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Wirtschaftswachstum der Türkei: Entwicklung positiv

Im letzten Jahrzehnt konnte die Türkei ein kontinuierliches Wirtschaftswachstum vorweisen. Erst 2012 mussten wieder niedrige wirtschaftliche Wachstumszahlen vermerkt werden. Die Wirtschaftsentwicklung wird jedoch in den meisten Prognosen weiterhin positiv gewertet.

Dennoch: Investoren und Anleger sehen die Aussichten teilweise weniger hoffnungsvoll. Ein Abzug dieser Gelder hätte einen fatalen Einfluss auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Türkei.

Wirtschaftswachstum der Türkei: optimistische Prognosen

Nach Überwindung der Staatskrise im Jahr 2001, die zu einer der schwersten Rezessionen in der türkischen Geschichte führte, konnte das Land im letzten Jahrzehnt eine durchschnittliche Wachstumsrate von 6% verzeichnen. Politische Stabilität und das hohe Wirtschaftswachstum machten das Land zu einem begehrten Wirtschaftsstandort.

Im Zuge der Euro-Krise verlor die Exportwirtschaft an Schwung und musste hohe Einbußen hinnehmen. Für das Jahr 2013 bedeutete dies ein leichtes Absenken der Wachstumserwartung von 4% auf 3,6%.

Ein Wachstumsrisiko stellt die hohe Abhängigkeit der Türkei an Energie, Rohstoffen und halbfertigen Industrieprodukten dar. Eine steigende Nachfrage an Industrieprodukten führt demnach zwangsläufig zu einem steigenden Außenhandels- und Leistungsbilanzdefizit, also mehr Ausgaben als Einnahmen.

Dennoch kann die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei weiterhin positiv gesehen werden. Im Gegensatz zu vielen krisengeschüttelten Euro-Ländern konnte die Türkei ihre wirtschaftlichen Erfolge größtenteils auch ohne staatliche Unterstützung umsetzen. Ein weiterhin stabiles Wirtschaftswachstum der Türkei scheint wahrscheinlich. Zahlreiche Maßnahmen des Staates zur Verringerung des Leistungsbilanzdefizits können hierbei helfen.

Reformen und andere Maßnahmen

Das chronisch hohe Leistungsbilanzdefizit bereitet der Türkei seit Jahren große Probleme und kann nur durch staatliches Eingreifen niedrig gehalten werden. Die Verringerung ihrer Abhängigkeiten bedeutet den ersten Schritt: Die Stärkung eigener Energieversorger, die Realisierung eigener Industrieprodukte sowie eine stärkere Ausrichtung auf die Exportwirtschaft sollen das Leistungsbilanzdefizit dauerhaft senken.

Auch der niedrigen Sparquote der türkischen Bürger möchte der Staat mit neuen Regelungen und Programmen entgegentreten. Ziel ist es, den sehr stark über Kredite finanzierten Privatkonsum einzudämmen und einen Anreiz zum Sparen zu bieten.

Eine staatliche Maßnahme wäre hierbei zum Beispiel die Förderung von Spareinlagen im privaten Rentenversicherungssystem. Aber auch eine gesamtwirtschaftliche Ersparnis etwa durch die Steigerung der strukturellen Haushaltsüberschüsse soll eine Erhöhung der Sparquote gewährleisten.

Eine große Gefährdung des wirtschaftlichen Wachstums liegt weiterhin im Abfluss ausländischer Kapitalflüsse. Unberechenbare Steuerbelastungen werden von Investoren oftmals als Grund für den Kapitalabfluss genannt. Die Gelder von Investoren und Anlegern tragen jedoch immens zum Wirtschaftswachstum der Türkei bei.

Fazit

Auch wenn das Wirtschaftswachstum der Türkei in den letzten Jahren an Kraft verloren hat, wird die wirtschaftliche Entwicklung des Landes in den meisten Wirtschaftsprognosen eher positiv betrachtet. Zahlreiche Reformen und Maßnahmen unterstützen die Annahme, dass die Türkei auch weiterhin in ihre wirtschaftliche Entwicklung investieren wird und ökonomische Abhängigkeiten zu verringern versucht.

2. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.