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Wohnungsbauförderung: Der Bund hilft Bauherren

Zur Förderung des Baus und Erwerbs von Familienheimen, Eigenheimen und eigengenutzten Eigentumswohnungen werden Wohnungsbaumittel durch die jeweiligen Bundesländer vergeben.

Bestimmte Personengruppen, z.B. Behinderte oder Familien mit Kindern können zusätzlich gefördert werden. Außerdem können bei Vorliegen der jeweiligen Voraussetzungen bestimmte steuerliche Vergünstigungen (Steuerbefreiungen und -erleichterungen) und Gebührenvergünstigungen beansprucht werden.

Förderung durch die Länder

Liegt Ihr Jahreseinkommen einschließlich der zur Familie rechnenden Angehörigen (Gesamteinkommen) innerhalb bestimmter Grenzen (§ 25 des II. Wohnungsbaugesetzes), können Sie im Rahmen des „Sozialen Wohnungsbaus“ ein fünfzehn Jahre zinsloses Baudarlehen für den Bau oder Ersterwerb von Eigenheimen und eigengenutzten Eigentumswohnungen erhalten.

Die Einkommensgrenze erhöht sich unter bestimmten Voraussetzungen u.a. bei jungverheirateten Ehepaaren sowie bei Schwerbehinderten.

Seit 1. Januar 2002 bestimmen sich die Einkommensgrenzen nach § 9 Wohnraumförderungsgesetz. Die Höhe der Förderbeträge richtet sich nach dem Familieneinkommen, der sozialen Dringlichkeit und der Gebietskategorie des Bauorts (z.B. für eine 3-Zimmer-Wohnung 18.800€ bis 55.215€.)

Als „junge und wachsende Familien“ erhalten Ehepaare und Alleinerziehende, die das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, mit der Förderung die Zusage, dass bei der Geburt eines oder mehrerer Kinder innerhalb von 10 Jahren jeweils ein Teilbetrag von 5.000€ des Darlehens in einen Zuschuss umgewandelt wird.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann in diesem Programmbereich auch der Erwerb von vorhandenem Wohnraum gefördert werden.

Junge Ehepaare, Familien mit mindestens einem Kind, allein Erziehende und schwerbehinderte Personen können, sofern sie die genannten Einkommensgrenzen einhalten, beim Erwerb vorhandenen Wohnraums zur Eigennutzung auch mit einem zinsvergünstigten Kapitalmarktdarlehen unterstützt werden.

Neue Einkommensgrenzen

Seit 1. Januar 2002 gelten folgende bundeseinheitliche Einkommensgrenzen jährlich:

  • bei einem allein Stehenden: 18.100€

  • bei zwei Personen im Haushalt: 26.700€


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  • für jede weitere Person zuzüglich 5.850€

  • für jedes anrechenbare Kind zuzüglich 710€

Wichtig: Die Länder können hiervon abweichende Einkommensgrenzen festlegen. Auf die Gewährung der Fördermittel besteht auch bei Erfüllung aller Voraussetzungen kein Rechtsanspruch.

Die Auswahl der zu fördernden Bauvorhaben richtet sich nach der sozialen Dringlichkeit der Anträge. Wenden Sie sich bei Fragen über wirtschaftliche, technische und finanzielle Einzelheiten, an die für den Bauort des zu fördernden Objekts zuständige Bewilligungsstelle (Landratsamt oder kreisfreie Stadt).

Besondere Förderung bei Behinderung

Anpassung von Wohnräumen für wegen der Behinderung oder Erkrankung notwendige besondere bauliche Maßnahmen: leistungsfreie Darlehen bis zu 5.000€ für Schwerbehinderte oder Schwerkranke.

Sind Sie behindert bzw. schwer behindert, können für Sie auch Zuschüsse oder Darlehen der Bundesanstalt für Arbeit bzw. der Hauptfürsorgestelle in Betracht kommen, wenn ein Zusammenhang mit der Erlangung oder Erhaltung eines Arbeitsplatzes besteht.

