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Wohntrend: Mehrgenerationen-WGs

Der Wohntrend „Mehrgenerationen-WG“ dürfte ein wenig „back to the roots“-mäßig wirken. Denn er erinnert an das Zusammenleben von Wohngemeinden auf Höfen von früher: Alte Menschen leben zusammen mit jungen Paaren und deren Kindern in einem größeren Anwesen.

Dieser Lebensstil soll jetzt zurückkehren – und zwar nicht auf die Bauernhöfe – sondern in die Großstädte. Die Mehrgenerationen-WGs sind die Antwort auf die demografische Entwicklung.

XXL Mehrgenerationen-WG in Berlin Mitte geplant

Zum Beispiel in Berlin wird genau so eine XXL-WG geplant und zwar mitten in Berlin Mitte. In diesem großen Gebäude mit insgesamt neun Stockwerken sind sieben Bewohner älter als 60, 27 Bewohner sind zwischen 30 und 50 Jahre alt, und in den großzügigen offenen Gemeinschaftsgärten spielen gleich 27 Kinder.


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Großes Zukunftspotenzial des WG-Modells

Solche Wohnmodelle haben Zukunft. Das liegt auf der Hand. Immerhin ist Deutschland das EU-Land mit der ältesten Bevölkerung.

Laut Statistikamt Eurostat ist jeder fünfte Bürger älter als 65, bereits 2030 wird diese Gruppe ein Drittel der Bevölkerung ausmachen. Doch im Gegenzug schrumpfen die unter 20-Jährigen: von 20,1% im Jahr 2011 auf prognostizierte 17,3% im Jahr 2020.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die 65-Jährigen keine Kinder und Enkelkinder mehr haben werden. Die Alternative zum Altersheim: Ein Mehrgenerationenhaus. Laut Vorwerk-Familienstudie von 2012 halten 76% ein Mehrgenerationenhaus für eine gute Sache. Bisher hat die Immobilienwirtschaft noch wenig auf diesen Trend reagiert. Es gibt noch nicht einmal Studien zum Mehrgenerationen Wohnen in Deutschland.

Empty Nesters in den Großstädten

Gerade in den Großstädten könnte das Modell der Mehrgenerationen WGs in großen Wohnkomplexen gefragt sein. Denn hier tümmeln sich vor allem die so genannten „Empty Nesters“ – also die ohne Kinder und damit auch ohne Enkelkinder. Diese könnten in großen Städten im Generationenhaus die Rolle der Oma übernehmen, die auf dem Land wohnen geblieben ist.

Multifunktionales Wohnen noch nicht durchgesetzt

Noch hat sich der Trend des multifunktionalen Wohnens nicht durchgesetzt und die Menschen setzen auf konservative Wohnmodelle. Aber das könnte sich in Zukunft ja noch ändern.

Immerhin wäre es eine gute Lösung, ältere Menschen im Alter nicht alleine zu lassen und ihnen den Weg ins Altersheim noch eine Weile zu ersparen, indem Einkäufe oder ähnliches von anderen Bewohnern des Mehrgenerationenhauses erledigt würden. Dazu gehört natürlich viel Offenheit und auch Sympathie unter den Nachbarn in dem Haus.

Fazit: Mehrgenerationen-WG als praktische Lösung

Eine Mehrgenerationen-WG könnte aber in der Tat eine praktikable Lösung in der Zukunft sein. Der Trend ist sehr interessant und man sollte ihn im Auge behalten, und auch, wie sich Projekte zu diesem Thema weiter entwickeln.

11. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Matthias Kruse. Über den Autor

Seit 2008 ist Herr Kruse im Immobilienbereich bei der GeVestor Financial Publishing Group tätig und befasst sich u.a. mit aktuellen, digitalen Trends in der Immobilienbranche.