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Wirtschaftsleistung messen? Mit den richtigen Faktoren kein Problem

Deutschland ist für seinen starken Unternehmergeist und eine weitestgehend stabile Wirtschaft bekannt. Diese Wirtschaft unterliegt trotz  einer gewissen Gesamtstabilität konstanten Schwankungen, die auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sind. Diese Veränderungen im Wirtschaftsablauf nennt man Konjunktur und  die war in Deutschland im Jahr 2015 gut.

Konjunktur messen: Wie ist die wirtschaftliche Lage in Deutschland?

Die Faktoren, die zur Messung der Auslastung der Wirtschaft beitragen sind vielfältig und neben dem Exportgeschäft spielt auch die Stabilität des Arbeitsmarktes eine große Rolle beim Thema Konjunktur. Auch die gesamte weltwirtschaftliche Entwicklung hat Auswirkungen auf die Konjunktur in Deutschland, ebenso wie die Kapazitätsauslastung der Betriebe, Unternehmensgewinne, Steuereinnahmen und die Verbraucherpreise.

Weitere Faktoren sind das Bruttoinlandsprodukt, die Stärke einer Währung, der Ölpreis und Investitionsbereitschaft. Da sich Prozesse in einer Volkswirtschaft stetig verändern, verändern sich auch die Konjunktur und die Konjunkturprognosen stetig. Vier Trends können innerhalb eines sogenannten Konjunkturzyklus aber beobachtet werden:

·        Expansion (Aufschwungphase)

·        Boom (Hochkonjunktur)

·        Rezession (Abschwungphase)

·        Depression (Tiefphase)

So lassen sich Konjunkturzyklen erkennen

Bei steigenden Aufträgen in der Wirtschaft, sinkenden Arbeitslosenquoten und einem erhöhten privaten Konsum kann von einer Expansion gesprochen werden. Herrscht Hochkonjunktur, ist die Wirtschaft voll ausgelastet. Während einer Rezession geht die Wirtschaftsstärke eines Landes wieder zurück, die Aufträge werden weniger, die Nachfrage lässt nach, Investitionen fehlen und die Arbeitslosigkeit nimmt zu.

Von einer Depression ist die Rede, wenn die Rezession über einen langen Zeitraum bestehen bleibt und auch weitere Tendenzen zur Verschlechterung nicht ausgeschlossen werden können. Eine hohe Arbeitslosigkeit, sinkende Verbraucherpreise und fallende Börsenkurse sind die Indizien einer Depression.

Die gesamte Entwicklung ist entscheidend

Es ist möglich, dass in einigen Wirtschaftszweigen eine Depression herrscht, in anderen dafür aber Hochkonjunktur. Entscheidet sich zum Beispiel die Hälfte der Deutschen plötzlich dafür, vegetarisch zu essen, stürzt das die Fleischindustrie in eine Depression. Arbeitsplätze fallen weg, Mastbetriebe müssen schließen und die Preise fallen.

Gemüsebauern oder Tofuproduzenten könnten hingegen einen Boom erleben, da ihre Lebensmittel nun verstärkt gekauft werden. Der Bedarf an Produktion und Arbeitskräften in diesen Bereichen steigt und die Preise können angehoben werden.

Die Konjunktur in Deutschland in den Jahren 2015 und 2016

Selbst wenn einzelne Wirtschaftszweige gerade weniger gut laufen, kann die Gesamtkonjunktur trotzdem gut sein. Die Konjunktur in Deutschland war im Jahr 2015 positiv, trotz einer schwierigen weltwirtschaftlichen Gesamtsituation überwogen die Auftriebskräfte.

Ein starker privatwirtschaftlicher Konsum (2 % mehr als im Vorjahr), eine Steigerung der Exporte um 5,6 % und eine niedrige Arbeitslosigkeit waren dabei nur einige der vielen Indikatoren. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Verhältnis zum Vorjahr um 1,5 %.

Die Prognosen des Internationalen Währungsfonds sind für das Jahr 2016 ebenfalls positiv, mit der Erwartung eines leichten Wirtschaftswachstums trotz kriselnder Weltmärkte.

2. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.