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Wohnungsleerstand gemessen: In den Wachstumsregionen nur 2,2 %

Der neue Leerstandsindex zeigt, dass die Vermietungsreserve in den Wachstumsregionen mit 2,2% unter dem bundesweiten Durchschnitt von 3,4% liegt. Das verschärft die Situation am Wohnungsmarkt zusehends.

Diskussion um Wohnungsleerstand

In der letzten Ausgabe des Immobilien Insider habe ich Ihnen den neuen CBRE-empirica-Leerstandsindex vorgestellt, der deutschlandweit den Wohnungsleerstand ermittelt. Der Index unterscheidet zwischen markt-aktivem und nicht-marktaktivem Leerstand.

Bundesweit stehen 3,4 % aller vermietbaren Geschoss- oder Mietwohnungen leer. Das sind etwa 720.000 Wohnungen. Die leer stehende Wohnungsreserve hat in den zwei zurückliegenden Jahren vor der Erhebung um 52.000 Wohnungen abgenommen.

Der absolute oder totale Leerstand all derjenigen Wohnungen die entweder vermietet werden können oder die brach liegen und nicht so schnell nutzbar gemacht werden können, liegt bei 7,6 %. Das sind immerhin etwa 1,58 Mio. Wohnungen.

Marktaktivierung

Neben dem Neubau gäbe es noch die Möglichkeit der Aktivierung von Leerstand, also in der Nutzbarmachung von Wohnungen, die aktuell nicht als Wohnraum zur Verfügung stehen.

Initiative: www.leerstandsmelder.de

Aus Hamburg stammt die Initiative www.leerstandsmelder.de und wird dort von dem Verein Gängeviertel e.V. betreut. Auf der Internetseite von Leerstandsmelder.de kann Leerstand von Wohnungen „gemeldet“ werden. Hintergrund der Initiative ist, dass trotz Wohnungsmangel in den Großstädten nicht alle verfügbaren Wohnungen vermietet werden oder sogar gar nicht erst auf dem Wohnungsmarkt angeboten werden.

Auf einer Interaktiven Karte hat die Initiative in mehreren Städten Wohnungsangebote kenntlich gemacht, die vom Vermieter nicht auf dem Wohnungsmarkt angeboten werden.

Leere Wohnungen melden

Für Berlin gibt es 369 Einträge (Stand: Mitte Mai 2013), für Hamburg sind es 720 Einträge, in Frankfurt 521, Dortmund 129 und Bremen 521 Einträge.

Die Gründe für Wohnungsleerstand sind vielfältig. Ein Vermieter kümmert sich schlicht nicht um die Vermietung, ein anderer wartet auf Reparaturen am Haus und lässt die Wohnung deshalb leer stehen. Wieder andere Vermieter wollen die Wohnung oder das Haus verkaufen und vermieten aus diesem Grund nicht.


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In Hamburg plant die SPD-Fraktion im dortigen Parlament die Verhängung von Bußgeldern gegen Vermieter, die eine leer stehende Wohnung nicht vermieten.

Zwangsgeld vs. Not der Vermieter

Nicht immer ist es eine Laune des Vermieters, eine Wohnung oder ein Haus leer stehen zu lassen. Häufig fehlen die erforderlichen finanziellen Mittel, dass ein haus saniert wird und damit wieder dem Wohnungsmarkt zur Verfügung steht. Mit Initiativen wie leerstandsmelder.de wird das Thema Leerstand in die Öffentlichkeit gebracht.

Wohnungsknappheit in Wachstumsregionen

Dass gerade in den Großstädten und Wachstumsregionen die Wohnungsknappheit immer deutlicher wird, zeigt auch der CBRE-empirica-Leerstandsindex.

Einige Werte, die zeigen, wie dringlich einerseits die Schaffung neuer Wohnungen in diesen Städten ist. Andererseits gibt es Regionen, in denen Wohnungsknappheit ein Fremdwort ist:

  • München hat 0,6 % Leerstand
  • Hamburg 0,7 % Leerstand
  • Ingolstadt 0,8 % Leerstand

dagegen:

  • Schwerin 9,9 % Leerstand
  • Chemnitz 10,4 % Leerstand
  • Salzgitter 11,7 % Leerstand

In fünf Städten ist die Leerstandsquote seit 2009 um mehr als einen Prozentpunkt geschrumpft:

  • Emden (-1,5 Punkte)
  • Magdeburg (-1,4 Punkte)
  • Frankfurt/Oder (-1,2 Punkte)
  • München (-1,0 Punkte)
  • Berlin (-1,0 Punkte)

Das Fazit aus der Untersuchung des Leerstands lautet:

„Der Abbau von Leerstandsreserven konnte in der jüngsten Vergangenheit die Anspannungen am Wohnungsmarkt zumindest teilweise kompensieren. In den prosperierenden Wachstumsregionen sind diese Reserven nun aber weitgehend ausgeschöpft. Angesichts weiter steigender Wohnungsnachfrage und damit einhergehender Mietzuwächse wird Neubau daher immer dringlicher.“

23. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.