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Wohnriester: Bedingungen, die sie beachten sollten!

Das Eigenheim mithilfe eines geförderten Darlehens zu finanzieren, hört sich zunächst attraktiv an und kann es auch sein.

Allerdings spielen Sie dann auch nach den Regeln des Staates.

Wohnriester: Bedingungen an die Immobilie

Dieser will mit dem Wohnriester die Altersvorsorge voranbringen. Deshalb sind die Bedingungen, an die das Wohnriester-Darlehen geknüpft ist, auch streng.

Für Sie gilt: Ein Wohnriester lohnt sich nur, wenn Sie es auch vollständig ausschöpfen.

Mit dem Wohnriester fördert der Staat entweder den Bau oder den Kauf des Eigenheims. Dabei kann es sich um ein Haus oder eine Eigentumswohnung handeln, die selbst genutzt werden.

Dasselbe gilt für den Erwerb von Anteilen an einer eingetragenen Wohnungsbau-Genossenschaft. Mit dem Wohnriester wird aber auch der Erwerb eines eigentumsähnlichen Wohnrechts gefördert. Beispielsweise in einem Wohnheim.

Die Immobilie, die Sie mit dem Wohnriester erwerben, sollte folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Sie müssen die Immobilie selbst bewohnen und dort Ihren Hauptwohnsitz angemeldet haben.
  • Sie sollte Ihren Lebensmittelpunkt darstellen
  • Ferien- und Wochenend-Wohnungen werden nicht gefördert
  • Es werden nur Eigenheime gefördert, die nach 2007 angeschafft oder fertiggestellt wurden.
  • Achtung: Sie reduzieren Ihre Förderung, wenn Sie als Käufer das Eigenheim auch beruflich oder betrieblich nutzen.

Bis zum Jahr 2010 hätte in diese Auflistung auch gehört, dass es sich um ein Haus oder eine Wohnung in Deutschland handeln muss, um die Wohnriester-Förderung zu erhalten.

Das hat sich allerdings durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs geändert. Seitdem muss die staatliche Förderung auch für den Erwerb von Auslandsobjekten fließen. Vorausgesetzt: Der Lebensmittelpunkt des Sparers befindet sich hier.

Unter welchen Bedingungen es keine Wohnriester-Förderung gibt  

Die Wohnriester-Förderung ist aber nicht unbegrenzt möglich. Zum Beispiel der altersgerechte Umbau eines Hauses, kann nicht über staatliche Zulagen bestritten werden.

Modernisierungen, Sanierungen oder Energiesparmaßnahmen sind allesamt nicht förderfähig.

Wer ein Zweifamilienhaus oder ein Haus mit Einliegerwohnung plant, muss ebenfalls mit Einschränkungen rechnen. Der Wohnriester springt nur dort mit den staatlichen Zulagen ein, wo die Eigennutzung gewährleistet ist.

Bei einem Haus mit Einliegerwohnung benötigen Sie daher sogar zwei Finanzierungen. Die eine mit, die andere ohne Wohnriester.

Wohnriester: Nur bis maximal 68 Jahre

Eine weitere Bedingung für den Wohnriester ist das Alter. Denn die geförderte Finanzierung muss spätestens am 68. Geburtstag abgeschlossen sein.

Abgeschlossen bedeutet, vollständig getilgt. Der Grund liegt auf der Hand. Denn das Ziel des Wohnriesters ist das mietfreie Wohnen im Alter.

Achtung vor Steuern!

Wenn Ihre Immobilie, die Sie mit Hilfe eines Wohnriester-Darlehens abbezahlt haben, nicht mehr als Altersruhesitz dienen kann, könnte es teuer werden.

Denn im Zweifel müssen Sparer die gesamte Förderung versteuern, die inzwischen auf dem Wohnförderkonto aufgelaufen ist.

Das sieht das Gesetz vor, wenn Sie die Immobilie länger als ein Jahr nach Aufgabe der Immobilie nicht nutzen.

So können Sie sich die Steuern ersparen:

  • Einzahlung in eine Riester-Rente: Alternativ können Immobilienverkäufer den Betrag in andere Riester-Rentenprodukte stecken (Riester-Banksparplan, -Fondssparplan, -Versicherung).
  • Reinvestition: Wenn Sie ein Jahr vor bis vier Jahre nach der Aufgabe der Immobilie, das Geld des Wohnförderkontos in eine andere geförderte Immobilie investieren, können Sie die Steuern umgehen.
  • Berufsbedingter Umzug: Wenn Immobilienbesitzer aus beruflichen Gründen ausziehen, und das Haus oder die Wohnung befristet vermieten, hat das ebenfalls keine negativen Folgen. Dazu müssen sie allerdings vor ihrem 68. Geburtstag wieder ins Riester-Eigenheim zurückziehen.

14. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.