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Wohnungsbauförderung: Wie berechnen Sie Ihren Anspruch?

Bei der Ermittlung der für die Wohnungsbauförderung wichtigen Summe werden nur positive Einkünfte angerechnet. Die positiven Einkünfte dürfen Sie nicht gegen Verluste aus einer anderen eigenen Einkunftsart oder Verluste des zusammen veranlagten Ehegatten verrechnen oder ausgleichen.

Zu Ihrem Jahreseinkommen rechnen grundsätzlich nicht die nach § 3 EStG steuerfreien Einnahmen (z.B. Leistungen nach dem Bundeskindergeldgesetz, Miet- und Lastenzuschüsse) sowie das Kindergeld nach §§ 62 ff EStG.

Abweichend von den steuerrechtlichen Regelungen gehören aber bestimmte, an sich steuerfreie oder steuerlich nicht zu berücksichtigende Einnahmen zum Jahreseinkommen (Lohnersatzleistungen) wie zum Beispiel

  • der volle Betrag Ihrer Renten und Versorgungsbezüge,
  • die Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit,
  • Ihr Einkommen nach § 40a EStG (sog. „325-Euro-Verträge“),
  • Ihr volles Einkommen aus Kapitalvermögen (ohne Berücksichtigung des Sparer-Freibetrags),
  • Entgeltersatzleistungen (z. B. Arbeitslosengeld, Krankengeld, Schlechtwettergeld).

Überschuss-Ermittlung

Zur Ermittlung des Überschusses der Einnahmen über die Werbungskosten müssen Sie die dafür geltenden Pauschbeträge abziehen, sofern Sie nicht im Einzelfall höhere Werbungskosten nachweisen oder glaubhaft machen (§ 9a EStG).


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Von dem anzurechnenden Einkommen müssen Sie zur Feststellung des anrechenbaren Jahreseinkommens einen Betrag von jeweils 10 vom Hundert für die Entrichtung von Steuern vom Einkommen (Lohn- oder Einkommensteuer, Kapitalertragsteuer), Pflichtbeiträge und Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung, Pflichtbeiträge und Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung abziehen.

Freiwillige laufende Beiträge zu öffentlichen oder privaten Versicherungen oder ähnlichen Einrichtungen stehen den Pflichtbeiträgen zur gesetzlichen Kranken- oder Rentenversicherung gleich, wenn sie hinsichtlich ihrer Zweckbestimmung (z. B. private Krankenversicherung, Krankentagegeldversicherung, Lebensversicherung) den Pflichtbeiträgen entsprechen.

Diese Beiträge können Sie in der tatsächlich geleisteten Höhe abziehen, höchstens jedoch bis zu jeweils 10 v. H. des maßgeblichen Jahreseinkommens. Bei der Ermittlung Ihres Gesamteinkommens müssen Sie Frei- und Abzugsbeträge absetzen.

Die Freibeträge sind:

  • 600 Euro für jedes Kind unter zwölf Jahren, für das Ihnen Kindergeld nach der Kindergeldgesetzgebung oder ein Kinderfreibetrag zusteht, wenn die bezugsberechtigte Person allein mit Kindern zusammen wohnt und die bezugsberechtigte Person der Wohnung wegen Erwerbsunfähigkeit oder Ausbildung nicht nur kurzfristig vom Haushalt abwesend ist;
  • bis zu 600 Euro, so weit ein haushaltsangehöriges Kind im Alter von 14 bis 24 Jahren eigenes Einkommen erzielt (z. B. Ausbildungsvergütung). Der Freibetrag wird je Kind nur bis zur Höhe des Einkommens des betreffenden Kindes gewährt; bzw. 4.500 Euro für jede schwer behinderte Person mit einem Grad der Behinderung von 100 oder von wenigstens 80, wenn sie häuslich pflegebedürftig im Sinn des § 14 SGB XI ist.
  • 2.100 Euro für jede schwer behinderte Person mit einem Grad der Behinderung von unter 80, wenn sie häuslich pflegebedürftig im Sinn des § 14 SGB XI ist;
  • 4.000 Euro bei Ehepaaren, bei denen keiner der Partner das 40. Lebensjahr vollendet hat, bis zum Ablauf des fünften Kalenderjahres nach dem Jahr der Eheschließung.

Die Abzugsbeträge

Die Abzugsbeträge sind die Geldbeträge für Aufwendungen, die zur Erfüllung einer gesetzlichen Unterhaltsverpflichtung – nicht bei freiwilligen Leistungen – bestimmt sind. Sie werden nach folgenden Maßgaben berücksichtigt:

Liegt Ihnen eine notariell beurkundete Unterhaltsvereinbarung, ein Unterhaltstitel oder ein Bescheid vor (z. B. über den Ausgleich für Vorausleistungen des Unterhalts durch das Land), so dürfen Sie die aufgewandten Unterhaltsleistungen haushaltsangehöriger Personen bis zu dem urkundlich festgestellten Betrag vom Gesamteinkommen abziehen.

Liegen Ihnen solche Nachweise nicht vor, so gelten für die Berücksichtigung von Unterhaltsleistungen folgende Abzugsbeträge:

bis zu 3.000 Euro für einen Haushaltsangehörigen, der auswärts untergebracht ist und sich in Berufsausbildung befindet.

Ermittlung des Gesamteinkommens (§§ 20 bis 24 WoFG)

Alleinverdiener, junges Ehepaar, zwei kleine Kinder

Jahreseinkommen48 500 €
  abzüglich Werbungskosten1044 €
  Zwischenergebnis47 456 €
abzüglich 30 v.H.14 237 €
 (für Steuern und Pflichtversicherungen)
  Freibetrag für junge Ehepaare4000 €
= Jahreseinkommen 29 129 €
Ergebnis: Eine Förderung in der Einkommensgruppe 1 scheidet aus. (Der Freibetrag für junge Ehepaare wird um 30 v. H. auf 5.200 _ angehoben)

Ergebnis: Eine Förderung in der Einkommensgruppe 2 ist möglich.

Einkommensgrenze nach § 9 Abs. 2 WoFG für die Gruppe 2: Wohnungssuchende, deren anrechenbares Haushaltseinkommen die Einkommensgrenzen des § 9 Abs. 2 WoFG um nicht mehr als 30 v. H. überschreitet. Für Freimacher einer öffentlich geförderten Wohnung ist eine Überschreitung der Einkommensgrenze bis zu 35.630 €  oder für eine sonstige nicht zum Haushalt rechnende Person (z.B. einem Pflegeheim), bis zu 6.000 € für einen nicht zum Haushalt rechnenden früheren oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten oder Lebenspartner.

Macht der Wohnungssuchende durch den Bezug der zu fördernden Wohnung sie zu einer öffentlich geförderten Mietwohnung, die noch mindestens fünf volle Jahre die Eigenschaft „öffentlich gefördert“ behält, mietpreisgebunden ist und der Wohnungswechsel nach den örtlichen wohnungswirtschaftlichen Verhältnissen im öffentlichen Interesse liegt, so kann die Bewilligungsstelle eine Überschreitung der im Einzelfall maßgeblichen Einkommensgrenze zulassen.

23. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.