Umbaukosten können, falls kein anderer Leistungsträger eintritt, in Ausnahmefällen auch vom zuständigen Sozialhilfeträger (Sozialhilfe) übernommen werden.

Im Rahmen der Kriegsopferfürsorge sind in bestimmten Fällen ebenfalls Geldleistungen möglich. Für den Erwerb, Neubau und Ausbau landwirtschaftlicher Wohnhäuser und von Landarbeiterwohnungen, werden im Rahmen der Landwirtschaftsförderung besondere finanzielle Hilfen gewährt.

Wohneigentumsförderung

Die steuerliche Förderung selbstgenutzten Wohneigentums hat in den letzten Jahren erhebliche Rechtsänderungen erfahren. Zum einen wurde bereits mit Wirkung ab dem Jahr 1987 auf den Ansatz einer gedachten „Eigenmiete“ in Gestalt des ortsüblich erzielbaren Mietwerts verzichtet.

Dem Eigentümer bestimmter, schon 1986 eigengenutzter Wohnungen in Zwei- oder Mehrfamilienhäusern wurde allerdings die Möglichkeit eingeräumt, unter gewissen weiteren Voraussetzungen die Nutzungswertbesteuerung bis längstens 1998 beizubehalten.

Für nach dem 31.12.1986 angeschafftes oder hergestelltes und damit von Gesetzes wegen nicht mehr der Nutzungswertbesteuerung unterliegendes Wohneigentum erfolgte die Förderung zunächst über den Sonderausgabenabzug nach § 10e Einkommensteuergesetz.

Mit Wirkung ab dem Jahr 1996 ist an die Stelle der progressionsabhängigen Steuervergünstigungen eine von der individuellen Steuerbelastung losgelöste „Direktförderung“ über die Eigenheimzulage getreten.

Förderungssystematik

Das Wohnbaugesetz regelt den Einsatz der Mittel für die Wohnungsbauförderung.

Kapitalsubventionen:Staatliche Subventionen zur Deckung der für den Bau von Wohnungen entstandenen Gesamtkosten, und zwar in Form von Baudarlehen oder in Form von Bauzuschüssen.

Baudarlehen: Die bei weitem verbreitetste Form der Kapitalsubvention im Rahmen der staatlichen Förderung des Wohnungsbaus. Baudarlehen werden in der Regel anfänglich zinslos gewährt, wobei die abzuschließenden Darlehensverträge allerdings den Vorbehalt einer späteren Verzinsung enthalten.

Zu zahlen ist für das Baudarlehen in der Regel ein relativ geringer laufender Verwaltungskostenbeitrag. Der Tilgungssatz beträgt in der Regel 1%. Baudarlehen dienen in der Regel der nachstelligen Finanzierung, können im Grundbuch demnach nachrangig nach Fremdmitteln abgesichert werden.

Der grundbuchliche Rang der Sicherung bestimmt sich letztlich durch die Höhe der geforderten Eigenleistung.

Bauzuschüsse: Bauzuschüsse dienen ebenfalls wie Baudarlehen unmittelbar dem Einsatz der Deckung der für den Bau der Wohnungen entstehenden Gesamtkosten. Sie sind, abgesehen von besonderen vertraglichen Regelungen, nicht rückzahlbar.

Aufwendungssubventionen: Darlehen oder Zuschüsse zur Deckung der laufenden Aufwendungen für eine Wohnung. Aufwendungssubventionen werden in einer in den Verwaltungsvorschriften der Länder vorgesehenen Höhe je Quadratmeter der geförderten Wohnfläche gewährt.

Annuitätsdarlehen: Darlehen, die dem Bauherren gewährt werden zur Deckung der für Finanzierungsmittel zu entrichtenden Zinsen oder Tilgungen.

23. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.