim Hauskauf ist teuer erworben

Schon seit Jahren ist in den USA oder in Großbritannien die Vollfinanzierung üblich. Das heißt, dass die Immobilie ohne Erspartes erworben wird. In Deutschland ist der Trend zur Vollfinanzierung auch bereits zu erkennen. Das Risiko ist dabei nicht gerade gering und der Schuldner muss viele Jahre lang monatlich oder vierteljährlich hohe Kreditraten bezahlen können.

Möglicherweise genügt schon eine relativ kurze Arbeitsunterbrechung, etwa beim Jobwechsel, und die Vollfinanzierung bricht zusammen. Häufig folgt dann auf direktem Weg die Zwangsversteigerung.

Was macht eine Vollfinanzierung attraktiv?

Viele Anbieter locken damit, den gesamten Kaufpreis vorzustrecken. Das bedeutet, dass Sie keinerlei Eigenkapital zum Hauskauf benötigen. Manche beleihen die Immobilie sogar bis zu 120%, damit auch Nebenkosten wie Notargebühren, Maklerprovision, Grunderwerbsteuer, Renovierungen oder der Einbau einer neuen Küche abgedeckt werden können.

Als Faustformel gilt oft: Das jährliche Nettoeinkommen mit dem Faktor 9 multipliziert ergibt die mögliche Kreditsumme. Bei einem Einkommen von 2.000 € netto im Monat (also 24.000 € pro Jahr) ergibt sich also eine mögliche Kreditsumme von 216.000 €.

Aufgrund steigender Zinsen wollen viele Anleger nicht erst noch einige Jahre emsig Geld beiseitelegen. Wenn das Geldleihen teurer wird, könnte das mühsam angesparte Eigenkapital für die entsprechend höheren Monatsraten benötigt werden. Weiterhin können die Immobilienpreise steigen.

Ein Hauskauf ohne Eigenkapital lohn sich höchstens für Topverdiener mit sicherem Arbeitsplatz, die nicht mehr umziehen wollen. Dieser Auffassung sind auch die Geldgeber, denn eine solche Vollfinanzierung erhält nicht jeder Kunde.

Wer sich ohne jegliches Eigenkapital sechsstellige Beträge von der Bank leihen will, muss solide Finanzverhältnisse vorweisen können. Auch das Ausfallrisiko der Bank steigt bei riskanten Geschäften auf Pump. Im Übrigen gibt es die Vollfinanzierung für den Kunden nicht umsonst.

27. Juni 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.