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Wohnungsbauprämie: Förderung für einkommensteuerpflichtige Personen

Gehören Sie zu den unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen Personen, können Sie nach dem Wohnungsbau-Prämiengesetz für Aufwendungen zur Förderung des Wohnungsbaus auch eine Wohnungsbauprämie erhalten.

Solche Aufwendungen sind insbesondere Beiträge an Bausparkassen zur Erlangung von Baudarlehen, soweit die an dieselbe Bausparkasse geleisteten Beiträge im Sparjahr mindestens 50€ betragen, sowie Aufwendungen für den ersten Erwerb von Anteilen an Bau- und Wohnungsbaugenossenschaften.

Die Aufwendungen sind je Kalenderjahr bis zu einem Höchstbetrag von 512€, bei Ehegatten 1.024€ prämienberechtigt. Aufwendungen für vermögenswirksame Leistungen nach dem Vermögensbildungsgesetz sind nur dann prämienbegünstigt, wenn Sie für die vermögenswirksamen Leistungen keinen Anspruch auf Arbeitnehmer-Sparzulage haben.

Höchstbetragsgemeinschaft

Der Höchstbetrag steht Ihnen als Prämiensparer und Ihrem Ehegatten gemeinsam zu (Höchstbetragsgemeinschaft). Kinder, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, sind selbstständig prämienberechtigt.

Die Wohnungsbauprämie beträgt 10% der prämienbegünstigten Aufwendungen. Voraussetzung für die Gewährung der Wohnungsbauprämie ist, dass Ihr im Sparjahr zu versteuerndes Einkommen unter Berücksichtigung von Kinderfreibeträgen die Einkommensgrenzen von 25.600€, bei Ehegatten 51.200 € nicht übersteigt.

Bei Bausparkassenbeiträgen beträgt die Festlegungsfrist 7 Jahre. Vor Ablauf der Festlegungsfrist kann ohne Prämienverlust die ganze oder teilweise Auszahlung der Bausparsumme, ihre Beleihung oder ihre Abtretung – außer u.a. im Falle des Todes, der völligen Erwerbsunfähigkeit und längerer Arbeitslosigkeit – nur dann erfolgen, wenn die Beiträge unverzüglich und unmittelbar zum Wohnungsbau verwendet werden.


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Als Wohnungsbau gelten auch Maßnahmen des Mieters zur Modernisierung seiner Wohnung, wie z.B. der Einbau von Solaranlagen.

Voraussetzungen für die Förderung

Einkommensgrenze: Baudarlehen für den Bau oder Ersterwerb von Immobilieneigentum können Sie als Antragsteller erhalten, wenn Ihr eigenes Jahreseinkommen und das aller zum Haushalt rechnenden Personen (Gesamteinkommen) die Grenze des § 9 Abs. 2 des Wohnraumförderungsgesetzes (WoFG) um nicht mehr als 60 v. H. übersteigt: für einen Einpersonenhaushalt 19.200, für einen Zweipersonenhaushalt 28.800 Euro jährlich (Einkommensgrenze).

Für jede weitere Person erhöht sich die Einkommensgrenze um 6.560 Euro jährlich. Sind zum Haushalt rechnende Personen Kinder im Sinne des § 32 Abs. 1-5 des Einkommensteuergesetzes, erhöht sich die Einkommensgrenze für jedes Kind um weitere 800 Euro (siehe Beispiele auf Seite 19).

Bei der Ermittlung des Jahreseinkommens (§ 20 bis 24 WoFG) wird grundsätzlich Ihr Einkommen zugrunde gelegt, das Sie nach den Verhältnissen im Antragsmonat und den folgenden elf Monaten (Ermittlungszeitraum) zu erwarten haben.

Als zu erwartendes Einkommen sind solche Einnahmen anzusehen, über deren Höhe sowie Beginn oder Ausmaß einer Änderung eine verlässliche Aussage möglich ist. Hinzurechnen müssen Sie die innerhalb von zwölf Monaten anfallenden jahresbezogenen Sonderzuwendungen (z.B. Urlaubs-, Weihnachtsgeld, 13. und 14. Monatsgehalt).

Schwankende Einkommen

Bei Einkommensänderungen, die ab dem Kalendermonat des Stichtags oder ab einem der folgenden elf Kalendermonate mit Sicherheit zu erwarten sind und deren Beginn oder Ausmaß ermittelt werden kann, ist das Zwölffache des sicher feststehenden (höheren oder niedrigeren) künftigen monatlichen Einkommens (zuzüglich der Sonderzuwendungen) maßgebend (z.B. Antritt eines Erziehungsurlaubs, Rückkehr aus dem Erziehungsurlaub, Rückkehr Wehrpflichtiger in das bisherige Beschäftigungsverhältnis, Aufnahme der Berufstätigkeit nach Abschluss der Ausbildung, Arbeitsplatzwechsel, Beginn der Altersrente).

Ihr Einkommen der letzten zwölf Monate vor dem Stichtag ist maßgebend, wenn das künftige Einkommen deshalb nicht verlässlich ermittelt werden kann, weil Ihre Einnahmen unregelmäßig oder schwankend sind oder sonstige Gründe vorliegen.

Gehören Sie zu den Personen, die zur Einkommensteuer veranlagt werden, können im Regelfall die Einkünfte zugrunde gelegt werden, die sich aus Ihrem letzten Einkommensteuerbescheid, Ihren Vorauszahlungsbescheiden oder Ihrer letzten Einkommensteuererklärung ergeben.

Sie werden zugrunde gelegt, wenn die Höhe Ihres zu erwartenden Einkommens im Ermittlungszeitraum aus sonstigen Gründen nicht verlässlich ermittelt werden kann.

Gesamteinkommen ist die Summe der Jahreseinkommen aller zum Haushalt rechnenden Personen.

Zum Haushalt rechnen die Personen, die im Zeitpunkt des Antrags miteinander eine Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft führen (Haushaltsangehörige) oder alsbald – in der Regel innerhalb von sechs Monaten – nach Fertigstellung des Bauvorhabens oder Bezugs der Wohnung in den Haushalt aufgenommen werden sollen.

Zum Haushalt ist auch ein Kind zu rechnen, dessen Geburt nach ärztlicher Bescheinigung erwartet wird.

Jahreseinkommen ist die Summe der positiven Einkünfte im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Einkommensteuergesetzes, nämlich bei Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbstständiger Arbeit der Gewinn, und bei nichtselbstständiger Arbeit Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung und bei den sonstigen Einkünften im Sinn des § 22 EStG der Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten.

23. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.