Wo Sie Fondssparpläne am besten abschließen

Hier schließen Sie Fonds am besten ab.

Grundsätzlich bieten Ihnen fast alle Kapitalanlagegesellschaften (KAG) nicht nur die Eröffnung eines (zumeist kostengünstig geführten) Fondsdepots, sondern auch die Einrichtung von Fondssparplänen an.

Da fast alle Gesellschaften für einen Teil ihrer Fonds solche Pläne bereit halten, haben Sie eine reichliche Auswahl.

Der Nachteil des Abschlusses bei einer KAG besteht für Sie allerdings darin, dass diese Gesellschaften bislang ausschließlich Sparpläne auf eigene Fonds annehmen. Erst in jüngster Zeit sind Tendenzen erkennbar, diese Beschränkung zu lockern.

Falls Sie aber im Sinne eines ausgewogenen Sparplandepots mehrere Fonds von unterschiedlichen Gesellschaften kaufen wollen, haben Sie dadurch einen erheblich größeren Verwaltungsaufwand und viel Mühe, sich den genauen Überblick zu bewahren.

Auch hinsichtlich des Ausgabeaufschlags wird Ihnen die Fondsgesellschaft in aller Regel nicht entgegenkommen, da sie aus vertriebsstrategischen Gründen daran interessiert sein muss, besondere Bonuszahlungen fremden Vertriebspartnern zu überlassen, und deren Verkaufsanstrengungen nicht untergraben kann.

Beschränkte Auswahl bei Ihrer Hausbank

Im Prinzip können Sie Fondssparpläne bei Ihrer Hausbank einrichten. Das wäre eigentlich auch der vernünftigste Weg, weil Sie auf diese Weise Ihr Depot täglich im Blick hätten und sich – falls nötig – jederzeit beraten lassen könnten.

Aber Sie werden im Normalfall von dieser – ganz ähnlich wie bei einer Einmalanlage – nur Sparpläne für solche Fonds angeboten bekommen, die sie auch selbst im Vertrieb hat. Und das sind in den meisten Fällen nur die von solchen Gesellschaften, die zur jeweiligen Bankgruppe gehören. So werden Sie bei der Deutschen Bank jederzeit

Direktbanken bieten Ihnen das breiteste Spektrum

Die beste Alternative sind die Direktanlagebanken. Sie haben nicht nur Sparpläne auf Fonds von verschiedenen Anlagegesellschaften im Angebot. Die meisten gewähren Ihnen darüber hinaus auch einen mitunter ganz erheblichen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag.

Machen Sie sich klar, dass der Ausgabeaufschlag von beispielsweise 5% auf den jeweils angelegten Betrag mit jeder Fondsrate fällig wird und Ihr Anlageergebnis auch noch langfristig sehr beeinträchtigt. Das bedeutet, dass die Gesellschaft von 100 Euro Einzahlung beispielsweise nur 95 Euro wirklich für Sie anlegt.

Achten Sie auf möglichst geringe Mindestsparraten

Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Direktanlagebank vor allem auf die von dieser geforderte Höhe der Mindestanlage. Bei den meisten Banken und Fondsgesellschaften liegt der monatliche oder vierteljährliche Mindestanlagebetrag bei 50 oder 100 Euro.

Solchen Anbietern sollten Sie den Vorzug geben, um bei geringen Sparleistungen die in diesem Beitrag beschriebene Mischung aus mehreren Einzelsparplänen hinzubekommen.

Checkliste: So setzen Sie Ihr Fondssparplan-Konzept optimal um

  • Legen Sie mindestens 100 Euro im Monat in Investmentfonds an. Bedenken Sie, dass aus einem solchen Sparbetrag bei einer durchschnittlichen Verzinsung von 7% nach 20 Jahren mehr als 50.000 Euro werden.  
  • Und wenn es Ihnen gelingt, sogar eine Verzinsung von 10% zu erzielen – was mit sehr guten Aktienfonds-Sparplänen langfristig möglich ist –, sind es bereits über 72.000 Euro.
  • Wichtig ist, dass Sie einmal angefangene Fondssparpläne langfristig durchzuhalten versuchen und das angesparte Vermögen nicht bei der ersten sich bietenden Gelegenheit angreifen.      
  • Ab einem angesammelten Sparplanvermögen von etwa 10.000 Euro sollten Sie allerdings die im Beitrag von mir empfohlenen Stop-Loss-Strategien konsequent nutzen, um Ihr angesammeltes Vermögen und Ihre Gewinne angesichts stark nachgebender Kurse zu schützen.
  • Bei einem langen Anlagezeitraum von über 10 Jahren sollten Sie Ihre Fondssparpläne zu etwa 75% auf Aktien und zu 25% auf Renten- und/oder offene Immobilienfonds konzentrieren. Dafür kommen die in diesem Beitrag für Sie ausgesuchten Fonds gut in Frage.
  • Verteilen Sie Ihre Sparleistungen auf wenigstens 3 unterschiedliche Fonds, die in den zurückliegenden Anlagezeiträumen kontinuierlich gute Ergebnisse erwirtschaftet haben, und meiden Sie Fonds mit zu spezieller Branchenausrichtung.
  • Denken Sie aber auch daran, spätestens 3 bis 5 Jahre vor Ablauf Ihres Sparplans Schritt für Schritt aus Aktienfonds herauszugehen und das angesammelte Kapital in weniger kursanfällige Anlageformen (kurzfristig anlegende Rentenfonds, Anleihen mit einer bestimmten Restlaufzeit, offene Immobilienfonds oder Geldmarktfonds) zu tauschen.                     
 
 
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